Stellantis will die Qualität seiner Autos mithilfe von Tesla verbessern

Einige Monate nach der Ankündigung die Einstellung von mehr als 2.000 Qualitätsingenieuren und die Qualität zur obersten Priorität erklärt, Stellantis hat möglicherweise eine weitere strategische Personalentscheidung getroffen. Der Konzern, der seit einem Jahr von Antonio Filosa geleitet wird, hat nämlich Kahiree Gans an Land gezogen, die bisher bei Tesla in der Gigafactory in Texas als Qualitätsmanagerin tätig war. Ein Wechsel, der auf den ersten Blick vielleicht unbedeutend erscheint, der aber zu einem für den Automobilkonzern besonders wichtigen Zeitpunkt erfolgt.

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Ein Mann, der Stellantis bereits kennt

Kahiree Gans ist für den Konzern kein Unbekannter. Bevor er 2023 zu Tesla kam, war der US-amerikanische Ingenieur bereits fast zehn Jahre lang bei FCA und anschließend bei Stellantis tätig, wo er verschiedene Positionen in den Bereichen Antriebsstrang, Lieferantenqualität und Produktionsqualität bekleidete.

Tesla hatte ihn damals eingestellt, um die Qualität in der Gigafactory in Texas zu gewährleisten – einem strategisch wichtigen Standort, an dem insbesondere das Model Y, der Cybertruck und zukünftige Projekte der amerikanischen Marke wie das Cybercab produziert werden sollen.

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Drei Jahre später kehrt der Ingenieur zu Stellantis zurück und übernimmt eine noch wichtigere Position: die des globalen Vizepräsidenten für die Lieferantenqualitätsentwicklung. Er wird fortan für die weltweite Überwachung der Lieferantenqualität zuständig sein – ein besonders sensibler Bereich für einen Konzern, der jährlich mehrere Millionen Fahrzeuge produziert.

Die wertvollen Erfahrungen, die ich bei Tesla gesammelt habe

In seiner auf LinkedIn veröffentlichten Abschiedsbotschaft blickt Kahiree Gans auf seine drei Jahre bei Tesla zurück. Er erklärt, dass er an der Verbesserung der Qualitätsprozesse mitgewirkt habe, durch die die Garantiekosten für das Model Y gesenkt werden konnten, und gleichzeitig die Markteinführungen des Cybertruck und des Cybercab begleitet habe.

Seine Erfahrung bei Tesla könnte für Stellantis gerade interessant sein. Tesla ist bekannt für seine sehr schnellen Produktionsmethoden, seinen stark datengestützten Ansatz und seine Fähigkeit, Qualitätsprobleme im Werk schnell zu erkennen. Nach eigenen Angaben hat der Ingenieur insbesondere an der Verbesserung der «First-Pass-Yield» gearbeitet, also der Anzahl der Fahrzeuge, die bereits beim Verlassen des Fließbands den Spezifikationen entsprechen, sowie an der Auswertung von Daten, um Mängel zu erkennen, bevor sie die Kunden beeinträchtigen.

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Eine wichtige Personalentscheidung, die Teil der neuen Strategie von Stellantis ist

Diese Ernennung erfolgt einige Monate nach den Äußerungen von Antonio Filosa, der die Notwendigkeit anerkannt hatte, die Qualität wieder in den Mittelpunkt der Fahrzeugentwicklung zu rücken. Der Konzern hat bereits mehrere Tausend zusätzliche Ingenieure eingestellt und den Einfluss der Qualitätsabteilung innerhalb seines Vorstands gestärkt. Die Ernennung eines Managers, der in einem der in der Automobilwelt am meisten beachteten Werke tätig war, erscheint daher schlüssig.

Zwar wird Tesla nicht oft als Maßstab für Zuverlässigkeit oder Verarbeitungsqualität genannt. Doch der US-amerikanische Hersteller hat in den letzten Jahren bei bestimmten Qualitätskennzahlen erhebliche Fortschritte erzielt, insbesondere beim Model Y, das zu einem der meistverkauften Fahrzeuge weltweit geworden ist.

Stellantis hat natürlich nicht vor, Tesla zu kopieren. Doch die Erfahrungen, die Kahiree Gans in einem äußerst anspruchsvollen industriellen Umfeld gesammelt hat, könnten dem Konzern neue Arbeitsmethoden bringen. Nach Jahren, die von Kosteneinsparungen geprägt waren, ist Antonio Filosa nun bestrebt, das Vertrauen der Kunden wiederherzustellen. Die Einstellung des ehemaligen Qualitätsleiters von Tesla wird zwar nicht alle Probleme im Alleingang lösen, ist aber ein weiteres Signal: Stellantis scheint bereit zu sein, Fachkräfte dort zu suchen, wo sie zu finden sind, um die Qualität seiner Fahrzeuge nachhaltig zu verbessern.

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