
Während man immer noch darauf wartet, genau zu erfahren, wie es mit den zukünftigen Modellen Alfa Romeo Giulia und Stelvio weitergeht, ist es nun endlich so weit, dass Maserati das im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Und das aus gutem Grund: die jüngsten Äußerungen des CEO von Stellantis, Antonio Filosa, haben den Weg für ein Szenario geebnet, das sich vor wenigen Wochen noch kaum jemand hätte vorstellen können.
Bei seiner Anhörung vor dem italienischen Parlament bestätigte der Geschäftsführer, dass Stellantis führte Gespräche mit zwei Industriepartnern über die Zukunft von Maserati.
«Wir führen derzeit Gespräche mit zwei wichtigen Partnern, die uns Technologie, Entwicklungsressourcen und hervorragende Ideen bieten können.»
Bevor ich näher darauf eingehe:
«Maserati steht nicht zum Verkauf, Cassino steht nicht zum Verkauf.»
Er fügte hinzu, dass Kooperationen sowohl in Cassino als auch in anderen Werken des Konzerns aufgebaut werden könnten, ähnlich wie dies bereits mit Leapmotor in Spanien oder Dongfeng in Frankreich der Fall ist. In diesem Moment richteten natürlich alle ihren Blick auf China.
Bislang führten alle Spuren nach China
Seit mehreren Monaten gab es Gerüchte über Gespräche zwischen Stellantis und chinesischen Konzernen wie JAC Motors oder Huawei. Wir hatten übrigens hat dieser Hypothese vor einigen Wochen einen Artikel gewidmet. Auf dem Papier war die Idee nicht völlig abwegig. Die chinesischen Hersteller verfügen heute in mehreren Bereichen rund um Elektroautos, Bordsoftware und Elektronikarchitekturen über einen erheblichen technologischen Vorsprung. Die Vorstellung, dass Maserati mit einem chinesischen Partner zusammenarbeitet, um bestimmte zukünftige Modelle zu entwickeln, schien durchaus schlüssig. Zumal die Marke mit dem Dreizack gerade eine besonders schwierige Phase durchläuft und unbedingt ihre nächste Fahrzeuggeneration vorbereiten muss.
Eine Information, die in den letzten Tagen eingegangen ist, könnte jedoch die Einschätzung des Falls völlig verändern.
Laut einer Quelle von Italpassion soll BMW der zweite Partner sein
Wir haben gezögert, diese Information zu veröffentlichen, da sie uns so überraschend erschien. Doch eine zuverlässige Quelle von Italpassion, die uns bereits in der Vergangenheit mehrere Informationen übermittelt hat, die sich als zutreffend erwiesen haben, hat uns mitgeteilt, dass der zweite Hersteller, mit dem Stellantis derzeit Gespräche führt, ausgerechnet … BMW sein soll. Ja, BMW.
Wir möchten natürlich einen wesentlichen Punkt betonen: Es handelt sich hierbei um eine inoffizielle Information und nicht um eine offizielle Ankündigung. Uns liegt keine öffentliche Bestätigung seitens Stellantis, Maserati oder BMW vor. Sollte sich diese Information als unrichtig erweisen, entschuldigen wir uns bereits im Voraus. Wir möchten lieber vorwarnen, da inoffizielle Informationen in den sozialen Netzwerken oft schnell als offizielle Meldungen verbreitet werden…
Sollte diese Information jedoch zutreffen, eröffnet der Einstieg von BMW plötzlich ganz andere Perspektiven. Denn bislang wurden in den Spekulationen vor allem chinesische Partner mit Maserati in Verbindung gebracht.
Eine Zusammenarbeit, die auch Alfa Romeo betreffen würde
Das ist die zweite wichtige Information in diesem Dossier. Seit mehreren Monaten betont Stellantis immer wieder, dass es seine Position stärken wolle die Synergien zwischen Alfa Romeo und Maserati. Die künftigen Modelle Maserati Quattroporte und Levante sollen parallel zu den künftigen Modellen Alfa Romeo Giulia und Stelvio in unterschiedlichen Segmenten (D für Alfa Romeo und E für Maserati) entwickelt werden, wobei die Produktion in Cassino geplant ist.
