
Vor ein paar Tagen wir in den USA das spektakuläre Totem GT Super «Euforia» wiederfinden», der anlässlich der Monterey Car Week von Italien nach Kalifornien gereist war. Doch offenbar hatte er den Atlantik nicht allein überquert. In Pebble Beach nutzte Totem Automobili die Veranstaltung «The Quail», um einen weiteren, für einen Kunden bestimmten GT Super zu enthüllen: den „Litorale Brado“, das 32. Exemplar dieser modernen Neuinterpretation des Alfa Romeo Giulia GT aus den 1960er Jahren.
Und nach den goldenen und warmen Farbtönen von ’Euforia« folgt nun ein radikaler Stimmungswechsel. Diese neue Kreation setzt auf eine deutlich düsterere, fast schon geheimnisvolle Gestaltung, ohne dabei die für das italienische Modell charakteristische Eleganz zu verlieren.
Ein GT Super, der «weit über den Katalog hinaus» konzipiert wurde»
Wie so oft bei Totem Automobili, alles beginnt mit den Wünschen des Besitzers. «Litorale Brado» entstand im Rahmen des Individual-Programms des Herstellers, und die Vorgaben waren besonders klar: einen GT Super mit unauffälligem Erscheinungsbild zu entwerfen, ohne dabei die Eleganz seiner Silhouette zu beeinträchtigen.



Die Karosserie aus Kohlefaser erhält somit eine dreischichtige Lackierung in der Farbe «Big Sur Green». Ein tiefes Grün, das besonders gut zu diesem ersten Auftritt in Kalifornien passt, das je nach Lichteinfall unterschiedliche Nuancen zeigt und die direkt vom Alfa Romeo Giulia Sprint GT inspirierten Kurven unterstreicht.
Totem kombiniert dies mit zahlreichen Elementen in satiniertem Gunmetal, sowohl außen als auch im Innenraum. Zum ersten Mal erhält der GT Super zudem spezielle zweifarbige Felgen. Auch Carbon ist allgegenwärtig, mit einer satinierten Oberfläche, ergänzt durch ein «Totem Classic Design»-Geflecht, das auf allen vertikalen Carbonflächen angebracht ist. Einige Akzente durchbrechen jedoch diese Zurückhaltung. So wurde insbesondere die italienische Flagge von Hand auf die Seitenschweller sowie auf den Motorraum aufgemalt. Ein winziges Detail im Maßstab des Fahrzeugs, das jedoch sofort an seine Herkunft erinnert.

Braunes Leder, Carbon und maßgefertigte Details
Auch im Innenraum setzt sich diese Verbindung von Tradition und Moderne fort. Die Sitze sind mit einer Kombination aus braunem Leder und hellem Stoff bezogen, während Carbon mit einer Vielzahl metallener Bedienelemente kontrastiert. Auch das Lenkrad vereint Leder, Carbon und Metall.



Der spektakuläre Schalthebel des Sechsgang-Schaltgetriebes nimmt nach wie vor einen zentralen Platz ein. Um ihn herum bewahrt der Totem diese bewusst mechanisch anmutende Atmosphäre mit physischen Bedienelementen und einer Instrumentierung, die an einen Oldtimer erinnern, ohne ihn jedoch nachzuahmen.


Eine Philosophie, die sich überall an diesem GT Super widerspiegelt: Das Ziel besteht nicht darin, einen Alfa Romeo aus den 1960er Jahren zu restaurieren, sondern sich vorzustellen, wie sich ein solches italienisches Coupé mit moderner Technik hätte entwickeln können.
Nach wie vor ein V6 mit 640 ch unter der Motorhaube
Hinter ihrem modernisierten Giulia-GT-Erscheinungsbild verbirgt sich beim «Litorale Brado» somit eine weitaus leistungsstärkere Technik. Der GT Super wird vom «Gloria»-Motor angetrieben, einem 2,8-Liter-V6-Biturbo, der von Italtecnica. Er leistet 640 ch und liefert ein Drehmoment von 655 Nm, das über ein Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Hinterräder übertragen wird.


Mit seiner Monocoque-Karosserie aus Carbonfaser und einem Gewicht von rund 1.180 kg beschleunigt der Totem GT Super in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Leistung eines Supersportwagens verbirgt sich hinter einer Silhouette, die vor über sechzig Jahren entworfen wurde. Nach «Euforia» bot die Monterey Car Week somit die Gelegenheit, eine zweite Facette des GT Super zu entdecken. Und da nur 40 Exemplare geplant sind, von denen jedes individuell angepasst werden kann, bestätigt «Litorale Brado» vor allem, dass es schwierig sein wird, zwei vollkommen identische Totem-Modelle aneinandertreffen zu lassen.

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- Italpassion (@italpassion) 16. August 2026