Der neue SUV Fiat Grizzly versteckt sich nicht mehr und ist bereit für den Kampf gegen Dacia und Renault, ab 20.000 €.

Fiat tritt in eine neue Phase ihrer Geschichte ein. Nachdem die italienische Marke ihre Produktpalette lange Zeit auf kleine Stadtautos wie den Panda und den 500 konzentriert hatte, bereitet sie nun eine weitaus ehrgeizigere Offensive im Segment der Familien-SUVs vor. Und die Zukunft Fiat Grizzly ist wahrscheinlich das beste Symbol dafür.

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Seit einigen Wochen häufen sich die Auftritte des Models. Zuerst gesichtet in Marokko auf einem Parkplatz, Nachdem der italienische SUV auf dem Investorentag von Stellantis teilweise enthüllt worden war, wurde er nun ohne jegliche Tarnung bei einem Werbedreh in der Nähe von Rom entdeckt. Die Fotos wurden im italienischen Forum Autopareri geteilt. Diesmal gibt es keinen Zweifel mehr: Fiat ist bereit, ein strategisches Fahrzeug auf den Markt zu bringen, das sich direkt an Marktreferenzen wie den Dacia Duster oder den Renault Arkana heranmachen soll.

Fiat will endlich wieder zu den Familien

Jahrelang hat Fiat vor allem die städtischen Segmente mit einfachen, kompakten und erschwinglichen Autos dominiert. Doch der europäische Automobilmarkt hat sich grundlegend verändert. Heute machen SUVs einen enormen Anteil der Verkäufe aus, und Familien wünschen sich mehr Platz, Variabilität und eine erhöhte Sitzposition.

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Mit dem Grizzly will Fiat eindeutig wieder in diesen Kampf eingreifen. Das Modell wird auf der Smart Car-Plattform basieren, die bereits von mehreren Fahrzeugen der Stellantis-Gruppe genutzt wird, darunter der Citroën C3 Aircross und der Opel Frontera. Eine technische Basis, die es Fiat ermöglicht, kontrollierte Kosten anzubieten und gleichzeitig eine aggressive Preispositionierung beizubehalten.

Unseren Informationen zufolge wird der italienische Hersteller voraussichtlich einen Startpreis von rund 20.000 € bekannt geben, was für einen 4,4 Meter langen SUV ein besonders günstiger Preis ist. Genau hier will der Grizzly wehtun: Er soll mehr Stil und Image als ein Duster bieten, aber dennoch erschwinglich bleiben.

Zwei Silhouetten, um möglichst viele Kunden anzusprechen

Fiat plant, nicht nur einen Grizzly, sondern zwei unterschiedliche Varianten anzubieten. Die erste Variante hat die klassische Silhouette eines Familien-SUV, die dem C3 Aircross ähnelt. Die zweite Variante, der Grizzly Fastback, wird eine dynamischere Linie mit einer ausladenden Dachlinie haben, die von erfolgreichen SUV-Coupés inspiriert ist. Genau diese Fastback-Version wurde kürzlich in Italien bei Dreharbeiten für einen Werbespot gesichtet. Die Fotos zeigen ein fast fertiges Fahrzeug mit einer nunmehr sehr klaren visuellen Identität.

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Die Frontpartie zeigt die neue, vom Fiat Grande Panda eingeführte Lichtsignatur mit einem horizontalen LED-Streifen, der die Scheinwerfer verbindet, und versetzten Leuchtelementen. Die Heckpartie übernimmt das gleiche grafische Thema mit gestreckten Leuchten und einem schwarzen Streifen, der die Breite des Fahrzeugs betont.

Ein globaler SUV wird in Marokko produziert

Obwohl Fiat weiterhin seine italienische Identität betont, wird der zukünftige Grizzly im Stellantis-Werk in Kenitra, Marokko, produziert werden. Ein Werk, das aufgrund seiner wettbewerbsfähigen Produktionskosten und seiner Fähigkeit, Modelle für mehrere internationale Märkte herzustellen, für den Konzern von entscheidender Bedeutung geworden ist.

Der Grizzly wird übrigens nicht nur für Europa gedacht sein. Wie der Große Panda soll er eine weltweite Karriere machen, mit großen Ambitionen in Südamerika, im Nahen Osten und in mehreren Schwellenländern. Markendirektor Olivier François will die Marke eindeutig als eine der Säulen des europäischen Aufschwungs von Stellantis neu positionieren, und der Grizzly wird bei dieser Mission eine zentrale Rolle spielen.

Fiat Grizzly Fastback
Fiat Grizzly Fastback

Benzin, Hybrid und Elektro: Fiat zieht alle Register

Unter der Motorhaube geht Fiat keine unnötigen Risiken ein. Der Grizzly wird die bereits bekannten Motorisierungen der Smart Car-Plattform übernehmen. Die Einstiegsvariante dürfte der 1,2-Liter-Benzinmotor mit 100 PS sein, während eine 145 PS starke Mildhybridversion das Herzstück der Modellreihe bilden wird. Letztere verspricht mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,5 Sekunden bereits eine sehr ordentliche Leistung.

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Fiat wird voraussichtlich auch eine elektrische 100 %-Version mit einem 113-PS-Motor anbieten. Eine Variante, die es dem Hersteller ermöglichen würde, auf dem BEV-Markt präsent zu bleiben, auch wenn die Reichweite aufgrund einer Batterie mit ca. 54 kWh relativ begrenzt bleiben könnte.

Der Grizzly könnte eines der wichtigsten Fiat-Modelle der nächsten Jahre werden

Der von Fiat gewählte Zeitpunkt ist kein Zufall. Das Segment der erschwinglichen Kompakt-SUVs ist heute eines der umkämpftesten in Europa, aber auch eines der profitabelsten. Der Dacia Duster dominiert dank seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses, während Renault versucht, mit höherwertigen Modellen wie dem Fastback-SUV Renault Arkana zu überzeugen.

Fiat möchte nun eine italienische Alternative anbieten, die Stil, Modularität und Erschwinglichkeit miteinander verbinden kann. Der Grizzly wird in den kommenden Monaten offiziell vorgestellt, wahrscheinlich auf dem Pariser Autosalon 2026. Eines scheint jedoch bereits jetzt klar zu sein: Fiat will nicht mehr nur mit Kleinwagen überleben. Mit diesem neuen SUV will die italienische Marke wieder zu einer festen Größe auf dem europäischen Markt werden.

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