Stellantis räumt ein, dass China im Elektrobereich «zehn Jahre voraus» ist ... und zieht eine Schlussfolgerung, die in Europa noch für Diskussionen sorgen wird

Nach mehreren Jahren der Abwesenheit markiert die Pekinger Automobilmesse die strategische Rückkehr von Stellantis auf der chinesischen Bühne in den Vordergrund. Doch hinter den Konzeptfahrzeugen und Scheinwerfern war es vor allem eine ungewöhnlich luzide Rede, die die Aufmerksamkeit auf sich zog.

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In einem Interview mit dem chinesischen Medium Hubei Daily stellte Olivier Grégoire, Direktor von Stellantis für China und den asiatisch-pazifischen Raum, unumwunden fest, dass die Zukunft des Konzerns im Elektrobereich zwangsläufig in China liegen wird... und in lokalen Partnerschaften.

«China ist bei Elektroautos zehn Jahre voraus».»

Die Botschaft ist klar, für einen westlichen Hersteller fast brutal: Laut Stellantis dominiert China heute weitgehend den Sektor für Elektrofahrzeuge.

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«China ist dem Rest der Welt wahrscheinlich zehn Jahre voraus», erklärt Olivier Grégoire. Ein Vorsprung, der sich nicht auf die Fahrzeuge selbst beschränkt, sondern ein ganzes industrielles Ökosystem umfasst: Batterien, Motoren, eingebettete Elektronik, Softwarearchitekturen... Angesichts dieser Realität räumt der Konzern ein, dass er allein keinen Erfolg haben wird. «Wenn Sie nicht mit chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten, wird es sehr schwierig sein, im Bereich der Elektrofahrzeuge erfolgreich zu sein», räumt er ein. Diese Aussage steht im Gegensatz zu den eher protektionistischen Positionen, die in den letzten Jahren in Europa und den USA zu beobachten waren.

Zukünftige Modelle entworfen... mit China

Was die Strategie von Stellantis grundlegend verändert, ist der erklärte Wille, seine zukünftigen Fahrzeuge gemeinsam mit lokalen Akteuren zu entwickeln. Der Konzern will sich auf chinesische Partner stützen, um seine Entwicklung im Bereich der Elektrofahrzeuge zu beschleunigen und von einem Ökosystem zu profitieren, das heute als unumgänglich gilt. Zu den genannten Referenzen gehört insbesondere die Dongfeng Motor Corporation, ein historischer Partner des Konzerns.

Das Ziel ist klar: wettbewerbsfähige Modelle zu produzieren, die den lokalen Erwartungen entsprechen, aber auch in der Lage sind, international zu strahlen. In diesem Sinne könnten mehrere der in Peking vorgestellten Konzeptfahrzeuge in China industrialisiert werden, insbesondere in der Fabrik in Wuhan.

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Wuhan, industrielle Säule und Symbol der Zukunft

Die Verankerung von Stellantis in China ist nicht neu. Die Gruppe ist seit 1992 in der Region Wuhan vertreten, als sie ihr Joint Venture mit Dongfeng gründete. Heute ist dieses Gebiet zu einem der wichtigsten Automobildrehkreuze des Landes geworden und wird oft als das chinesische «Tal der Automobile» bezeichnet.

Für Stellantis bleibt Wuhan ein Schlüsselelement seiner industriellen Strategie. Der Konzern bestätigt seine Absicht, dort weiter zu investieren und seine zukünftigen elektrifizierten Modelle zu entwickeln. Stellantis hofft, den Rückstand aufholen zu können, indem er sich auf diejenigen stützt, die einen Vorsprung haben. Wir erinnern daran, dass Stellantis hat China 9 offizielle Besuche abgestattet, Innerhalb von acht Monaten hat sich die Zahl der Menschen, die sich in der Schweiz aufhalten, verdoppelt.

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