Stellantis räumt ein, dass Abarth einen Verbrennungsmotor braucht … aber der passt einfach nicht rein

Monatelang ließen die Äußerungen der Führungskräfte von Abarth und Fiat Raum für Zweifel. Diesmal ist die Botschaft deutlich klarer. Olivier François, Geschäftsführer von Fiat und Abarth, bestätigt unmissverständlich, dass’Abarth muss zumindest ein Modell mit Verbrennungsmotor wieder ins Sortiment aufgenommen werden. Eine klare Stellungnahme, die bestätigt, was Enthusiasten seit dem Übergang der Marke zu 100 % Elektrofahrzeugen immer wieder betonen. Doch zwischen dieser Überzeugung und einem tatsächlich auf den Markt gebrachten Fahrzeug steht noch eine große Hürde: Derzeit ist das noch nicht realisierbar.

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Die Haltung von Stellantis entwickelt sich weiter

In mehreren Äußerungen der letzten Wochen hat Olivier François immer wieder dieselbe Feststellung getroffen. «Ich bin nach wie vor von einer Sache überzeugt: Abarth braucht mindestens ein Modell mit Verbrennungsmotor in seiner Modellpalette.» Vor kurzem hat er dies gegenüber den französischen Medien noch deutlicher bekräftigt Der Argus : «Abarth braucht Verbrennungsmotoren. Das ist ganz klar. Wir arbeiten daran.»

Dieser Stimmungswechsel ist keineswegs unbedeutend. Seit der Einstellung der Modelle Abarth 595 und 695 bietet die Marke nur noch die Elektrofahrzeuge 500e und 600e an. Eine Strategie, die die langjährigen Kunden nie wirklich überzeugt hat, da diese ebenso sehr an der Leistung wie am mechanischen Charakter, am Sound und an den Tuning-Möglichkeiten hängen, die den Ruf des Skorpions geprägt haben.

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Abarth 500e

Der Fiat 500 bleibt ein Problemfall

Das Problem ist, dass der Wunsch, wieder einen Verbrennungsmotor in einen Abarth einzubauen, noch lange nicht bedeutet, dass dies auch schnell umsetzbar ist. Wie Olivier François eingeräumt hat, ist das naheliegendste Modell, der Fiat 500, zugleich auch das komplizierteste. «Der 500 ist schwierig», erklärt er und geht dabei sogar so weit, eine mögliche zukünftige Generation anzusprechen, die für etwa 2030 geplant ist.

Fiat 500 Hybrid-Motor

Der Grund ist in erster Linie technischer Natur. Die Plattform des aktuellen Fiat 500 wurde ursprünglich für einen Elektroantrieb konzipiert. Fiat ist es zwar gelungen, den kleinen Dreizylinder-Benzinmotor des neuen 500 Hybrid darin unterzubringen, doch der Einbau eines deutlich leistungsstärkeren Motors, der dem Abarth-Emblem gerecht wird, stellt eine ganz andere Herausforderung dar. Der verfügbare Platz unter der Motorhaube, die Kühlung und die erforderlichen Anpassungen machen das Unterfangen besonders komplex.

Weitere Möglichkeiten bleiben offen

Dennoch lässt Stellantis alle Optionen offen. Olivier François deutet an, dass die Rückkehr zum Verbrennungsmotor nicht unbedingt über den 500 erfolgen muss. «Es könnte der zukünftige 500 sein, aber auch andere Optionen bleiben offen. » Dieser Satz gewinnt an Bedeutung, da Fiat gerade die Erweiterung seiner Modellpalette um mehrere Multi-Energie-Modelle vorbereitet. Der neue Fiat Grizzly oder auch der Fiat Grande Panda, die bereits mit Benzin-, Hybrid- und Elektroantrieben kompatibel sind, würden eine weitaus besser geeignete Basis für einen zukünftigen Abarth mit Verbrennungsmotor bieten. Ein von diesen Modellen abgeleiteter Abarth erscheint somit technisch weitaus glaubwürdiger als eine Anpassung des aktuellen 500.

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Inoffizielle Illustration des Abarth Grande Panda

Ein ganz klarer Wille, aber ein ungenauer Zeitplan

Innerhalb weniger Monate hat sich die Haltung von Stellantis grundlegend gewandelt. Nachdem der Konzern zuvor eine ausschließlich elektrische Zukunft für Abarth befürwortet hatte, räumt er nun öffentlich ein, dass eine so emotionale Marke den Verbrennungsmotoren wahrscheinlich nicht endgültig den Rücken kehren kann.

Doch diese Anerkennung reicht nicht aus, um ein neues Sportmodell auf den Markt zu bringen. Die technischen Einschränkungen des aktuellen 500, die erforderlichen Investitionen und die europäischen Vorschriften zu den CO₂-Emissionen erschweren das Vorhaben weiterhin erheblich.

Mit anderen Worten: Stellantis bestätigt nun, was Fans schon seit langem fordern: Abarth braucht Verbrennungsmotoren. Eine Lösung gibt es jedoch noch nicht. Und auch wenn eine Rückkehr heute wahrscheinlicher erscheint als noch vor einem Jahr, wird es noch lange dauern, bis wieder ein Abarth mit Benzinmotor auf den europäischen Straßen brüllt. Und wir bei Italpassion sind der Meinung, dass die Lösung aus Brasilien kommen könnte, wo man bereits daran gewöhnt ist, für fast jedes Fiat-Modell eine Abarth-Variante zu entwickeln.

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