
Stellantis setzt seinen spektakulären Rückzug vom US-Markt fort. Während der Konzern in Europa seine Elektrifizierungsstrategie weiterverfolgt, sieht der Trend in den Vereinigten Staaten ganz anders aus. Nachdem die HEMI-V8-Motoren bei Ram wieder auf den Markt gebracht, und dann eingegeben ein immer leistungsstärkerer Hurricane-Sechszylinder Mit dem neuen Dodge Charger steht der Hersteller kurz davor, einen neuen Meilenstein zu setzen. Der V8 wird tatsächlich unter die Motorhaube des neuen Charger zurückkehren, und diesmal handelt es sich nicht mehr nur um ein Gerücht. Ein internes Dokument von Stellantis hat soeben besonders interessante Informationen veröffentlicht.
Ein internes Dokument bestätigt die Rückkehr des V8 im Jahr 2028
Seit mehreren Monaten mehrten sich die Gerüchte um die Rückkehr des V8 bei Stellantis. Wir hatten insbesondere die Möglichkeit eines neuen 5,2-Liter-Motors angesprochen, der möglicherweise im amerikanischen Werk in Trenton entwickelt wird. Doch letztendlich scheint ein Motor, der Dodge-Fans bestens bekannt ist, sein Comeback vorzubereiten.

Das US-amerikanische Medium MoparInsiders hat ein internes Dokument von Stellantis in die Hände bekommen, in dem die für den Dodge Charger des Modelljahres 2028 geplanten Motorisierungen detailliert aufgeführt sind. Unter den verschiedenen Konfigurationen sticht eine besonders interessant hervor: der 6,2-Liter-HEMI-V8-Motor in Kombination mit dem Achtgang-Automatikgetriebe ZF 8HP95. Es handelt sich also um den berühmten HELLCAT-Motor, der mit dem Auslaufen der vorherigen Generation aus dem Charger verschwunden war. Das Dokument erwähnt sogar zwei Konfigurationen: einen zweitürigen Charger (LB29) und einen viertürigen Charger (LB49), beide mit Hinterradantrieb.
Natürlich hat Stellantis diesen Motor noch nicht offiziell angekündigt, und die Produktionspläne können sich noch ändern. Doch diesmal handelt es sich nicht mehr nur um bloße Gerüchte: Der V8 ist schwarz auf weiß in einem internen Planungsdokument für 2028 vermerkt.
Ein V8 als Ergänzung zu einer ohnehin schon sehr leistungsstarken Modellpalette
Diese Rückkehr ist umso überraschender, als Stellantis mit dem Sechszylinder-Reihenmotor „Hurricane“ offenbar bereits einen Ersatz für den V8 gefunden hatte. Der neue Dodge Charger, der auf der STLA-Large-Plattform entwickelt wurde, kam zunächst als vollelektrische Version 100 % auf den Markt, bevor auch Verbrennungsmotoren zum Einsatz kamen. Für das Jahr 2028 erwähnt das Dokument weiterhin die Elektroversion, aber auch drei Varianten des 3,0-Liter-Sechszylinder-Biturbo: 420 PS, 550 PS und sogar 600 PS, wobei letztere Leistung kürzlich für den Charger Super Bee angekündigt wurde.


Warum sollte man bei einer solchen Leistung den V8 wieder einführen? Ganz einfach, weil amerikanische Kunden nicht nur auf Leistungszahlen achten. Der Klang, der mechanische Charakter und das Image des HEMI sind nach wie vor wichtige Argumente für Liebhaber von Muscle-Cars. Die Leistung dieses zukünftigen Dodge Charger HELLCAT ist noch nicht bekannt. Zum Vergleich: Der 6,2-Liter-V8-Kompressormotor des Ram 1500 SRT TRX des Modelljahres 2027 leistet 777 PS.
Eine Information, die auch Maserati betrifft?
Abgesehen von der Rückkehr des V8 bei Dodge liefert dieses Dokument eine weitere wichtige Information: Die STLA-Large-Plattform bietet also Platz für einen imposanten HEMI-V8, der mit einem ZF-Getriebe kombiniert ist, das ein besonders hohes Drehmoment verkraften kann.
Das ist interessant, da diese Architektur auch für andere Modelle der Stellantis-Gruppe zum Einsatz kommen soll … vor allem in den USA. Es wäre undenkbar, sich diesen amerikanischen V8 unter der Motorhaube eines zukünftigen Alfa Romeo vorzustellen. Die italienische Marke wird den Vorzug geben ein V6-Hybridantrieb, der erstmals im CuoreRosso-Konzept vorgestellt wurde für sein künftiges Modell im D-Segment. Ein Ansatz, der sich deutlich von dem in den USA unterscheidet, wo Stellantis nun offenbar auf Fahrzeuge mit großem Hubraum setzt, ohne dabei unbedingt auf Elektrifizierung zurückzugreifen.
Doch es gibt noch einen weiteren italienischen Hersteller, der an der Rückkehr des V8 interessiert sein könnte: Maserati. Wir haben kürzlich darüber berichtet die Aussagen von Davide Danesin, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Maserati, der erklärte, dass seine Teams technisch bereit seien, einen neuen Achtzylinder einzuführen. Seiner Meinung nach hängt die Entscheidung nun im Wesentlichen von der Strategie von Stellantis ab.

Es bleibt abzuwarten, welcher Motor zum Einsatz kommen könnte. Der Verantwortliche hatte deutlich gemacht, dass die amerikanischen HEMI-V8-Motoren für die aktuellen Maserati-Plattformen zu groß seien. Eine kompaktere Lösung, die möglicherweise auf der Architektur des V6 Nettuno basiert, scheint daher eher denkbar. Die Entwicklung eines neuen V8 ist jedoch mit erheblichen Investitionen verbunden. Und die Geschichte von Stellantis hat bereits gezeigt, dass amerikanische Motoren den Atlantik überqueren können, wie das Beispiel des V6 Pentastar belegt. Wenn Maserati wirklich wieder einen V8 anbieten wollte: Wäre es dann einfacher, dem V6 Nettuno zwei Zylinder hinzuzufügen, oder einen amerikanischen V8 anzupassen … Fortsetzung folgt!