Ich habe den F40 schon immer geliebt, aber nachdem dieser Traum in Erfüllung gegangen war, gab es nur noch einen logischen nächsten Schritt: den F50. Für mich ist er sogar der faszinierendste aller Ferrari-Supersportwagen. Sein aus der Formel 1 abgeleiteter V12-Motor, sein Schaltgetriebe, sein ungezähmter Charakter und seine Seltenheit machen ihn zu einem einzigartigen Erlebnis.
Mein Exemplar ist noch außergewöhnlicher, da es gelb ist. Von den 349 produzierten Exemplaren wurden nur 31 in dieser Farbe lackiert, und es scheint sogar, dass es sich um den ersten gelben F50 handelt, der das Ferrari-Werk verlassen hat.
Was mir am besten gefällt, ist, dass es kein Museumsauto ist. Meine Frau und ich sind auf einem Roadtrip von Houston nach Palm Beach mehr als 2.000 km gefahren – bei Sonnenschein, aber auch bei sintflutartigen Regenfällen. Dieses Auto ist zum Fahren gemacht. Ich weigere mich, es einfach in einer Garage stehen zu lassen, nur weil sein Wert in die Höhe geschossen ist.
Das ist übrigens wahrscheinlich der einzige Aspekt, der mir manchmal Unbehagen bereitet. Ich habe diesen F50 für rund 5 Millionen Dollar gekauft, und heute sind Angebote eingegangen, die über 12 Millionen Dollar liegen. Das gibt einem zu denken, wenn man auf der Straße am Steuer eines Autos sitzt, das praktisch unersetzbar geworden ist. Trotzdem fahre ich ihn weiterhin regelmäßig, denn die Freude, die er mir bereitet, ist mehr wert als sein Wert auf dem Papier.
Am Steuer unterscheidet sich der F50 völlig von einem F40 oder einem Enzo. Der V12 erfüllt den Innenraum mit einem unglaublichen Klang, und jede Beschleunigung ist ein Erlebnis. Selbst die Klimaanlage funktioniert einwandfrei, wenn sie ordnungsgemäß gewartet wird – entgegen einiger weit verbreiteter Vorurteile.
Was dieses Auto in meinen Augen noch besonderer macht, ist der Weg, den ich zurückgelegt habe, um es zu erreichen. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, wurde von meinen Großeltern großgezogen und hatte keinerlei besondere Vorteile. Schon in jungen Jahren weckte ein Poster eines Lamborghini Countach an der Wand in mir den Wunsch, etwas zu erreichen. Nachdem ich die Universität ohne Abschluss verlassen hatte, habe ich mein eigenes Unternehmen von Grund auf aufgebaut. Jahre der Arbeit, des Risikos und der Beharrlichkeit haben es mir schließlich ermöglicht, Ziele zu erreichen, die mir als Kind unmöglich erschienen.
Der Ferrari F50 ist für mich also nicht nur ein Auto. Er steht für einen verwirklichten Traum und erinnert daran, dass mit genügend Arbeit und Entschlossenheit selbst die unwahrscheinlichsten Ziele Wirklichkeit werden können.




