Stellantis hat seinen Ersatz für den PureTech gewählt... es wird genau dieser Fiat-Motor sein

Seit mehreren Monaten häuften sich die schwachen Signale. Die Rückkehr des DieselsDie Verlängerung des FireFly-MotorsDie Investitionen in Termoli... alles Hinweise, die darauf hindeuteten, dass Stellantis gerade dabei war, ihre Motorenstrategie grundlegend zu überarbeiten.

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Doch dieses Mal sind Zweifel fast nicht mehr erlaubt. Laut Informationen aus Brasilien soll der Konzern eine globale Entscheidung getroffen haben: Er wird den 1.2L EB2-Motor (PureTech/Turbo 100/TGEN3...) nach und nach aufgeben und stattdessen Fiat GSE Turbo-Motoren mit Steuerkette verwenden. Eine keineswegs unbedeutende Entscheidung, die ein klares Ziel verfolgt: das in den letzten Jahren angeschlagene Image der Zuverlässigkeit wiederherzustellen.

PureTech im Visier

Der 1.2 PureTech-Motor, der lange Zeit als Eckpfeiler der europäischen Wärmestrategie von Stellantis angepriesen wurde, scheint heute auf dem Prüfstand zu stehen. Abgesehen von den bekannten Problemen mit dem Riemen stellt die gesamte Konzeption des Motors intern Fragen. Mit der Einführung der Euro-7-Norm werden die thermischen und mechanischen Belastungen noch weiter zunehmen, was die Nachrüstung teuer und technisch komplex macht. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht mehr als die sinnvollste Lösung, weiterhin massiv in diese Basis zu investieren.

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Das Comeback der Fiat GSE-Motoren

Angesichts dessen scheint Stellantis auf italienischer Seite mit den GSE-Motoren, die auch unter dem Namen FireFly bekannt sind, eine glaubwürdige Alternative gefunden zu haben. Diese Motoren, die lange Zeit als zweitrangig in der Organisation des Konzerns angesehen wurden, kehren heute wieder in den Mittelpunkt des Spiels zurück. Und diese Rückkehr hat nichts mit Symbolik zu tun: Sie stützt sich auf solide technische und industrielle Argumente.

In Brasilien haben sich diese Motoren bereits in großem Umfang bewährt. Allein im Jahr 2025 hat Fiat dort über 500.000 Fahrzeuge mit diesen Motoren zugelassen - ein Volumen, das viel über die industrielle Reife und die wahrgenommene Zuverlässigkeit aussagt. In den letzten Jahren wurden in Brasilien Millionen von Fiat-Fahrzeugen mit diesem Motor betrieben.

Der 1,3-Liter-GSE-Motor leistet in den lokalen Versionen bis zu 185 PS und 270 Nm Drehmoment, was weit über dem aktuellen Standard liegt. Der 1.5L GSE, der in Europa vor allem im Alfa Romeo Tonale eingesetzt wird, hat 175 PS. Auf dem Papier eine geringere Leistung, die jedoch nach Anpassung und Optimierung ein großes Potenzial aufweist.

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Euro 7 und Hybridisierung

Die eigentliche Herausforderung besteht nun darin, diese Motoren an die künftigen europäischen Normen anzupassen. Stellantis arbeitet derzeit an einer Weiterentwicklung der 1.3L- und 1.5L-GSE-Motoren, um sie mit Euro 7 kompatibel zu machen. Vor allem aber sollten diese Motoren mit Hybridsystemen kombiniert werden, die weiter fortgeschritten sind als die derzeitige Mikrohybridisierung.

Hier kommt ein weiteres strategisches Element ins Spiel: das elektrifizierte eDCT-Getriebe. Es wird unter anderem in Metz, Mirafiori und demnächst in Termoli produziert und könnte zu einem zentralen Element dieser neuen Generation von Hybridantrieben werden. Die Kombination aus einem robusten Verbrennungsmotor, einem leistungsstarken Turbo und einem effizienten elektrifizierten Getriebe würde die CO₂-Emissionen deutlich senken und gleichzeitig eine attraktive Leistung bieten.

Eine industrielle Rache Italiens

Abgesehen von den technischen Aspekten erzählt diese Entwicklung auch eine industrielle Geschichte. Bei der Fusion von PSA und FCA stellten sich viele eine dauerhafte Dominanz französischer Technologien vor. Mehrere Jahre lang war dies tatsächlich der Fall, mit einer schnellen Verbreitung der PureTech-Motoren in vielen Marken des Konzerns.

Doch die Marktrealität, die gesetzlichen Auflagen und die Herausforderungen im Bereich der Zuverlässigkeit scheinen heute die Karten neu zu mischen. Die italienischen Motoren, von denen man dachte, sie würden verschwinden, könnten schließlich im nächsten Jahrzehnt die Wärmebasis von Stellantis werden.

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Sollte sich diese Strategie bestätigen, würde sie einen wichtigen Wendepunkt markieren. Die künftigen europäischen Modelle des Konzerns könnten auf einer einfachen, aber kohärenten Architektur basieren: elektrifizierte GSE-Turbomotoren für Benzin, ein modernisierter Diesel für lange Strecken und Elektroantrieb, um das Angebot zu vervollständigen.

In diesem Szenario erscheinen der 1.3L und der 1.5L GSE, modernisiert, mit Turbolader und Hybridantrieb, als ideale Kandidaten, um die Anforderungen von Euro 7 zu erfüllen und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle zu halten. Eine komplexe Gleichung, die Stellantis nun offenbar auf der Grundlage einer bewährten technischen Basis lösen will.

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4 bewertungen auf "Stellantis a choisi son remplaçant au PureTech… ce sera précisément ce moteur Fiat"

  1. Es ist an der Zeit, denn der Mist von französischen und deutschen Motoren ist langweilig, außer man hat ein Abonnement «häufige und chronische Reparaturen beim Garagisten» abgeschlossen!

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  2. To late, first GSE cars will come in 2029-2030 ( peugeot 208 and 2008 replacement). Kein aktuelles Auto wird ein Upgrade erhalten. DS7 and Lancia Gamma will remain on 1.2 puretech until replacement comes in 8-9 years and will be 100% electric (2035 european electric mandate). Stellantis ist erledigt.

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