Mit anderen Worten: Sollte sich Maserati bei der Entwicklung seiner zukünftigen Modelle letztendlich auf einen externen Industriepartner stützen müssen, ist es kaum vorstellbar, dass die nächsten Giulia- und Stelvio-Modelle völlig außen vor bleiben … denn diese Modelle verfügen im europäischen Stellantis-Ökosystem über keine anderen Plattformen, auf die sie zurückgreifen könnten.
Unserer Quelle zufolge hat Alfa Romeo bis heute noch keine endgültige Entscheidung hinsichtlich der technischen Auslegung seiner zukünftigen Modelle im D-Segment getroffen, also konkret der Nachfolger des Giulia und des Stelvio. Diese Information passt perfekt zu den zahlreichen Fragen, die seit mehreren Monaten im Zusammenhang mit diesen beiden Fahrzeugen im Raum stehen. Zur Erinnerung: Ein Prototyp des zukünftigen Stelvio wurde zwar bereits Anfang 2025 gesichtet worden, doch seit der Strategieänderung von Stellantis in Bezug auf die vollständige Umstellung auf Elektroantriebe scheinen die Projekte Giulia und Stelvio einer gründlichen Neubewertung unterzogen worden zu sein.
Plattformen, Motoren, Technologien: Alles muss noch festgelegt werden
Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch überhaupt nicht, wie eine mögliche Partnerschaft mit BMW aussehen könnte. Würde es sich um Plattformen handeln? Um Verbrennungsmotoren? Um Hybridtechnologien? Um Elektroantriebe? Oder um eine Kombination aus mehreren Elementen?
Das lässt sich heute noch nicht sagen. Doch es ist kaum zu übersehen, dass BMW derzeit bei bestimmten strategischen Themen einen erheblichen Vorsprung hat. Die neuen BMW i3 und iX3, die auf der neuen Plattformgeneration „Neue Klasse“ basieren, setzen neue Maßstäbe in der Automobilindustrie. Im Luxussegment verfügt der deutsche Hersteller zudem über einzigartige Erfahrung in der gleichzeitigen Führung einer globalen Premiummarke und einer Luxusmarke mit Rolls-Royce.

Aus dieser Perspektive betrachtet erscheint eine Allianz zwischen BMW und Alfa Romeo sowie zwischen Rolls-Royce und Maserati letztlich gar nicht so unwahrscheinlich, wie es auf den ersten Blick erscheinen mochte.
Die Unklarheiten rund um Cassino und Termoli werden verständlicher
Diese Hypothese würde es zudem ermöglichen, einige Unklarheiten zu erklären, die derzeit die italienische Automobilindustrie umgeben.
In Cassino, wo die künftigen Maserati Quattroporte und Levante sowie die nächsten Alfa Romeo Giulia und Stelvio produziert werden sollen, warten die Mitarbeiter weiterhin auf konkrete Informationen zu den zukünftigen Modellen. Die Ankündigungen beschränken sich bislang auf einen neuen Maserati Grecale im Jahr 2027, ohne dass ein genauer Zeitplan für die anderen Modelle vorliegt.
Das gleiche Bild bietet sich im Werk Termoli. Während die Zukunft des eDCT-Getriebes oder bestimmter GSE-Motoren relativ klar zu sein scheint, bleiben die Aussichten für die GME-Motoren, mit denen derzeit der Alfa Romeo Giulia und der Stelvio ausgestattet sind, besonders ungewiss. Es scheint, als seien einige wichtige Entscheidungen noch nicht getroffen worden.
Die Erklärung könnte einfach sein: Alles würde von dem zukünftigen Industriepartner abhängen, den Stellantis auswählt.
