Kimera K39: Dieser Rennwagen im Martini-Racing-Design aus den 80er Jahren verfügt über 1000 ch und wurde gerade bei der Le Mans Classic gesichtet

Kaum anderthalb Monate, nachdem er bei seine Präsentation beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este, die Kimera K-39 hat bereits die Umgebung wiedergefunden, für die er offenbar konzipiert wurde: die Paddocks einer legendären Rennstrecke. Am Wochenende vom 2. bis 5. Juli 2026, anlässlich der Le Mans Classic Legend, wird der kleine italienische Hersteller Kimera Automobili war mit mehreren seiner Kreationen angereist. Und natürlich zog ein Auto alle Blicke auf sich: der spektakuläre K-39 Pikes Peak mit seiner Martini-Racing-Lackierung.

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Eine fast perfekte Kulisse für diesen handgefertigten Hypercar, der von den Glanzzeiten von Lancia im Rennsport inspiriert ist. Inmitten der Oldtimer wirkte der K-39, als stamme er direkt aus den 80er Jahren … nur dass er eine Technologie und eine Leistung verbirgt, die den modernsten Hypercars in nichts nachstehen.

Der Lancia-Charakter der 80er Jahre, aber auf die Spitze getrieben

An den Kimera-Ständen hatte Gründer Luca Betti Vergangenheit und Zukunft vereint. Auf der einen Seite stand ein echter Lancia 037 Rally, mit dem er an der Veranstaltung teilnahm. Auf der anderen Seite standen die beiden modernen Interpretationen seiner Vision: ein Kimera K-39 Stradale und dieser unglaubliche, weitaus radikalere K-39 Pikes Peak.

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Und die Verbindung zwischen den beiden Epochen springt sofort ins Auge. Die kantigen Linien, die verbreiterten Kotflügel, der riesige Heckflügel oder auch die Martini-Racing-Lackierung erinnern an die Glanzzeiten von Lancia im Rallyesport und im Langstreckenrennsport. Doch im Gegensatz zur Kimera EVO37 und EVO38, die eine direkte Neuinterpretation des legendären 037 darstellten, ist der K-39 eine völlig neue Entwicklung.

Foto: RGCars
Foto: RGCars
Foto: RGCars
Foto: RGCars

Hier geht es nicht darum, ein altes Auto zu modernisieren. Kimera hat ganz von vorne angefangen, um sich vorzustellen, wie ein Lancia-Rennwagen heute aussehen könnte, wenn seine Geschichte bis heute fortgesetzt worden wäre.

Eine Pikes-Peak-Version, die darauf ausgelegt ist, den Berg zu bezwingen

Diese Pikes-Peak-Variante ist nicht nur eine reine Stilübung. Sie wurde entwickelt, um den Anforderungen eines der extremsten Rennen der Welt gerecht zu werden: dem berühmten amerikanischen Pikes-Peak-Bergrennen, das sich über etwa 20 Kilometer erstreckt und bei dem die Fahrer mit der Höhe, wechselnden Haftungsverhältnissen und einem Null-Fehler-Spielraum zurechtkommen müssen. Zu diesem Zweck hat Kimera die Aerodynamik auf die Spitze getrieben. Jede Oberfläche arbeitet mit der Luft zusammen: ein riesiger Frontsplitter, verbreiterte Radkästen, ein gigantischer Heckdiffusor und ein monumentaler Heckflügel. Die Marke kündigt zudem spezielle, schnell austauschbare Komponenten an, um das Auto an die Straße, die Rennstrecke oder die Berge anzupassen. Unter dieser Karosserie, die aussieht, als stamme sie aus einem modernen Gruppe-C-Prototyp, verbirgt sich jedoch die größte Überraschung: ein Motor, der nichts Italienisches an sich hat.

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Ein Koenigsegg-Motor mit 1000 Pferdestärken

Kimera ist mit der Zusammenarbeit mit Koenigsegg bei der Entwicklung des Motors für den K-39 ein echter Geniestreich gelungen. Hinter dem Cockpit befindet sich ein 5,0-Liter-V8-Biturbo, der vom schwedischen Hersteller speziell für dieses Projekt angepasst wurde. Das Ergebnis ist spektakulär: 1000 ch bei 7350 U/min, 1200 Nm Drehmoment bei 5500 U/min und eine maximale Drehzahl von 8250 U/min. Das sind Werte eines Hybrid-Hypercars, die hier jedoch ohne angekündigte elektrische Unterstützung erzielt wurden.

Das Ziel bestand nicht nur darin, maximale Leistung zu erzielen. Insbesondere die Turbolader wurden so angepasst, dass Ansprecheigenschaften und Fahrgefühl im Vordergrund stehen, wobei die Mechanik darauf ausgelegt ist, unter den extremen Bedingungen eines Rennens wie dem Pikes Peak brutal und voll einsetzbar zu sein. Der in einer sehr kleinen Serie produzierte Kimera K-39 war bereits wenige Tage nach seiner Vorstellung fast vollständig ausverkauft. Nach dem Le Mans Classic soll sein Programm mit weiteren internationalen Auftritten fortgesetzt werden, insbesondere beim Goodwood Festival of Speed oder der Monterey Car Week.

Mit dieser K-39 begnügt sich Kimera nicht mehr damit, italienische Legenden der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Die kleine piemontesische Marke versucht nun, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Und es ist schwer vorstellbar, dass es eine bessere Hommage an die „Monster“ von Martini Racing aus den 80er Jahren geben könnte als eine 1.000-PS-Maschine, die Nostalgie, italienische Handwerkskunst und einen Koenigsegg-Motor vereint.

Nachfolgend ein Video der K39 Stradale, die über denselben Motor wie die K39 Pikes Peak verfügt.

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