«Maserati sendet eine offensive Botschaft an seine Kritiker: »Für diejenigen, die es gewohnt sind, uns anzugreifen

Es kommt selten vor, dass Maserati frontal auf die Kritik reagieren. In den letzten Monaten wurde die Marke mit dem Dreizack jedoch mit zahlreichen Fragen konfrontiert: unklare Strategie, sinkende Stückzahlen, komplexe Neupositionierung im Luxusbereich... All dies sind Themen, die die Debatten anheizen.

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Vor diesem Hintergrund hat Cristiano Fiorio, kürzlich zum Marketingdirektor ernannt, Die Regierung hat sich entschieden, das Wort zu ergreifen. Und der Ton ist klar: Die Marke will nicht mehr hinnehmen.

In einer langen Botschaft, die nach einem Treffen der weltweiten Teams in Modena veröffentlicht wurde, spricht er von einem Schlüsselmoment für die Zukunft der Marke, der dazu dienen soll, Visionen, Ideen und vor allem eine gemeinsame Richtung anzugleichen. Doch jenseits der klassischen Corporate Speech fällt ein Satz besonders auf:
«Für diejenigen, die es gewohnt sind, uns anzugreifen, werden wir euch mit unserer positiven Einstellung, unserer Widerstandsfähigkeit ... und vor allem mit den Ergebnissen, die wir liefern, überfluten.» Eine fast schon offensive Botschaft, die sich von der sonst eher zurückhaltenden Kommunikation des italienischen Herstellers abhebt.

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Eine Marke, die Vertrauen und Kohärenz wieder aufbauen will

Hinter dieser Aussage steht ein klarer Wille: die Kontrolle über die Erzählung rund um Maserati zurückzugewinnen. Cristiano Fiorio beharrt auf mehreren Säulen: Vertrauen, Kohärenz und Relevanz. Drei wesentliche Elemente für eine Premiummarke, die sich in einem immer stärker umkämpften Umfeld neu positionieren will.

Er räumt übrigens ganz offen die Schwierigkeiten ein: «Es gibt Herausforderungen und Hindernisse auf unserem Weg». Aber seiner Meinung nach sind die positiven Rückmeldungen, die heute gesammelt werden, bedeutsamer als die Kritik. Eine Art, die aktuellen Spannungen zu relativieren und gleichzeitig eine optimistischere interne Dynamik zu bekräftigen.

Santo Ficili - COO Maserati

Die Botschaft ist auch stark nach innen gerichtet: die Teams durch ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zusammenzuführen. Der COO von Maserati, Santo Ficili, schloss übrigens mit einer zentralen Botschaft: Aufbau eines dauerhaften Zusammenhalts durch Vertrauen, Arbeit und Teamgeist. Eine Philosophie, die in einem unmissverständlichen internen Slogan zusammengefasst ist: «We are Maserati».

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Der Trident: Symbol eines Erbes ... und einer Verantwortung

Cristiano Fiorio schlägt dann einen symbolischeren, fast historischen Ton an. Er geht auf eines der emblematischsten Elemente der Marke ein: den Dreizack. Dieses Symbol, das 1926 auf dem Maserati Tipo 26 bei der Targa Florio entstand, war nie als reines ästhetisches Element gedacht. Er war von Anfang an eine Verkörperung von Wettkampf, Leistung und Sieg.

Ein Jahrhundert später hat sich seine Rolle verändert, aber sein Wesen ist unverändert geblieben. Laut Cristiano Fiorio ist der Dreizack heute mehr als nur ein automobiles Symbol: Er ist zu einem kulturellen Marker geworden, der eine sozio-kulturelle Verantwortung trägt. Dies ist ein interessanter Punkt in der aktuellen Strategie der Marke: über das bloße Automobilprodukt hinauszugehen und sich in eine breitere Welt des Luxus, der Kultur und der Emotionen einzuordnen.

Direktere Kommunikation zur Vorbereitung auf die Zukunft

Mit diesen Redebeiträgen setzt Cristiano Fiorio einen direkteren, fast kämpferischen Stil durch. Eine bemerkenswerte Entwicklung in der Kommunikation von Maserati, die anscheinend aus einer defensiven Haltung herauskommen will.

Das Ziel ist klar: intern beruhigen, extern auf Kritik reagieren und vor allem eine starke Ambition bekräftigen. Die einer Marke, die weder ihre Vergangenheit noch ihre Schwierigkeiten verleugnet, sondern ihren Wert durch konkrete Ergebnisse unter Beweis stellen will. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich diese zur Schau gestellte positive Energie in der Praxis niederschlägt, insbesondere in Bezug auf die Verkaufszahlen und das Image. Denn in der Automobilindustrie reichen Erklärungen nicht aus: Nur durch Ergebnisse können Kritiker zum Schweigen gebracht werden.

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