Stellantis geht immer mehr Partnerschaften ein
Letztendlich reiht sich diese Meldung in einen größeren Trend ein. Seit mehreren Monaten kündigt Stellantis immer mehr Kooperationen an, um die Entwicklungskosten zu teilen und den Zugang zu bestimmten Technologien zu beschleunigen.
Leapmotor wird an der Entwicklung eines Opel-Modells mitwirken, das in Spanien produziert werden soll. Dongfeng ist an einem Peugeot-Werk in Frankreich beteiligt. Die zukünftigen Elektro-Kleinwagen Fiat Panda (der in „Koala“ umbenannt werden soll) und Citroën 2CV könnten ebenfalls mit der Unterstützung externer Partner in Pomigliano d’Arco entwickelt werden.
Es ist also gar nicht mehr so abwegig, sich zukünftige Maserati- und Alfa-Romeo-Modelle vorzustellen, die mit Hilfe eines Drittunternehmens entwickelt werden. Und letztendlich ist die eigentliche Überraschung, dass – sollten sich unsere Informationen bestätigen – einer der beiden Kandidaten nicht aus China, sondern aus Deutschland käme. Und zwar nicht irgendeiner, sondern BMW.
Eine Hypothese, die noch vor wenigen Monaten völlig unrealistisch erschienen wäre, die heute jedoch vieles hinsichtlich der Zukunft von Maserati erklären könnte … und auch hinsichtlich der Zukunft der kommenden Alfa Romeo-Modelle Giulia und Stelvio. Zur Erinnerung: Bereits 2008 hatten BMW und Fiat angekündigt, eine Zusammenarbeit bei Alfa Romeo in Betracht zu ziehen.
Letztendlich wäre dies, wenn man sich für eine Partnerschaft entscheiden müsste, die bestmögliche Option…
Stellantis hat selbst eingeräumt, dass die größte Herausforderung für Alfa Romeo die Marke selbst ist. Genauer gesagt, dass sie keine deutsche Premiummarke sein kann.
Für BMW gibt es im Portfolio Platz für eine Premiummarke mit deutscher Glaubwürdigkeit und italienischem „Dolce-Vita“-Flair.
Und doch wäre ein Alfa in vollständig deutschem Besitz ein Widerspruch in sich. Selbst wenn BMW es irgendwie schaffen würde, das Unternehmen zu übernehmen, gäbe es ein Problem.
Meiner Ansicht nach könnte diese Kombination aus dem Besten beider Welten also eine perfekte Win-Win-Situation sein.
Verdammt noch mal, warum überlässt man die Zukunft dieser beiden Marken nicht einfach Ferrari, anstatt Chinesen, Deutsche oder wer auch immer zu holen? Das einzig Positive an dieser italienisch-deutschen Partnerschaft ist, dass Alfa sicherlich mit Motoren ausgestattet würde, die diesen Namen auch verdienen, statt mit diesem Schrott von Pijot!
Ferrari will STLA nicht, so einfach ist das.
Man muss verkaufen. Solange Stellantis Eigentümer bleibt, wird es nicht funktionieren. Niemand will Stellantis, und niemand wird das Unternehmen retten.
Die Wahrheit von heute wird nicht die von morgen oder übermorgen sein.
Eines ist sicher: Das Schiff sinkt.
Stellantis will – oder besser gesagt: kann – die Investition in ein neues Modell mit neuen Motoren und Plattformen nicht allein stemmen, da dem Unternehmen die Mittel dafür fehlen.
Ausgezeichnet. Ich habe hier bereits mehrfach vorgeschlagen, BMW ins Auge zu fassen. Das Portfolio von BMW passt einerseits perfekt zu Maserati und Alfa Romeo andererseits. Der Hauptsitz von BMW liegt in der Nähe, und BMW verfügt wahrscheinlich über bessere Geschäftsprozesse, um diese italienischen Spitzenmarken zum Erfolg zu führen.
Die PSA-Plattformen sind veraltet und überholt, ebenso wie ihre Motoren – was hat FCA denn erwartet?
