
Vor etwa einem Monat hat der Besitzer des allerersten De Tomaso P72 der R-Reiheerhielt endlich die Schlüssel für sein Auto, nach fast sieben Jahren Wartezeit seit Beginn der Vorbestellungen im Jahr 2019. Seitdem scheint er sich – anstatt das Fahrzeug sicher in einer Privatsammlung zu verwahren – dazu entschlossen zu haben, dieses außergewöhnliche Exemplar in vollen Zügen zu genießen. Nach Deutschland wurde der exklusive P72 «Aurelian Night» nun auch in Monaco gesichtet und bietet Liebhabern damit eine neue Gelegenheit, eines der derzeit seltensten Autos zu bewundern.
Von Frankfurt nach Monaco: Ein P72, der nicht stillsteht
Wenn De Tomaso Als Anfang Juni der erste P72 für einen Kunden vorgestellt wurde, gingen viele davon aus, dass er schnell in einer klimatisierten Garage verschwinden würde. Doch dem ist letztlich nicht so.
Nur wenige Tage nach der Auslieferung war dieser P72 bereits in München gesichtet worden, bevor er Ende Juni auf den Straßen von Frankfurt für Aufsehen sorgte. Bei jedem Auftritt wiederholte sich das gleiche Bild: Passanten blieben wie angewurzelt stehen, zückten ihre Smartphones und Autofahrer waren fasziniert von dieser Silhouette, die direkt aus den 24 Stunden von Le Mans der 1960er Jahre zu stammen schien.


Einen Monat später setzt dasselbe Fahrzeug seine Reise fort. Diesmal geht es ins Fürstentum Monaco, wo mehrere Videos zeigen, wie der Supersportwagen gemächlich zwischen den Luxushotels und den außergewöhnlichen Autos hin- und herfährt, die normalerweise die Straßen Monacos bevölkern. Er ist unverkennbar: Das deutsche Kennzeichen EI DT72 ist tatsächlich dasselbe wie bei seinen früheren Auftritten.



Ein rollendes Kunstwerk, das alle Blicke auf sich zieht
Selbst in Monaco, wo Ferrari, Bugatti und Pagani fast schon zum Stadtbild gehören, bleibt der De Tomaso P72 nicht unbemerkt. Seine Karosserie in der Farbe „Aurelian Night“ – ein tiefes Blau, das den Übergang vom Tag zur Nacht symbolisieren soll – verändert je nach Lichteinfall ihr Erscheinungsbild völlig. Die zahlreichen handpolierten Elemente aus Roségold – von den Felgen über die Außenspiegel bis hin zu den Zierleisten und Karosseriedetails – unterstreichen seine Einzigartigkeit noch zusätzlich.

Der P72, der direkt vom legendären De Tomaso P70 inspiriert ist, zeichnet sich durch sehr organische Formen aus, mit großzügig geschwungenen Kotflügeln, einem schmalen Cockpit und Proportionen, die sich deutlich von denen moderner Hypercars abheben. Er ist mehr als nur eine Demonstration von Leistung – er wirkt wie eine echte Skulptur in Bewegung.
Sieben Jahre Wartezeit für 72 Autos
Der De Tomaso P72, der 2019 auf dem Festival of Speed in Goodwood vorgestellt wurde, erforderte eine besonders lange Entwicklungszeit, bevor er an die ersten Kunden ausgeliefert wurde. Die Auslieferungen begannen erst 2026, fast sieben Jahre nach den ersten Vorbestellungen.
Hinter dieser Neo-Retro-Karosserie verbirgt sich jedoch eine durch und durch moderne Technik. Sein von Ford stammender, von Roush Performance getunter 5,0-Liter-V8-Kompressormotor leistet rund 700 ch und 820 Nm Drehmoment, die über ein äußerst seltenes Sechsgang-Schaltgetriebe ausschließlich auf die Hinterräder übertragen werden.
Mit einer Auflage von nur 72 Exemplaren war dem P72 bereits vor seiner Markteinführung eine Zukunft als Oldtimer sicher. Doch sein erster Besitzer scheint ihm ein ganz anderes Schicksal zugedacht zu haben: das eines Autos, das dafür gemacht ist, gefahren zu werden, gesehen zu werden und der Öffentlichkeit ein Stück der wiederauflebenden Geschichte von De Tomaso näherzubringen. Nach München, Frankfurt und nun Monaco ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser erste P72 weiterhin überall, wo er auftaucht, für Gesprächsstoff sorgen wird.
