
Nach « Euforia » und « Brado-Küste », ist gerade ein neuer Totem GT Super auf die Straße gekommen. Diese für einen Kunden geschaffene Kreation mit dem Namen «Desideria» hat sich für einen besonders passenden Rahmen für einen ihrer ersten öffentlichen Auftritte ausgesucht: das Tutto Bene Hillclimb 2026. Die am 9. September stattfindende italienische Veranstaltung bringt Oldtimer, Restomods, Rennwagen und Supersportwagen unter einer einfachen Regel zusammen: keine Zeitmessung, sondern Autos, die zum Fahren gemacht sind. Und auf den neun Kilometern der Mottarone-Strecke mit fast 800 Metern Höhenunterschied ist der neue GT Super ganz sicher nicht stehen geblieben.
Eine «Desideria» ganz in Grün und Bronze
Wie jeder GT Super aus dem Individualisierungsprogramm von Totem Automobili, «Desideria» hat ihre ganz eigene Identität. Die Bilder lassen diesmal eine besonders elegante Gestaltung erkennen, mit einer metallisch-grünen Karosserie, deren Farbnuancen sich je nach Lichteinfall stark verändern.



Die Silhouette ist auf den ersten Blick erkennbar. Der Totem greift die Proportionen des von Bertone in den 1960er Jahren entworfenen Alfa Romeo Giulia Sprint GT auf, verwandelt sie jedoch grundlegend durch eine moderne Karosserie und eine Struktur aus Kohlefaser. Die stark geschwungenen Kotflügel, die vier runden Scheinwerfer und der dreieckige Kühlergrill erinnern somit an Alfa Romeo, ohne jedoch eine originalgetreue Nachbildung einer alten Giulia anzustreben.




«Desideria» kombiniert ihre grüne Lackierung mit bronzefarben schimmernden Felgen. Am Heck rahmen die winzigen, runden Leuchten mit ringförmiger Lichtsignatur ein besonders schlichtes Heck ein, während die beiden Auspuffendrohre daran erinnern, dass dieser GT keineswegs nur ein reines Ausstellungsstück ist.
Ein spektakulärer Innenraum
Der Innenraum bildet einen krassen Kontrast zur Karosserie. Totem hat sich für eine Polsterung in Cognac- und Orangetönen entschieden, kombiniert mit dunklen Elementen und zahlreichen bronzefarbenen Metallteilen.



Die kreisförmige Instrumententafel, die fast schon skulptural anmutenden Lüftungsdüsen und das perforierte Dreispeichenlenkrad sorgen für ein Ambiente wie in den 1960er Jahren. Doch das Detail, das sofort ins Auge fällt, ist der Schalthebel des Sechsgang-Schaltgetriebes, der auf einem spektakulären Metallgitter montiert ist und von einem transparenten Schaltknauf mit grünen Nuancen gekrönt wird.



Selbst die unscheinbarsten Details wurden sorgfältig ausgearbeitet: gefräste Bedienelemente, Oberflächenstrukturen, Ziernähte oder auch sichtbare mechanische Elemente. Ein Ansatz, der bereits bei den früheren GT Super-Modellen zu finden war, jedoch mit einer für «Desideria» typischen Kombination aus Materialien und Farben.
Im Stil der 1960er Jahre, 640 PS
Hinter dieser Karosserie im Retro-Stil verbirgt sich nämlich die gleiche Technik, die bereits in den letzten GT Super-Modellen zum Einsatz kam. Der gemeinsam mit Italtecnica entwickelte «Gloria»-Motor ist ein 2,8-Liter-V6-Biturbo, der 640 PS und 655 Nm leistet. Die gesamte Leistung wird über ein Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Hinterräder übertragen.

Mit seiner Karbon-Monocoque-Karosserie und einem Gewicht von rund 1.180 kg beschleunigt der GT Super in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Fahrleistungen eines modernen Supersportwagens in einem Auto, dessen Linienführung mehr als sechzig Jahre zurückzuliegen scheint.



Das Tutto Bene Hillclimb war daher wahrscheinlich einer der besten Orte, um «Desideria» vorzustellen. Während ein traditioneller Wettbewerb das Auto einfach auf einer Wiese stehen gelassen hätte, entschied sich Totem dafür, es den Mottarone hinaufklettern zu lassen. Eine ziemlich überzeugende Art, ein 640-ch-Auto an seinen Besitzer zu übergeben.
Totem hat gerade ein Video seines neuen GT Super mit dem Italtecnica-V6 veröffentlicht – das ist ein echter Genuss! https://t.co/QJKrk8xPEs pic.twitter.com/2aaxRxMLJS
- Italpassion (@italpassion) 10. September 2026