
Peter Pentell ist ein ziemlich launischer schwedischer Rennfahrer, der in der Bergrennszene für seine extravaganten Vorbereitungen bekannt ist. Hier ist Frankensteins Monster, das seiner Fantasie entsprungen ist. Im Jahr 2001 übernahm er einen echten Lancia Delta Evolution von 1992, Er hat ihn zu seinem Alltagsauto gemacht. Einige Ausfahrten auf der Rennstrecke, um die Grenzen seines Potenzials auszuloten, weckten in ihm den Wunsch, mehr aus seinem legendären Kompaktwagen herauszuholen. Alles begann mit kleinen Änderungen, doch eine Reihe von Motor- und Getriebeschäden ließen seine Leidenschaft unbefriedigt. Daraufhin fiel die Entscheidung für eine radikale Veränderung des Ansatzes.

Sakrileg?
Er brauchte einen robusteren Antriebsstrang, und hier kam das Tier aus dem Land der aufgehenden Sonne ins Spiel. Adieu, der Großteil des Deltas! Stattdessen ein maßgeschneidertes Rohrgestell und eine aerodynamische Karosserie, die einem Rennwagen würdig ist, der die Gesetze der Physik auf dem Pikes Peak herausfordert. Pentell gab zu, dass er sich vom Look der DTM-Limousinen inspirieren ließ, mit einem breiten Bodykit und riesigen Flügeln. Man schielt sogar auf die Silhouetten der Gruppe 5. Die Wahl fiel auf den 2JZ-Reihensechszylindermotor und das Getriebe, die von einem Toyota Supra der vierten Generation übernommen wurden.

Der Delta, der bald als «LaSupra»-Delta bekannt sein wird, hat auch Anleihen bei anderen Autos gemacht. Die Stoßdämpfer und die fünffach verstellbaren Öhlins-Stoßdämpfer stammen von einem Porsche 911 GT3 RSR, aber andere Teile sind aus dem Ultima GTR. Die Lenkzahnstange stammt aus einem Porsche 997 Carrera, die elektrische Lenkpumpe aus einem Volvo V50. So erhält man ein Fahrzeug, das nur die Silhouette des Deltas und die Fenstereinfassungen beibehält.


Obwohl das Auto zunächst wie ein Frankenstein-Monster aussah, passte es, so wie es war, gut zu Peters Vision für ein Bergrenn-Delta. «Ich wollte etwas schaffen, das ein Lancia aus dieser Zeit», erzählte er. «Wenn sie sich zum Beispiel entschieden hätten, auf Rennstrecken oder bei Bergrennen zu starten».»
Ein Kultmotor in der Vorbereitungsszene
Bei den Motorenswaps ist der 2JZ von Toyota aufgrund seiner Turbo-Power und seiner Zuverlässigkeit die erste Wahl, egal ob bei Bergrennen oder Time Attack. Die Supra-Motoren aller Generationen waren schon immer zuverlässig genug, um auch große Leistungssteigerungen problemlos zu verkraften. Der 1991 erschienene Motor basiert auf einer nahezu unzerstörbaren Gusseisenstruktur, einer geschmiedeten Kurbelwelle und einer nicht-interferentiellen Architektur. Seine Übertechnik, die für jahrzehntelange Extreme ausgelegt ist, macht ihn zu einer idealen Basis für Tuner. Sein Motor hält extremem Überdruck stand, selbst nachdem die Original-Turbos durch einen einzigen Turbo ersetzt wurden. Hobby- und Profi-Mechaniker loben ihn für seine einfache Handhabung: Zahnriemen, Ölwechsel oder Reparaturen - alles ist ohne Kopfzerbrechen möglich.

1000 PS!
Das Auto hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Der Ladeluftkühler und der Kühler stammen von einem Nissan Skyline GT-R.

Zunächst rot, wurde er ab 2014 blau und überschritt zunächst die 700-PS-Marke. Mit den jüngsten Entwicklungen, die 2017 eingeführt wurden, wurde eine halluzinierende Leistung von 1.000 PS erreicht, die über ein Sechsgang-Supra-Getriebe auf die Hinterräder übertragen wird - im Gegensatz zum legendären Rallye-Integrale, von dem er inspiriert wurde. Um das Ganze zu bremsen, verlässt man sich auf ein Brembo GT-Bremsset mit 6/4-Kolben-Bremssätteln (vorne/hinten) und schwimmend gelagerten 355/345 mm großen Bremsscheiben (vorne/hinten).




Der Innenraum ist ebenso spektakulär. Im Bereich des Getriebetunnels befindet sich ein System aus zwei Hebeln, mit dem die Härte der vorderen und hinteren Stabilisatoren je nach trockenen oder regnerischen Bedingungen eingestellt werden kann.
Das Tier trat sowohl bei Bergrennen als auch bei Time Attacks an, sowohl bei nordischen als auch bei europäischen Veranstaltungen. Es nahm auch am Festival of Speed in Goodwood teil.
