
Wir sprechen hier von einer Ferrari F50 ganz besonders: ein Exemplar, das angeblich als Leihgabe von Ferrari an Michael Schumacher in den späten 1990er Jahren, als er noch für die Scuderia fuhr.
Die Geschichte wurde von den Teams von Kuratiert, ein amerikanischer Spezialist für außergewöhnliche Oldtimer, in einem langen Video über ihre Recherchen zu mehreren seltenen Modellen. Inmitten von Lamborghini Countach, AMG Hammer und Mercedes CLK GTR war es jedoch dieser F50, der unsere Aufmerksamkeit auf sich zog.
Eine Untersuchung, die wie eine Schatzsuche durchgeführt wird
Die Erzählung beginnt wie eine echte Autountersuchung. Die Teams von Curated erklären, dass sie einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, die Geschichte seltener Modelle zu erforschen, in Archiven zu stöbern und vergessene Dokumente zu finden, um das Leben einiger außergewöhnlicher Autos zu rekonstruieren.


Bei ihren Recherchen fiel ihnen ein bestimmtes Exemplar eines Ferrari F50 auf. Das Auto schien bereits interessant zu sein, doch um seine Vergangenheit rankten sich mehrere Gerüchte. Dank der Hilfe von Marcel Massini, der als einer der bekanntesten Ferrari-Historiker der Welt gilt, konnte die Geschichte schließlich bestätigt werden. Laut den gefundenen Informationen gehörte der F50 zu zwei Exemplaren, die damals von Ferrari genutzt und später an Michael Schumacher verliehen wurden, als der Deutsche für die italienische Marke fuhr.
Ein Ferrari F50, der von Schumacher in Monaco benutzt wurde
Den im Video erwähnten Recherchen zufolge wurde das Auto ursprünglich über Safret, ein deutsches Unternehmen, das auf Karton spezialisiert ist, zugelassen. Hinter dieser Struktur soll sich jedoch in Wirklichkeit ein weitaus prestigeträchtigerer Verwendungszweck verbergen.

Marcel Massini bestätigte, dass dieser Ferrari F50 an Michael Schumacher ausgeliehen worden war, der ihn 1999 zwischen Monaco und Südfrankreich benutzt hatte. Zu dieser Zeit war der deutsche Rennfahrer bereits zum großen Star von Ferrari geworden, lange vor seinen Weltmeistertiteln Anfang der 2000er Jahre. Nach dieser Nutzung soll das Auto dann über den Händler Monaco Motors in Monaco verkauft worden sein, bevor es in die Sammlung eines bedeutenden Ferrari-Sammlers gelangte, der es bis vor kurzem aufbewahrt haben soll.


Was die Teams von Curated ebenfalls beeindruckt, ist der Erhaltungszustand des Autos. Der Ferrari F50 soll etwas mehr als 3.000 Meilen, also weniger als 5.000 Kilometer, auf dem Tacho haben. In dem Video beschreiben sie ein nahezu unversehrtes Auto, dessen Karbongewebe in allen Teilen der Karosserie noch deutlich sichtbar ist. Für sie ist der F50 nicht nur ein seltener Supersportwagen, sondern auch eine Zeitkapsel, die mit der Geschichte von Ferrari und Schumacher verbunden ist.

Die Emotionen sind umso größer, als der Gründer von Curated erklärt, dass er inmitten von Ferrari F50 aufgewachsen ist. Sein Vater war in den 1990er Jahren Ferrari-Händler und -Spezialist, als diese Modelle noch regelmäßig in seiner Werkstatt gewartet wurden. Er erzählt sogar, dass er als Teenager bei einem Kupplungswechsel an einem F50 mitgeholfen hat.

Der Ferrari F50, eine absolute Legende der 1990er Jahre
Der Ferrari F50, von dem zwischen 1995 und 1997 nur 349 Exemplare hergestellt wurden, ist auch heute noch einer der emblematischsten Ferraris der Neuzeit. Mit einem aus der Formel 1 stammenden V12-Saugmotor und einem Fahrgestell aus Kohlefaser stellte er damals Ferraris radikalste Vision für die Straße dar. Lange Zeit stand der F50 im Schatten des Ferrari F40 und später des Enzo, doch seit einigen Jahren erlebt er bei Sammlern eine spektakuläre Aufwertung.
Wenn ein Exemplar dann auch noch eine direkte Verbindung zu Michael Schumacher hat, wird seine Bedeutung sofort historisch. Denn neben der Seltenheit taucht auch eine ganze Ferrari-Ära wieder auf: die Anfänge des deutschen Fahrers in Maranello, bevor er Anfang der 2000er Jahre die absolute Dominanz erlangte. Und in der Welt der Sammler kann diese Art von Information alles verändern.
