Stellantis arbeitet an einer Neupositionierung: «Peugeot oberhalb von Fiat und Citroën darunter»

Seit Antonio Filosa die Leitung von Stellantis, scheint der Konzern die Rolle seiner einzelnen Marken nach und nach neu zu definieren. Offiziell wurde keine neue Hierarchie vorgestellt. Dennoch deuten mehrere Anzeichen auf eine klarere Neupositionierung hin, insbesondere zwischen Peugeot, Fiat, Opel und Citroën.

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Bei der Vorstellung des FastLane-2030-Plans hob Antonio Filosa übrigens vier globale Marken hervor: Fiat, Jeep, RAM und Peugeot. In Europa setzt sich das strategische Quartett aus Peugeot, Fiat, Opel und Citroën zusammen, während Lancia nun von Fiat und DS von Citroën geführt wird. Alfa Romeo und Maserati sollen sich hingegen als eigenständige Marken weiterentwickeln.

Grenzen, die verschwommen sind

Das Problem ist, dass sich die Positionierungen der Vollsortiment-Marken von Stellantis in den letzten Jahren stark angenähert haben. Fiat Grande Panda und der Citroën C3 basieren auf derselben technischen Plattform. Fiat Grizzly, Der Citroën C3 Aircross und der Opel Frontera bewegen sich im gleichen Segment, während der Peugeot 3008 und der Opel Grandland ebenfalls sehr ähnlich sind.

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Hinzu kommt das künftige E-Car-Projekt, das sich Fiat, Citroën und Opel teilen sollen. Unter diesen Umständen ist es schwer zu verstehen, was die einzelnen Marken über ihre nationale Herkunft hinaus tatsächlich voneinander unterscheidet.

Eine kürzlich veröffentlichte interne Präsentation liefert jedoch einen ersten Hinweis. Darin ist eine Modellpalette von sieben Modellen für Peugeot, fünf für Fiat, vier für Opel und nur drei für Citroën zu sehen. Diese Diskrepanz lässt vermuten, dass die Prioritäten nicht mehr ganz dieselben sind.

Vielleicht liefert Brasilien die Antwort

Der eigentliche Schlüssel zum Verständnis könnte letztendlich aus … Brasilien kommen. In einem Interview mit dem Medienunternehmen AutoData räumte Herlander Zola, Präsident von Stellantis Südamerika, ein, dass die 2021 für Peugeot und Citroën in Brasilien eingeleitete Strategie die gesetzten Ziele nicht erreicht habe. Der Konzern arbeitet daher an einer deutlich entschlosseneren Neupositionierung.

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Die Idee ist einfach: Peugeot soll sich in einem Segment oberhalb von Fiat positionieren, während Citroën sich darunter einordnet – mit Produkten, die stärker auf Erschwinglichkeit ausgerichtet sind. «Ich verkaufe lieber weniger, dafür aber ausgeglichen und ohne Verluste, als viel zu verkaufen und dabei Geld zu verlieren», fasst der Geschäftsführer zusammen. Diese Strategie zielt vor allem darauf ab, Überschneidungen mit Fiat zu vermeiden, das nach wie vor die wichtigste Marke von Stellantis in Südamerika ist. Peugeot und Citroën sollen künftig eher als sich ergänzende Marken denn als Konkurrenten agieren.

Diese Neuausrichtung könnte sich auch auf die Stärkung der Partnerschaft zwischen Stellantis und dem chinesischen Hersteller Dongfeng stützen. Die beiden Konzerne arbeiten bereits an einer neuen Generation elektrifizierter Fahrzeuge für China und prüfen zudem Kooperationen in Europa. Diese Gespräche betreffen jedoch auch Südamerika.

Herlander Zola bestätigt, dass im Laufe der Zeit Peugeot- oder Citroën-Modelle, die im Rahmen dieser Zusammenarbeit mit Dongfeng entwickelt wurden, in Brasilien auf den Markt kommen könnten. Ein Zeitplan steht noch nicht fest, doch der Geschäftsführer ist der Ansicht, dass diese Allianz die Möglichkeit bieten wird, «Peugeot und Citroën auf eine andere Art und Weise neu zu positionieren» und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Auch wenn diese Strategie derzeit im Zusammenhang mit dem südamerikanischen Markt diskutiert wird, könnte sie durchaus Ausdruck einer umfassenderen Strategie innerhalb von Stellantis sein. Die im Plan „FastLane 2030“ vorgestellten Leitlinien, die in Vorbereitung befindlichen Modellreihen und die Aussagen aus Brasilien scheinen alle dasselbe Bild zu zeichnen: Peugeot legt eine Schippe drauf, Fiat behält seine Rolle als Allrounder bei, während Citroën auf ein erschwinglicheres Angebot setzt.

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5 bewertungen auf "Stellantis travaille à un repositionnement : « Peugeot au-dessus de Fiat et Citroën en dessous »"

  1. Es ist schade, Citroën so sehr herabzuwürdigen. Es ist die einzige Marke des Konzerns, die weltweit ein gutes Image hat! Pigot wird mittlerweile stark überbewertet, und Fiat hat außerhalb Südamerikas nach wie vor ein passables Image. Was Lancia, Alfa oder DS angeht, ist es bereits verloren. .

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    • Worauf beruht es, dass Citroën die einzige Marke des Konzerns mit einem guten weltweiten Image ist? Sie gehört bei weitem nicht zu den meistverkauften Marken des Konzerns und wurde kürzlich aus Australien zurückgezogen, einem der letzten großen Weltmärkte, auf denen sie noch vertreten war…

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  2. Mir scheint, dass Citroën in puncto Verarbeitungsqualität bereits hinter Peugeot zurückliegt. Dabei nutzen beide Marken doch alles gemeinsam: Fahrwerk, Motoren usw.
    Um sich von der Masse abzuheben, braucht Fiat zumindest die Rückkehr der FireFly-Motoren. Die PureTech-Motoren überlässt man den französischen Marken – so heben sich die Marken voneinander ab.
    Bei Elektroautos ist es schade, dass man überall dieselben Motoren, Fahrwerke, Multimediasysteme, Kunststoffe und billig wirkende Knöpfe vorfindet (Alfa Junior, Lancia, Fiat und Abarth 600e, Peugeot e-208 usw.).

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  3. Ich habe eine 508-Limousine für 13.000 Euro gekauft – nichts als Probleme. Jetzt kostet sie bei Peugeot 26.380 Euro. Das ist totaler Mist, und dabei kennt Peugeot die Probleme, ignoriert sie aber einfach. Das ist eine Schande.

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