
Erst vor wenigen Tagen tauchte in den sozialen Netzwerken die allererste Ferrari F80 in London ausgeliefert. Ein Auftritt, der in den sozialen Netzwerken für Aufsehen sorgte, da es nach wie vor eine Seltenheit ist, das neue Hypercar aus Maranello auf öffentlichen Straßen anzutreffen. Doch die britische Hauptstadt hat bereits ein zweites Exemplar willkommen geheißen … und dieses verbirgt eine Besonderheit, die für Gesprächsstoff sorgen dürfte.
Auf den ersten Blick ähnelt dieser neue F80 stark dem ersten Modell. Auch er verfügt über eine rote Karosserie, die mit zahlreichen schwarzen Elementen kombiniert ist: Dach, Außenspiegel, Felgen, Aerodynamikteile und ein riesiger Heckdiffusor. Auch der berühmte schwarze Streifen, der die beiden Frontscheinwerfer verbindet, ist wieder mit von der Partie – ein stilistisches Markenzeichen, das die Fans nach wie vor spaltet Ferrari.
Ein Ferrari, der nicht unbemerkt bleibt
Bei genauerem Hinsehen lassen sich jedoch einige Details erkennen, die diesen zweiten F80 von anderen unterscheiden. Die Felgen weisen ein anderes Design auf als das erste Exemplar, das in London gesichtet wurde, doch vor allem ein weitaus unauffälligeres Detail zieht die Aufmerksamkeit von Kennern sofort auf sich.




Der zweite Ferrari ist mit der brandneuen «Factory Race»-Auspuffanlage ausgestattet. Dieses von Ferrari entwickelte System ist für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen und verspricht einen deutlich markanteren Klang. Eine Entwicklung, die keineswegs unbedeutend ist, denn einer der wenigen Kritikpunkte, die seit seiner Vorstellung am F80 geäußert wurden, betrifft gerade seinen als zu zurückhaltend empfundenen Klang, obwohl er dank seines 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motors, der von drei Elektromotoren unterstützt wird, eine Spitzenleistung von 1.200 ch erreicht. Die ersten in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos scheinen zu bestätigen, dass diese Auspuffanlage den Charakter des Hypercars radikal verändert und einen weitaus spektakuläreren Sound bietet als die Serienausstattung.
Ein in der Welt des Langstreckenrennsports bekannter Rennstallbesitzer
Im Gegensatz zum ersten Londoner Exemplar, das Brandon Bailey zugeschrieben wird, soll dieser zweite Ferrari F80 François Perrodo gehören. Der französische Industrielle und Vorstandsvorsitzende des Ölkonzerns Perenco ist zudem eine bekannte Persönlichkeit im Motorsport. Als versierter Langstreckenfahrer kann François Perrodo unter anderem vier FIA-WEC-Weltmeistertitel, zwei Siege bei den 24 Stunden von Le Mans in seiner Klasse sowie zwei Titel in der European Le Mans Series vorweisen. Er ist zudem ein leidenschaftlicher Sammler und Gründungsmitglied von „La JER“, einem Kreis, der mehrere große Liebhaber außergewöhnlicher Automobile vereint. Ein Detail bestätigt übrigens diese französische Herkunft: Trotz seiner Präsenz in London trägt der Ferrari im Video ein französisches Kennzeichen.
