
Während sich viele noch Gedanken über die Zukunft von Maserati, hat die Marke mit dem Dreizack gerade eine deutliche Botschaft gesendet: Der Rennsport bleibt ein zentraler Bestandteil ihrer DNA. Anlässlich des Goodwood Festival of Speed 2026 hat Maserati den Vorhang für ein unerwartetes Projekt gelüftet: einen brandneuen Rennwagen, der vorläufig den Namen „Project GT4“ trägt.
Nach dem Maserati GT2 und dem Radicale MCXtrema Die italienische Marke, die bisher nur einigen wenigen privilegierten Kunden vorbehalten war, bereitet somit ihr Comeback in einer weiteren wichtigen Kategorie des Motorsports vor. Das Ziel steht bereits fest: Bis zur Saison 2028 bereit zu sein und um den Sieg mitzufahren.
Der GranTurismo verwandelt sich in einen echten Rennwagen
Bei diesem Project GT4 fängt Maserati nicht bei Null an. Als Basis dient der neue GranTurismo, ein strategisch wichtiges Modell für die Marke. Die Idee ist einfach: die historische Verbindung zwischen Straßenfahrzeugen und Rennwagen zu stärken.


Santo Ficili, CEO von Maserati, stellte diese neue Kreation als «ein spannendes neues Kapitel» in der Sportgeschichte der Marke vor und wies darauf hin, dass das Projekt in einem symbolträchtigen Jahr auf den Markt kommt: dem Jahr des 100-jährigen Jubiläums des Dreizacks. Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass Maserati trotz einer wirtschaftlich schwierigen Phase weiterhin in den Rennsport investiert.
Dieser von Maserati Corse in Modena entwickelte GT4 profitiert direkt von den Erfahrungen, die mit dem GT2 gesammelt wurden, der seit 2023 insbesondere in der GT2 European Series eingesetzt wird. Der Hersteller möchte nun ein leistungsstarkes Fahrzeug anbieten, das aber auch für private Teams und Rennfahrer erschwinglicher ist.


Der V6 Nettuno steht nach wie vor im Mittelpunkt des Projekts
Unter der Motorhaube gibt es keine Überraschungen: Maserati bleibt seinem hauseigenen Motor treu. Der Project GT4 ist mit dem 3,0-Liter-V6-„Nettuno“-Motor ausgestattet, der in Längsrichtung vorne verbaut ist. Dieser Motor hat sein Potenzial auf der Rennstrecke bereits unter Beweis gestellt – in bestimmten Konfigurationen erreicht er eine Leistung von über 700 ch. Der Antrieb erfolgt ausschließlich auf die Hinterräder, wie es sich für einen Rennwagen gehört. Die Federung leitet sich von der des GranTurismo Trofeo, jedoch für den intensiven Einsatz ausgelegt und mit einstellbaren Stoßdämpfern und Stabilisatoren ausgestattet.
Die wichtigste Maßnahme betrifft natürlich das Gewicht: Maserati gibt an, dass das Fahrzeug etwa 400 kg weniger wiegt als die Straßenversion. Diese Gewichtsreduzierung wurde durch eine umfassende Umrüstung ermöglicht: Überrollkäfig, zugelassener Rennsitz, spezieller Kraftstofftank, angepasste Bremsanlage, 18-Zoll-Felgen gemäß GT4-Reglement, Frontsplitter, belüftete Motorhaube und überarbeitete Aerodynamik.
Eine Hommage an 100 Jahre Maserati-Geschichte
Für seinen ersten Auftritt in Goodwood hat Maserati die Lackierung nicht zufällig gewählt. Das Fahrzeug erhält eine Sonderlackierung zur Feier des 100-jährigen Jubiläums des Dreizacks, mit einem riesigen Logo, das sich über die Karosserie vom Dach bis zum Heck erstreckt, sowie 100 kleinen blauen Dreizacken, die in das Design integriert sind.

Die weiße Frontpartie ist eine Hommage an die historischen Maserati-Rennwagen, insbesondere an den berühmten 420M/58 Eldorado, während die blauen und gelben Akzente an die Farben von Modena, der Wiege der Marke, erinnern. Mit dem Project GT4 möchte Maserati an seine glorreiche Rennsportgeschichte anknüpfen, die insbesondere durch die Dominanz des MC12 in der GT1 in den 2000er Jahren geprägt war. Auch in der GT4 war der Dreizack mit dem GranTurismo GT4 und dem Trofeo Light GT4 bereits erfolgreich.
Wir sehen uns dann im Jahr 2028 wieder, um zu sehen, ob dieser neue Maserati-Rennwagen diese Ambitionen in Siege auf der Rennstrecke umsetzen kann!