Stellantis hat den V8 abgeschafft, ihn dann als Hybrid wieder eingeführt und verzichtet nun auf die Hybridisierung: Der Rückschritt geht weiter

Vor etwas mehr als einem Jahr feierte der V8-HEMI sein Comeback bei Stellantis Dies galt bereits als spektakuläre Strategieänderung. Nun geht die US-Sparte des Automobilkonzerns noch einen Schritt weiter: Nachdem Ram seinen 5,7-Liter-V8 mit einer eTorque-Mild-Hybrid-Technologie wieder eingeführt hat, wird das Unternehmen die Hybridisierung nun schrittweise abschaffen. Eine Entscheidung, die wahrscheinlich den Erwartungen eines Teils der amerikanischen Kundschaft entspricht, aber Fragen zur Dekarbonisierungsstrategie des Konzerns aufwirft.

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Der V8-HEMI-Motor wird wieder vollständig mit Verbrennungsmotor betrieben

Nun ist es offiziell. Ram hat gegenüber MoparInsiders bestätigt, dass der mit dem eTorque-System ausgestattete 5,7-Liter-HEMI-V8 ab Beginn des Modelljahres 2027 schrittweise durch eine Version ohne Hybridantrieb ersetzt wird.

Einige Ram 1500 des Modelljahres 2027 werden während der industriellen Umstellungsphase noch mit dem eTorque-System produziert, bevor der herkömmliche Motor flächendeckend zum Einsatz kommt. Diese Umstellung ist nicht unerheblich. Das eTorque-System basiert auf einem riemengetriebenen Motor-Generator, der mit einer 48-V-Batterie kombiniert ist. Das System ermöglicht insbesondere die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen, die Umsetzung der Start-Stopp-Funktion und die punktuelle Unterstützung des Verbrennungsmotors.

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All das wird verschwinden. Der V8 behält jedoch seine Zylinderabschaltung bei, sodass er bei geringem Leistungsbedarf mit vier Zylindern betrieben werden kann. Seine Leistung wird weiterhin mit 395 ch angegeben.

Die Hybridisierung hatte vor allem dazu beigetragen, den V8 schnell wieder einzuführen

Diese Entscheidung wirft auch ein interessantes Licht auf die überstürzte Rückkehr des HEMI. Im Juni 2025 berichteten wir, dass Stellantis den 5,7-Liter-V8 mit eTorque wieder auf den Markt gebracht hatte, nachdem zugegeben zu haben, dass es ein Fehler war, ihn aus dem Ram 1500 zu streichen. Ein eigens dafür zusammengestelltes Ingenieurteam hatte damals in nur sechs Monaten die notwendigen Arbeiten durchgeführt, um diese Mechanik wieder einzubauen.

Laut MoparInsiders gab es für die Entscheidung zugunsten des eTorque auch einen sehr pragmatischen Grund: Für diese Konfiguration lagen bereits Emissionsdaten, Kalibrierungen und Produktionsdaten vor, wodurch Ram die Wiedereinführung des Motors beschleunigen konnte. Die Hybridisierung erscheint daher heute eher als der schnellste Weg, den HEMI wieder auf den Markt zu bringen, denn als eine nachhaltige technische Ausrichtung.

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Immer mehr Auswahl – aber zu welchem Preis?

Für Stellantis wird die Strategie für den US-Markt besonders deutlich: Den Kunden wieder die Wahl zwischen verschiedenen Motorisierungen zu bieten. Der Ram 1500 wird somit mit Pentastar-V6-Motoren, Hurricane-Sechszylindern, aber auch mit mehreren HEMI-V8-Motoren bis hin zum spektakulären 6,2-Liter-Kompressormotor mit 777 ch erhältlich sein.

Aus geschäftlicher Sicht ist diese Logik nachvollziehbar. Nachdem Stellantis mehrere Jahre lang stark auf die Elektrifizierung seiner Modellpalette gesetzt hatte – was in den USA ein Misserfolg war –, versucht der Konzern nun, direkter auf die Erwartungen des Marktes einzugehen. Doch selbst den Mild-Hybrid-Antrieb eines 5,7-Liter-V8-Motors zu streichen, gibt dennoch Anlass zur Verwunderung. Es ist natürlich sehr unwahrscheinlich, dass dieser Motor jemals unter der Motorhaube eines Alfa Romeo oder eines Maserati zu finden sein wird, und selbst in Europa wird sein Einsatz eher eine Randerscheinung bleiben. Seine Entwicklung verdient es dennoch, verfolgt zu werden, da sie verdeutlicht, wie Stellantis nun seine globale Motorenpalette aufbaut.

Einerseits prüft Stellantis also weiterhin die Hybridisierung seiner Verbrennungsmotoren in Europa. Andererseits geht der Konzern in den USA sogar so weit, eine bereits vorhandene 48-V-Technologie aus seinem V8-Motor zu entfernen, um den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden.

Eine größere Auswahl könnte dazu beitragen, die Verkaufszahlen wieder anzukurbeln. Eine Frage bleibt jedoch offen: Wie weit ist Stellantis bereit, seinen Kurs zur Dekarbonisierung zu opfern, um dieses Ziel zu erreichen? Denn nach der Rückkehr des V8 ist die Rückkehr des V8 ohne Hybridantrieb ein weiteres Signal. Und dieses Signal geht eindeutig nicht im Sinne der Zeit, und es wirkt wie ein verzweifelter Versuch von Stellantis, die RAM-Verkäufe in den USA wieder anzukurbeln – koste es, was es wolle!

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Quelle: Car Industry Analysis
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1 bewertungen auf "Stellantis a supprimé le V8, puis l’a ramené en hybride, et retire maintenant l’hybridation : le retour en arrière continue"

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