
Es gibt perfekt inszenierte “Lecks” ... und dann gibt es solche, die eher wie ein kleines Versehen aussehen. Auf dem Parkplatz des Stellantis-Werks in Kenitra, Marokko, wurde ein lang erwartetes Fiat-Modell ohne jegliche Tarnung fotografiert. Ja, ohne alles. So konnte die Öffentlichkeit den allerersten klaren Blick auf den zukünftigen Fastback-SUV der italienischen Marke werfen.
Das Bild, das vom Instagram-Konto Motocar.insights weitergeleitet wurde, bestätigt, was die getarnten Prototypen bereits seit einigen Monaten andeuteten: Fiat plant tatsächlich ein SUV-Coupé mit einem selbstbewussten Design.
Ein Design, das der neuen Fiat-Ära treu bleibt
Auf den ersten Blick ist es schwierig, keine Verbindung zum Großen Panda herzustellen. Dieser zukünftige Fastback-SUV übernimmt eindeutig die neuen Stilcodes von Fiat. Im Profil ist die Silhouette unmissverständlich. Die abfallende Dachlinie bestätigt die “Coupé”-Positionierung, mit einer klaren Inspiration von Premium-Fastback-SUVs ... aber in einer viel zugänglicheren Interpretation.

Das Design des Hecks ist ebenso ausgefeilt. Ein horizontaler schwarzer Streifen verbindet die Scheinwerfer - ein Detail, das in der heutigen Automobilbranche zum Markenzeichen geworden ist - und ein kleiner Spoiler verleiht dem Heck Dynamik. Das Ganze ist modern und vor allem im Einklang mit der jüngsten visuellen Strategie von Fiat.
Fiat Grizzly Fastback: Ein Name wird immer klarer
Bisher war dieses Modell unter den Codenamen “Fastback” oder auch “Giga Panda” bekannt, doch nun werden die Dinge viel klarer. Alles deutet darauf hin, dass Fiat auf eine Doppelbezeichnung hinarbeitet:
- Fiat Grizzly für die klassische SUV-Version
- Fiat Grizzly Fastback für diese Coupé-Variante
Eine logische Strategie, die es der Marke ermöglicht, ein und dasselbe Modell in zwei Silhouetten anzubieten und dabei eine starke, auf Tiernamen basierende Identität beizubehalten.
Ein Familien-SUV ... aber erschwinglich
Hinter seinem dynamischeren Stil bleibt der Grizzly Fastback ein Fahrzeug, das für den Familiengebrauch gedacht ist. Mit einer Länge von etwa 4,4 bis 4,5 Metern wird er sich im C-Segment oberhalb des Fiat Grande Panda.
Er wird auf der Smart Car-Plattform (STLA Smart) basieren, die bereits innerhalb der Stellantis-Gruppe verwendet wird. Unter der Motorhaube sollen die bekannten Motoren zu finden sein: ein 1,2-Liter-Benzinmotor, eine Hybridversion und eine 100 % Elektroversion, die eine Reichweite von bis zu 400 km erreichen kann.
Der Innenraum, der ebenfalls indirekt über frühere Leaks zu sehen war, sollte auf einen modernen Ansatz setzen, der höherwertiger ist als der des Fiat Grande Panda: kompakte digitale Instrumente, ein großer zentraler Bildschirm und das Vorhandensein physischer Bedienelemente, um die Bedienung einfach zu halten.
Der wahre Schock: Ein Preis unter 20.000 €
Aber wo Fiat besonders hart zuschlagen könnte, ist bei der Preispositionierung. Das erklärte Ziel ist klar. Unseren Informationen zufolge will Fiat diesen SUV, ob Grizzly oder Grizzly Fastback, zu einem Einstiegspreis von unter 20.000 Euro anbieten. Ein äußerst aggressiver Preis für ein Fahrzeug dieser Größe und mit einer solchen Silhouette. Mit anderen Worten: Fiat könnte es gelingen, ein Konzept zu demokratisieren, das bislang weitaus teureren Modellen wie den Premium-SUV-Coupés vorbehalten war.
Ob es sich nun um einen echten Fehler oder ein geschickt geduldetes Leck handelt, dieser ungetarnte Auftritt ändert die Lage. Das Geheimnis um das Design ist nun gelüftet, und Fiat zeigt, dass es bereit ist, bei der Erneuerung seiner Modellpalette Gas zu geben.