Die einzige tragfähige Partnerschaft, die außerhalb von Ferrari funktionieren könnte, ist nicht BMW, sondern vielmehr Toyota/Lexus/Mazda – vor allem, wenn man bedenkt, wie sehr die Japaner die Italiener schätzen.
Am Ende wieder in einem «Ich liebe dich, ich liebe dich nicht»-Zustand enden wie die Renault-Nissan-Allianz? Nein, danke.
Ach ja, Sie ziehen ja die Insolvenzen nach französischer Art vor, von denen die Schränke bei PSA nur so voll sind!!!
Ich wusste gar nicht, dass Toyota seinen Konzern wie die Allianz führt, denn nach den letzten Meldungen sind sie immer noch die Nummer eins!!!!
Wo standen sie damals, PSA? Hinter den Chinesen und Lada und knapp vor JLR??
Was für ein Ergebnis!😂🤣😂🤣👎
Hallo,
Fehler im Artikel: «sich als unrichtig erweisen» ist Unsinn, da „sich erweisen“ bedeutet, wahr zu sein.
Einen schönen Tag noch 🙂
Ich glaube, diese Zusammenarbeit könnte gar nicht so schlecht sein.
Vorausgesetzt, es handelt sich nicht nur um eine kosmetische Maßnahme, um einen BMW „italienischer“ zu machen, und die Produktion bleibt in Italien.
Schließlich ist es Toyota ja gelungen, den Supra trotz seiner BMW-Basis zu einem guten japanischen Auto zu machen!
Allerdings traten bei ihnen Zuverlässigkeitsprobleme auf, die bei einem Supra bis dahin unbekannt waren.
Außerdem ist es der erste Supra, der verkaufsmäßig ein Flop war, während der GT86 und der BR86 ein Riesenerfolg sind – und das nicht nur wegen des Preises, sondern vor allem wegen ihres Designs (Subaru hat wirklich hervorragende Arbeit geleistet).
Genug von Stellantis und der Fortsetzung der umbenannten Peugeot-Modelle. Am besten wäre es, wenn sich die italienischen Marken von diesem Konzern trennen würden. BMW wäre immer noch besser als Peugeot.
Stellantis hätte es niemals geben dürfen.
Und das wäre toll
Ein Albtraum! Ein Maserati und ein Alfa dank BMW? Diese hässlichen Scheißkisten mit den Quandts im Hintergrund? Die haben in den 60ern schon Borgward ruiniert, die zehnmal cooler waren. Schlimmer wäre nur noch VW. Niemals.
Das muss man den Italienern mal sagen! Die große Agnelli-Familie wollte es so … und so entstand Stellantis. Aber in der Automobilbranche ist nicht immer alles einfach! Zum Beispiel steckt auch Honda seit acht Jahren wegen falscher Entscheidungen in Schwierigkeiten …
Porsche ebenso
Audi ebenso
VAG ebenso
Seat Idem
Mercedes ebenso
Das gilt für alle Marken und großen Konzerne. Die deutschen, wie sie Scudric genannt hat, die amerikanischen und sogar einige japanische.
Ach ja, und nach den neuesten Informationen war es doch tatsächlich die „lahme Ente“ PSA, die mit Hilfe der Macron-Regierung Steuergelder abgeschöpft hat?!
Übrigens warten wir immer noch auf die versprochene Rückerstattung, aber bei der Familie Peugeot wussten wir ja ganz genau, dass sie keinen Cent zurückgeben würden!!!
Aber die Naivlinge oder Schafe 🐑 glauben immer noch daran.😂🤣
Die Familie Agnelli hat die italienischen Staatskassen nicht geplündert, um ihr Überleben zu sichern!!!
Achtung: In der Geschichte von BMW gab es Kooperationen, die für die damaligen Partner von BMW kein gutes Ende nahmen.
Rover ist ein Beispiel dafür: Er wurde verführt und im Stich gelassen, nachdem er ausgegliedert und der Marke Mini beraubt worden war.