Stellantis: 172 chinesische Arbeiter sind bereits vor Ort für das neue Batteriewerk, 1.700 werden erwartet, doch der Produktionsstart wurde bereits verschoben

Noch vor wenigen Wochen haben wir darüber berichtet, die bevorstehende Ankunft Tausender chinesischer Techniker auf der Baustelle der künftigen Batterie-Gigafactory von Stellantis und CATL in der Nähe von Saragossa. Nun tritt das Projekt in eine neue Phase ein. Die ersten offiziellen Zahlen wurden soeben bestätigt: Bereits 172 chinesische Mitarbeiter sind am Standort tätig, und ihre Zahl wird im Laufe der Bauarbeiten schrittweise auf einen Höchststand von 1.700 Personen ansteigen.

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Diese Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Regierung von Aragon soeben die endgültige behördliche Genehmigung für das Projekt erteilt hat, wodurch die Bauarbeiten an diesem strategisch wichtigen Werk beschleunigt werden können, das insbesondere der künftige elektrische Fiat 500 ab 2027.

Die ersten chinesischen Experten sind bereits im Einsatz

Auf der Baustelle sind derzeit täglich etwa 500 Personen im Einsatz. Darunter sind bereits 172 Ingenieure, Techniker und Führungskräfte aus China, die Aufgaben in den Bereichen Planung, industrielle Vorbereitung und Projektsteuerung übernehmen. Sie sind die ersten Vertreter von CATL, die das Know-how weitergeben sollen, über das der chinesische Konzern seit Jahren verfügt. Ihre Ankunft ist erst der Anfang. Laut Jorge Azcón, dem Präsidenten der Region Aragon, wird die Zahl der chinesischen Mitarbeiter schrittweise steigen, sobald die Visa und Arbeitsgenehmigungen vorliegen, und in den technisch anspruchsvollsten Bauphasen einen Höchststand von 1.700 Personen erreichen.

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Die Ankunft dieser außergewöhnlich großen Gruppe erfordert besondere organisatorische Vorkehrungen. Die aragonesischen Behörden haben bestätigt, dass direkt in der Nähe der Gigafactory eine vorübergehende Wohnanlage errichtet wird, um die chinesischen Arbeiter für die Dauer der Bauarbeiten unterzubringen. Die Regionalregierung betont, dass alle Verwaltungsverfahren und arbeitsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden, um einen raschen Baufortschritt zu gewährleisten, ohne den industriellen Zeitplan zu verzögern.

Ein entscheidendes Werk für die europäischen Fahrzeuge von Stellantis

Dieses Projekt umfasst eine Investition von 4,1 Milliarden Euro und eine Produktionskapazität von 50 GWh pro Jahr, was bei Volllastbetrieb des Werks etwa einer Million Batterien pro Jahr entspricht. Das Joint Venture Contemporary Star Energy (CSE), das zu gleichen Teilen Stellantis und CATL gehört, wird anschließend fast 4.000 lokale Mitarbeiter ausbilden, die den Betrieb des Standorts gewährleisten werden. Sobald das Werk den Betrieb aufnimmt, wird es zu einem der wichtigsten europäischen Produktionszentren für LFP-Batterien – eine Technologie, die kostengünstiger ist als NMC-Batterien und von Stellantis nun bevorzugt wird, um seine Elektrofahrzeuge einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Für die Modelle des Konzerns steht viel auf dem Spiel. Dieses Werk soll insbesondere die Batterien für den neuen elektrischen Fiat 500 liefern, der für 2027 erwartet wird, aber auch andere Kompaktfahrzeuge versorgen, die auf den Elektroplattformen von Stellantis (Opel, Leapmotor, …) produziert werden.

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Das Symbol für den industriellen Wandel in Europa

Abgesehen von den Zahlen verdeutlicht dieser massive Zustrom chinesischer Fachkräfte den tiefgreifenden Wandel, den die europäische Automobilindustrie derzeit durchläuft. Nachdem Stellantis lange Zeit versucht hatte, mit ACC eine eigenständige Batteriesparte aufzubauen, stützt sich das Unternehmen nun auf das Know-how des Weltmarktführers CATL, um den Umstieg auf LFP-Batterien zu beschleunigen.

Auch der Zeitplan hat sich geändert. Während ursprünglich ein Produktionsstart Ende 2026 vorgesehen war, werden die ersten Produktionen nun für die ersten Monate des Jahres 2027 erwartet. Wenn dieser Zeitplan eingehalten wird, wird Figueruelas schnell zu einem der wichtigsten europäischen Standorte für die Batterieproduktion werden – ein strategisch wichtiger Standort für die elektrische Zukunft von Stellantis … und für die nächste Generation des Fiat 500.

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