Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio: Er fährt damit auf dem Nürburgring und zieht ihn aus einem bestimmten Grund einem BMW M3 vor

L'Alfa Romeo Giulia Der Quadrifoglio gilt für viele bereits als eine der besten Sportlimousinen seiner Generation. Doch was passiert, wenn man sein berühmtes 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF durch ein 6-Gang-Schaltgetriebe ersetzt? Genau das wollte der Rennfahrer und Automobil-Videomacher Misha Charoudin bei einer kompletten Runde auf der Nordschleife am Steuer eines ganz besonderen Exemplars herausfinden.

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Ein Giulia Quadrifoglio wie kein anderer

Das Testfahrzeug behält im Wesentlichen seine ursprüngliche Konfiguration bei. Unter der Motorhaube befindet sich nach wie vor der 2,9-Liter-V6-Biturbo-Motor des Quadrifoglio, gekoppelt mit einem Hinterradantrieb. Die Modifikationen sind relativ gering: Yokohama AD09-Semi-Slick-Reifen, verstärkte Bremsen, ein leicht überarbeitetes Differenzial und vor allem ein Schaltgetriebe – ein Merkmal, das bei modernen Sportwagen mittlerweile äußerst selten geworden ist. Schon nach den ersten Kilometern ist Misha Charoudin begeistert. Er, der bereits mehrere Giulia Quadrifoglio mit Schaltwippen am Lenkrad gefahren ist, betont, dass diese Version mit Schaltgetriebe das Fahrerlebnis völlig verändert. Seiner Meinung nach scheint das Auto sogar mehr Drehmoment zu bieten als die Automatikversion, insbesondere dank des Wegfalls bestimmter Drehmomentbegrenzungen, die beim Automatikgetriebe vorhanden sind.

«Eine der besten Sportlimousinen, die je gebaut wurden»

Er macht keinen Hehl aus seiner Bewunderung für die Giulia. Noch bevor er auf die Rennstrecke fährt, erklärt er, dass er das Modell bereits als eine der besten Sportlimousinen betrachtet, die je produziert wurden. Und schon nach wenigen Kurven auf dem Nürburgring wächst seine Begeisterung nur noch weiter. Was ihn besonders beeindruckt, ist die allgemeine Ausgewogenheit des Fahrwerks. Die Lenkung erscheint ihm äußerst direkt, und die Hinterachse ist trotz der Leistung des V6 besonders gutmütig. Mehrfach während der Runde hebt er die Fähigkeit des Wagens hervor, sich in Kurven ganz natürlich zu drehen und dabei eine hervorragende Traktion beizubehalten. Auf einigen schnellen Abschnitten der Nordschleife begnügt er sich dank der Durchzugskraft des Motors sogar damit, im dritten Gang zu bleiben. «Viel Drehmoment, eine perfekte Gangabstufung», fasst er begeistert zusammen.

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Einige Einschränkungen auf der Rennstrecke

Allerdings ist nicht alles perfekt. Auch wenn sich die Giulia auf den Unebenheiten und Kompressionen des Nürburgrings als besonders angenehm erweist, ist Charoudin der Meinung, dass die Serienfederung etwas zu weich wird, sobald die Semi-Slick-Reifen mehr Grip entwickeln.

Er stellt insbesondere in langsamen Kurven recht ausgeprägte Karosseriebewegungen sowie einige spektakuläre Reaktionen der Vorderachse bei Lastwechseln fest. Für den täglichen Straßenverkehr hält er diesen Kompromiss jedoch für sehr sinnvoll. Seiner Meinung nach würde der Einbau einer radikaleren Federung zwar die Leistung auf der Rennstrecke verbessern, aber einen Teil der Vielseitigkeit einbüßen lassen, die gerade den Charme des Giulia ausmacht.

Der Giulia statt eines BMW M3?

Im Laufe der Testfahrt taucht immer wieder ein Vergleich auf: der mit dem BMW M3. Ohne zu zögern bekräftigt Misha Charoudin, dass er die italienische Limousine bevorzugt. Er hebt das Lenkgefühl, die Ausgewogenheit des Fahrwerks, aber auch das Innen- und Außendesign des’Alfa Romeo. Das Fahrerlebnis ist übrigens so überzeugend, dass er zugibt, ernsthaft über den Kauf einer Giulia als zukünftiges Privatfahrzeug nachzudenken. Seltsamerweise wäre es kein Quadrifoglio, sondern eher eine 2,0-Liter-Vierzylinder-Version, die er umbauen könnte, um an den Langstreckenrennen der NLS-Serie auf dem Nürburgring teilzunehmen.

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Mein Favorit

Im Ziel steht das Urteil fest. Misha Charoudin bezeichnet das Auto als «fantastisch» und erklärt, dass ihm diese Version mit Schaltgetriebe noch besser gefällt als die Giulia Quadrifoglio-Modelle mit Schaltwippen, die er zuvor testen durfte. Für ihn verleiht dieses Getriebe dem Fahrzeug eine mechanische und emotionale Dimension, die perfekt zum Charakter der italienischen Limousine passt. Eine Einschätzung, die sicherlich auch die Alfisti teilen werden. Denn während der Giulia Quadrifoglio bereits in seiner Serienausführung Maßstäbe setzt, scheint dieser seltene Umbau auf Schaltgetriebe das Potenzial eines Fahrwerks noch deutlicher zu offenbaren, das viele bereits als eines der besten seiner Klasse betrachten.

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