Maserati schließt die Rückkehr des V8-Motors nicht aus: «Wir prüfen diese Möglichkeit.»

Während Maserati hat gerade sein Vertrauen in den V6-Motor „Nettuno“ bekräftigt – ein kurzer Satz, der während die Vorstellung der Modellreihe 2027 Das ist sofort aufgefallen: Der V8 ist noch nicht ganz vom Markt verschwunden.

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Auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr des V8 in den GranTurismo antworteten die Verantwortlichen der Marke unverblümt: «Wir prüfen diese Möglichkeit.» Eine Aussage, die zwangsläufig die Debatte um die motorische Zukunft des Trident neu entfacht.

«Wir ziehen auch den V8 in Betracht»

Die Frage kam aus den Vereinigten Staaten, einem Markt, der seit jeher eine große Vorliebe für Fahrzeuge mit großem Hubraum hat. Santo Ficili, Geschäftsführer von Maserati, verwies zunächst auf die Verbundenheit der Marke mit dem V6-Motor „Nettuno“.

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«Heute haben wir einen der besten V6-Motoren der Welt, wenn nicht sogar den besten», erklärte er und fügte hinzu, dass die Teams bereits an dessen Weiterentwicklung arbeiten, insbesondere im Hinblick auf eine Art Hybridisierung. Er ließ jedoch auch die Tür einen Spalt breit offen:

«Natürlich ziehen wir auch den V8 in Betracht. […] Wir schließen die Möglichkeit, auch einen V8 zu haben, nicht aus.»

Der Geschäftsführer betont jedoch, dass ein solcher Motor in der zukünftigen Modellpalette von Maserati nur eine «untergeordnete Rolle» spielen würde.

Maserati verfügt nach wie vor über das Know-how

Auch aus technischer Sicht lautet die Botschaft ähnlich. David Danesin, technischer Leiter der Marke, erklärt, dass Maserati nach wie vor über das «Know-how» und die «Fähigkeiten» verfügt, die für die Entwicklung oder den Einbau eines V8-Motors erforderlich sind. Die Verantwortlichen räumen zudem ein, dass viele Kunden Maserati nach wie vor mit dieser Motorarchitektur in Verbindung bringen. Das Thema des Motorensounds kommt im Austausch mit den Besitzern übrigens regelmäßig zur Sprache. Die Marke betont daher, dass sie daran arbeite, den Klang des V6-Motors „Nettuno“ zu verbessern, um den Erwartungen ihrer Kundschaft gerecht zu werden.

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Eine weitaus komplexere industrielle Realität

Trotz dieser Aussagen scheint eine Rückkehr des V8 bei Maserati derzeit sehr unwahrscheinlich. Seit einigen Tagen betont die Marke vielmehr über die Zukunft des V6 Nettuno. Santo Ficili hat sich sogar als «persönlich verliebt in diesen Motor» bezeichnet, der im SUV Grecale 390 ch und im MCXtrema sogar über 700 ch leisten kann. Die Ingenieure arbeiten bereits an Hybridvarianten des Nettuno, um die Leistung zu verbessern und gleichzeitig künftige Abgasnormen einzuhalten. Maserati sieht in diesem V6 ganz klar eine der Säulen seiner Zukunft.

Die Entwicklung eines neuen V8-Motors würde hingegen sehr hohe Investitionen für eine Marke bedeuten, die zunächst wieder an geschäftliche Dynamik gewinnen und ihre Rentabilität verbessern muss.

Ein V8, ja … aber woher käme er?

Die Annahme, dass Maserati einen V8 komplett selbst entwickeln könnte, erscheint daher kurzfristig wenig glaubwürdig. Dagegen bleibt die Tür für eine andere Lösung offen: den Einsatz eines Motors eines anderen Herstellers oder eines anderen Unternehmens der Gruppe. Zudem ist zu bedenken, dass der Nettuno über eine technische Basis verfügt, die theoretisch den Einbau von zwei weiteren Zylindern ermöglichen würde. Doch bevor man sich eine Rückkehr des V8 ausmalt, scheint Maserati vor allem das volle Potenzial seines V6 ausschöpfen zu wollen.

Heute besteht die dringlichste Aufgabe für die Marke wahrscheinlich nicht darin, einen neuen Achtzylinder zu entwickeln, sondern ihr Image zu stärken, den Absatz wieder anzukurbeln und ihre Kunden zurückzugewinnen. Und dafür scheint der Nettuno nun die Hauptwaffe des Tridents zu sein. Der V8 ist also nicht völlig ausgeschlossen. Doch zwischen einer in Betracht gezogenen Möglichkeit und einem tatsächlich gestarteten Projekt liegt noch ein sehr langer Weg.

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