
Was eigentlich nur eine einfache Rückfahrt von einer Reise sein sollte, entwickelte sich auf der Autobahn A1 zwischen Neapel und Rom zu einer äußerst beängstigenden Situation. Seit dem 27. Juni macht der Bericht von Imma Battaglia, einer bekannten Persönlichkeit der italienischen Aktivistenszene, in den sozialen Netzwerken und den italienischen Medien die Runde, nachdem ihr Fahrzeug plötzlich eine Panne hatte. Alfa Romeo Junior.
Das weniger als ein Jahr alte Auto, dessen Tacho etwa 14.000 Kilometer anzeigte, soll plötzlich zum Stillstand gekommen sein, während es mit 120 km/h unterwegs war. Ein Vorfall, der in den Medien große Beachtung fand und Alfa Romeo in eine Situation bringt, auf die die Marke gerne verzichtet hätte.
Ein Alfa Romeo Junior Hybrid, der jegliche Leistung verliert
Anhand der in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Bilder lässt sich das betreffende Modell identifizieren. Die vorhandenen Auspuffrohre bestätigen, dass es sich nicht um die Elektroversion handelt, sondern um einen Alfa Romeo Junior Ibrida mit 1,2-Liter-Benzinmotor.

Laut dem von Imma Battaglia veröffentlichten Bericht verlief die Fahrt auf der A1 Neapel–Rom zunächst normal, als plötzlich ein akustisches Signal ertönte. Wenige Augenblicke später erschien eine Meldung auf dem Armaturenbrett: «Motorstörung: Fahrzeug anhalten». Das Gaspedal reagierte nicht mehr. Der Motor lieferte keine Leistung mehr und das Auto wurde abrupt langsamer. Die Autofahrerin erklärte, dass das Fahrzeug aus eigener Kraft bis zu einem Pannenstreifen weiterrollte.
«Wir sind wie durch ein Wunder am Leben», erklärt sie in einem Video, das wenige Minuten nach dem Vorfall veröffentlicht wurde. Sie betont, dass die Situation dramatisch hätte ausgehen können, wenn sich das Auto zum Zeitpunkt der Panne auf der mittleren Spur oder der Überholspur befunden hätte. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:15 Uhr, als sie zusammen mit der Journalistin Roberta Savona unterwegs war.
Ein Fall, der in Italien für großes Aufsehen gesorgt hat
Sehr schnell ging der Bericht über den Rahmen der sozialen Netzwerke hinaus. Mehrere italienische nationale Medien griffen die Geschichte auf, während das Video mehrere Millionen Aufrufe verzeichnete. In ihrem Bericht kritisiert Imma Battaglia nicht nur die Panne selbst. Sie kritisiert auch den Pannendienst und gibt an, Schwierigkeiten gehabt zu haben, die Hilfsdienste zu erreichen. Der Pannenhelfer traf erst etwas mehr als eine Stunde nach dem Stillstand des Fahrzeugs ein, und das Abschleppen sei angeblich nur bis zur ersten Autobahnausfahrt gewährleistet gewesen. Die Aktivistin kündigt daraufhin an, rechtliche Schritte gegen Alfa Romeo sowie gegen den Pannendienstleister Arval einzuleiten.
Alfa Romeo entschuldigt sich und leitet eine Untersuchung ein
Angesichts des großen Aufsehens, das die Angelegenheit erregt hat, hat Alfa Romeo umgehend Kontakt mit der Fahrerin aufgenommen. Laut italienischen Medienberichten hat sich die Marke entschuldigt und erklärt, genau verstehen zu wollen, was passiert ist. Die Untersuchung soll sich sowohl auf die technische Ursache der Panne als auch auf die Abwicklung des Pannendienstes beziehen. Bislang hat Alfa Romeo keine offizielle Erklärung zum Erscheinen der Meldung «Motorstörung» oder zu den Gründen für das plötzliche Abschalten des Hybridsystems abgegeben. Um die genaue Ursache des Problems zu ermitteln, muss man wahrscheinlich die Analyse des Fahrzeugs abwarten.
Auch wenn es sich zum jetzigen Zeitpunkt um einen Einzelfall handelt, betrifft die mediale Berichterstattung über diese Panne direkt eines der wichtigsten Modelle des italienischen Herstellers. Ein Alfa Romeo Junior Hybrid, der bei 120 km/h auf der Autobahn liegen bleibt, ist genau die Art von Situation, die eine Marke vermeiden möchte – umso mehr, wenn sich die Geschichte innerhalb weniger Stunden im Internet verbreitet.
Das passt genau ins Bild der Probleme bei Stellantis. Alfa muss so schnell wie möglich klären, worin die Ursache liegt. In den heutigen Autos steckt so viel Technik und Software, dass solche Probleme fast unvermeidbar sind. Trotzdem ist es ärgerlich und kein Ruhmesblatt für Alfa.