Maserati verzeichnet einen Rückgang um 37%, doch die Marke betont, dass genau das ihr Ziel war

Jahrelang, Maserati hat auf Absatzzahlen gesetzt. Das Ziel von 50.000 Fahrzeugen pro Jahr schien erreichbar, als der Ghibli, der Quattroporte und der Levante das Herzstück der Modellpalette bildeten. Dann durchlief die Marke eine schwierige Phase: veraltete Modelle, die nicht rechtzeitig ersetzt wurden, eine Wette auf den Elektro-100 %, der nicht den erhofften Erfolg hatte, und stark einbrechende Verkaufszahlen. Im Jahr 2026 befindet sich die Marke mit dem Dreizack in einem tiefgreifenden Strategiewechsel. Die exklusiven Zahlen von Italpassion für das erste Halbjahr zeigen jedoch, dass der Wandel noch lange nicht abgeschlossen ist.

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Eine Marke, die nun auf Exklusivität setzt

Der neue Maserati strebt nicht mehr danach, seine früheren Absatzzahlen wieder zu erreichen. Im Vordergrund stehen nun Rentabilität, Individualisierung und Exklusivität. Die Unternehmensleitung möchte verstärkt auf Bestellung produzieren und Fahrzeuge anbieten, die immer besser auf die Erwartungen jedes einzelnen Kunden zugeschnitten sind.

“Damit Maserati erfolgreich ist, reicht es aus, 15.000 bis 20.000 Autos pro Jahr zu produzieren. Wir brauchen keine großen Stückzahlen. Wir dürfen uns nicht zu einem Allrounder entwickeln, sondern müssen uns ganz auf den Kunden und die Qualität konzentrieren. Ein verärgerter Kunde ist ein verlorener Kunde. […] Unsere Kunden verzeihen keine Fehler, aber dieses Team weiß, wie es Maserati auf das erwartete Rentabilitätsniveau bringen kann.”

Stellungnahme von Jean-Philippe Imparato, ehemaliger CEO von Maserati

Diese neue Ausrichtung geht bereits mit mehreren Neuerungen einher. Die gesamte Modellpalette erhält nach und nach ein aggressiveres Design, das von der spektakulären MCXtrema. Der Rennsport steht mit dem GT2 weiterhin im Mittelpunkt des Markenimages, während ein neuer GT4, der vom GranTurismo ist ebenfalls in Vorbereitung. Der GranTurismo, der GranCabrio und der MCPura erhalten Titan-Auspuffanlagen, um einen ausdrucksstärkeren Klang zu erzielen, während der V6-Nettuno-Motor seine Präsenz in der Modellpalette weiter ausbaut, insbesondere beim Grecale mit Leistungsstufen, die nun von 390 bis 550 ch reichen.

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Die Zukunft wird auch von einer bedeutenden Weiterentwicklung des Grecale geprägt sein, die für 2027 erwartet wird und neue Hybridantriebe mit sich bringen wird. Auf längere Sicht bereitet Maserati zudem die Rückkehr eines großen Luxus-SUV als Nachfolger des Levante sowie eines neuen Quattroporte vor. Diese beiden Modelle werden jedoch einer industriellen Partnerschaft die derzeit verhandelt werden, wodurch sich ihre voraussichtliche Einführung auf das Jahr 2029 oder 2030 verschiebt.

Die USA bleiben an der Spitze … brechen aber ein

Bis diese Neuheiten auf den Markt kommen, gehen die Zulassungszahlen weiter zurück. Auf den wichtigsten von Italpassion beobachteten Märkten verzeichnete Maserati zwischen Januar und Juni 2026 nur 2.737 Zulassungen, gegenüber 4.366 im Vorjahr, was einem Rückgang von 37 % entspricht.

Die USA bleiben mit 876 Zulassungen der weltweit größte Markt der Marke, verzeichnen jedoch im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 ebenfalls einen starken Rückgang um 46 %.

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Italien folgt nun dicht dahinter mit 623 Zulassungen, was einem Rückgang von 39 % entspricht. Eine symbolische Zahl, die auch das Desinteresse an den Elektroversionen verdeutlicht: In den italienischen Statistiken werden die Zulassungen der Folgore-Modelle gar nicht mehr gesondert ausgewiesen, da ihr Anteil mittlerweile so gering ist.

Japan bestätigt mit 309 Zulassungen seinen Status als treuer Markt, trotz eines Rückgangs um 27 im 3. Quartal, während Deutschland mit 243 Einheiten einen Rückgang um 28 im 3. Quartal verzeichnet.

Einige Märkte halten sich wacker

Es ist jedoch nicht alles negativ. Das Vereinigte Königreich bildet mit 255 Zulassungen eine Ausnahme: Das ist ein Anstieg um 49 %, womit es im Halbjahr sogar Deutschland überholt hat. Auch die Schweiz verzeichnet mit 109 Fahrzeugen einen Anstieg um 20 %, während Luxemburg um 24 % zulegt, auch wenn die Stückzahlen weiterhin sehr gering sind.

Im Gegensatz dazu setzen Spanien (-33 %), Australien (-33 %), Frankreich (-31 %), die Türkei (-48 %) oder auch die Niederlande (-60 %) setzen ihren Rückgang fort.

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Der Monat Juni 2026 erwies sich jedoch auf mehreren Märkten als etwas ermutigender und ließ eine leichte Verlangsamung des Rückgangs erahnen.

Endlich einen Tiefpunkt finden

Angesichts der aktuellen Strategie von Maserati sind diese Ergebnisse letztlich nicht allzu überraschend. Die Marke scheint sich damit abgefunden zu haben, dass die Zeiten mit 50.000 Fahrzeugen der Vergangenheit angehören. Das Ziel besteht nun darin, schrittweise ein exklusiveres und begehrenswerteres Image wiederherzustellen, selbst wenn dies bedeutet, dass die Zahl der Zulassungen im gesamten Jahr 2026 bei etwa 5.000 liegen wird.

Die eigentliche Herausforderung im zweiten Halbjahr wird daher nicht darin bestehen, wieder ein starkes Wachstum zu erzielen, sondern lediglich festzustellen, ob es Maserati endlich gelungen ist, den seit mehreren Jahren anhaltenden Rückgang zu stoppen. Einen Tiefpunkt zu erreichen und anschließend Stabilität zu finden, wäre bereits ein erster Erfolg vor der Einführung der nächsten Modellgeneration.

LandJanuar – Juni 2026Entwicklung
Vereinigte Staaten876-52%
Italien623-39%
Japan309-27%
Deutschland243-28%
Vereinigtes Königreich25549%
Schweiz10920%
Australien101-33%
Türkei62-48%
Spanien94-33%
Luxemburg2124%
Frankreich33-31%
Österreich5-17%
Niederlande6-60%
2737-37%
Zahlen von Italpassion – bitte verweisen Sie auf uns, um die geleistete Arbeit zu würdigen.
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