
Es ist ein neues Spiel mit den musikalischen Stühlen innerhalb des Volkswagenkonzerns ... aber es sagt viel über die Richtung aus, die die Lamborghini. Die italienische Marke hat gerade die Ankunft von Fermín Soneira als Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung angekündigt, ein atypisches Profil, das direkt... aus China kommt, wo er ein großes Elektroprojekt für Audi leitete.
Unerwartetes Profil als Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Lamborghini
Ab dem 1. Juli wird Fermín Soneira die Verantwortung für die gesamte technische Strategie von Lamborghini übernehmen, einschließlich der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und der Motorsportabteilung. Eine Schlüsselrolle in einer entscheidenden Phase für die Marke, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet.

Was jedoch am meisten auffällt, ist seine jüngste Laufbahn. Seit März 2024 war er CEO des Kooperationsprojekts zwischen Audi und SAIC in China mit einer sehr konkreten Aufgabe: dem Aufbau einer neuen, speziell auf den chinesischen Markt ausgerichteten Elektromarke. In nur zwei Jahren beaufsichtigte er die Einführung einer ganzen Reihe von Elektrofahrzeugen, darunter die Limousine E5 Sportback und das SUV E7X, die auf einer völlig neuen Technologieplattform basieren.


Ein kurzer, aber intensiver Aufenthalt im wettbewerbsintensivsten Automobilmarkt der Welt. Und vor allem ein vollständiges Eintauchen in die Welt der Elektrofahrzeuge, der Software und der vernetzten Technologien - Bereiche, in denen Lamborghini nun beschleunigen muss.
Symbolischer Übergang mit Audi
Die Ankunft von Fermín Soneira ist Teil einer größeren Bewegung zwischen Lamborghini und Audi, zwei Marken, die innerhalb des Volkswagenkonzerns eng miteinander verbunden sind. Denn zur gleichen Zeit hatte sein Vorgänger Rouven Mohr (der als sein Drift-Video in Temerario), geht den umgekehrten Weg.

Nachdem er seit 2022 die technische Strategie von Lamborghini geleitet hatte, wurde Mohr Anfang 2026 zum Chief Technical Officer der AUDI AG ernannt. Eine Rückkehr zu seinen Wurzeln für den erfahrenen Ingenieur, der vor seinem Wechsel nach Sant'Agata Bolognese bereits mehrere Schlüsselpositionen bei Audi innegehabt hatte.
Bei Lamborghini hinterlässt er einen großen Fußabdruck. Er war es, der die komplette Hybridisierung der Modellpalette vorantrieb, mit ikonischen Modellen wie dem Revuelto, l’Urus SE oder auch die Temerario. Er betreute auch die Rennprogramme, darunter den SC63, der in der Langstreckenmeisterschaft eingesetzt wurde.
Lamborghini an einem technologischen Wendepunkt?
Dieser Wechsel in der technischen Leitung ist keineswegs harmlos. Lamborghini tritt in eine neue Phase seiner Geschichte ein, in der Elektrifizierung, Software und digitale Erfahrungen genauso wichtig werden wie die mechanische Leistung.
Die Wahl von Soneira ist bezeichnend: Seine Expertise liegt nicht nur in der traditionellen Technik, sondern auch in der Produktstrategie, dem globalen Marketing und vor allem ... der Elektrik. Bei Audi leitete er unter anderem die e-tron-Modellreihen, die Fahrzeuge wie den Q4, Q6, Q8 e-tron oder den e-tron GT abdecken.
In jüngster Zeit hat er in China an 800V- und 900V-Architekturen, ultraschnellen Ladesystemen, Schnittstellen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, und Plattformen für vernetzte Fahrzeuge gearbeitet. All dies sind technologische Bausteine, die zukünftige Lamborghini-Modelle beeinflussen könnten.
In seiner ersten Stellungnahme sprach Fermín Soneira von einer “Ehre”, einer so ikonischen Marke wie Lamborghini beizutreten, und machte gleichzeitig deutlich, dass er sich zum Ziel gesetzt hat, “die technologische Exzellenz und das Fahrerlebnis noch weiter zu steigern”.
Hinter diesen Worten steht eine Realität: Lamborghini muss ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation schaffen. Seine emotionale DNA bewahren und gleichzeitig neue, immer komplexere Technologien integrieren. Die Ankunft eines Profils wie Soneira, der zwischen Leistung, Elektrifizierung und Software navigieren kann, zeigt, dass die Marke angesichts der Umwälzungen in der Branche nicht nur zuschauen will. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich diese Vision in den zukünftigen Modellen konkret niederschlagen wird.