
Es gibt Namen, von denen man dachte, sie seien endgültig in den Geschichtsbüchern verstaubt. Doch siebzig Jahre nach der Vorstellung des ersten Fiat 600 Multipla im Jahr 1956 hat die italienische Marke nun ein Konzept vorgestellt, das direkt davon inspiriert ist: den Multiplina.
Diese Designstudie, die im Rahmen einer Veranstaltung in Rom vorgestellt wurde, die ganz im Zeichen der Mikromobilität stand, markiert einen wichtigen Schritt für Fiat. Denn was wir bisher als Quattrolino scheint nun seine endgültige Identität gefunden zu haben.
Vom Quattrolino bis zur Multiplina
Vor einigen Wochen haben wir über die Einführung eines neuen Fiat Quattrolino, ein kleines Elektroauto mit vier Sitzen, das sich zwischen der Topolino und ein echtes Stadtauto. Der italienische Hersteller hatte damals nur sehr wenige Informationen bekannt gegeben.

Heute gibt Fiat mit dem Multiplina Concept einen ersten Einblick. Olivier François, Geschäftsführer von Fiat, erklärt, dass die Marke ein echtes Ökosystem der Mikromobilität rund um den Topolino, das Nutzfahrzeug TRIS und dieses zukünftige Modell aufbauen möchte. Die Multiplina wird daher als «das fehlende Bindeglied zwischen einem Topolino und einem Auto» beschrieben. Eine Definition, die ihre Philosophie perfekt auf den Punkt bringt.

Eine Nachfolgerin des Fiat 600 Multipla
Der Name wurde natürlich nicht zufällig gewählt. Der Fiat 600 Multipla aus dem Jahr 1956 war einer der ersten Minivans der Automobilgeschichte, der trotz seiner äußerst kompakten Abmessungen ein erstaunlich geräumiges Innenraumangebot bot.




Der neue Multiplina knüpft an diesen Geist an. Fiat spricht von einer «intelligenten und menschenorientierten» Architektur, die darauf ausgelegt ist, den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Die ersten Bilder zeigen ein Fahrzeug mit sehr senkrechten Linien, einer weit nach vorne ragenden Windschutzscheibe, großen Glasflächen und einem Innenraum mit vier Sitzplätzen.



Optisch greift das Konzept mit seiner lächelnden Frontpartie und den runden Scheinwerfern mehrere Elemente des Topolino auf, erinnert aber gleichzeitig an einen modernen kleinen Fiat 500. Insgesamt wirkt das Fahrzeug wie eine Mischung aus Vierradfahrzeug und traditionellem Auto.
Ein Auto … das vielleicht gar keines ist
Das ist wahrscheinlich der überraschendste Aspekt dieser Neuheit. Der zukünftige Multiplina wäre kein Auto im klassischen Sinne, sondern ein schweres Vierradfahrzeug der Klasse L7. Mit anderen Worten: Es könnte einen Teil der technischen Architektur des Topolino übernehmen und gleichzeitig vier Sitzplätze sowie einen wesentlich vielseitigeren Innenraum bieten. Dies würde es Fiat ermöglichen, die Entwicklungskosten zu begrenzen und einen besonders attraktiven Preis beizubehalten. Ersten Schätzungen zufolge dürfte der Preis bei rund 15.000 Euro liegen, was das Fahrzeug zu einem der erschwinglichsten vierplätzigen Elektroautos auf dem europäischen Markt machen würde.
Siebzig Jahre nach dem ursprünglichen Fiat 600 Multipla scheint Fiat nun eine seiner kühnsten Ideen wieder aufleben lassen zu wollen: ein einfaches, kompaktes, geräumiges und erschwingliches Fahrzeug anzubieten. Nun bleibt abzuwarten, ob die europäischen Autofahrer bereit sind, diese neue Interpretation der urbanen Mobilität anzunehmen.
Für Citroën-Fans wäre diese Ableitung des Ami so etwas wie ein 2CV!
Der 2CV wird auf jeden Fall auf den Markt kommen, und zwar auf derselben Basis wie die zukünftige Pandina.
Um auf das Thema zurückzukommen: Die Idee ist gut, aber der Preis ist zu hoch, vor allem für ein Modell, das mit großer Wahrscheinlichkeit außerhalb Europas (höchstwahrscheinlich in Kenitra) hergestellt wird.
Ein 2 CV konnte 100 oder sogar 110 km/h fahren.
Sicherlich nicht bei nur 45 km/h. 🤨
Wie hoch wäre seine Reichweite?
Seine Höchstgeschwindigkeit?
Können wir auch Fahrten außerhalb der Stadt unternehmen? Zum Beispiel auf Landstraßen?
Ist das wirklich wichtig, wenn die durchschnittlichen Fahrstrecken weniger als 40 km betragen und 90 % der Zeit ausmachen?
Es stimmt zwar, dass die täglichen Fahrten im Durchschnitt 40 km betragen, aber sie finden nicht unbedingt ausschließlich im Stadtgebiet statt.
Um zur Arbeit zu fahren, nehme ich eine Landstraße, auf der ziemlich viel Verkehr herrscht, darunter auch viele Lkw.
Wenn ich einen TOPOLINO sehe, der mit 45 km/h fährt und nach rechts ausweicht, um einen Lkw überholen zu lassen, habe ich große Angst um ihn!!
Daher kann eine Geschwindigkeit von 80 oder sogar 90 km/h durchaus nützlich sein.
Da stimme ich voll und ganz zu, @Olivier CASTELLANO
Bei 80 km/h ist das als drittes Auto durchaus denkbar.
Aber ja, auf den Landstraßen … mit 45 ist das gefährlich.
Ich verstehe nicht, warum sie keine «schnelle» Version in Betracht ziehen.
Ein Fiat Multiplina als Benziner würde mir gefallen. Was kostet das Auto denn?
Fossile Brennstoffe!?
Um Putin zu finanzieren oder die Journalistenmörder?