
Während Ferrari sich darauf vorbereitet, seine besten Kunden für die Cavalcade 2026 zu versammeln, wird ein Gerücht immer lauter: Die Marke mit dem cabré cheval cabré soll kurz davor stehen, eine sehr limitierte Auflage des 12Cilindri mit Handschaltung zu enthüllen. Sollte sich diese Information bestätigen, wäre dies ein historisches Ereignis, fast 15 Jahre nach dem Verschwinden der letzten Ferraris mit drei Pedalen.
Die Rückkehr eines handbetriebenen Ferraris - eine Idee, die unmöglich schien
Seit dem Verschwinden der letzten Ferrari California und 599 GTB Fiorano die 2012 mit einem Schaltgetriebe ausgestattet wurden, schien der Hersteller aus Maranello endgültig mit der Vergangenheit abgeschlossen zu haben. Die Doppelkupplungsgetriebe, die schneller, effizienter und besser an die modernen Anforderungen angepasst waren, hatten die Handschaltgetriebe in den Rang einer nostalgischen Erinnerung verbannt.
Dennoch gibt es seit mehreren Jahren immer wieder Gerüchte. Bereits im April dieses Jahres berichteten wir über die Möglichkeit, dass Ferrari arbeitet an einem Getriebe, das von der von Koenigsegg entwickelten Technologie inspiriert ist für seine spektakuläre CC850. Eine Lösung, die das Gefühl eines traditionellen mechanischen Getriebes vermittelt und gleichzeitig die Vorteile moderner elektronischer Systeme bietet. Heute scheinen neue Informationen diesem Projekt noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Geplante Präsentation während der Cavalcade 2026
Mehreren übereinstimmenden Quellen zufolge bereitet Ferrari die Enthüllung eines neuen Modells für seine treuesten Kunden während der Ferrari Cavalcade 2026 vor, die vom 29. Juni bis zum 6. Juli zwischen Venedig und Athen stattfindet. Wie so oft bei Ferrari werden die exklusivsten Projekte zuerst einem sehr kleinen Kreis von Sammlern vorgestellt, bevor sie möglicherweise öffentlich kommuniziert werden. Ein Kontext, der perfekt zu einem so besonderen Auto wie einem handgeschalteten Ferrari V12 passt. Bei dem betreffenden Modell würde es sich um eine Sonderversion des Ferrari 12Cilindri, Der GT mit V12-Saugmotor ist der aktuelle GT der Marke.
Ist der Name schon durchgesickert?
Ein weiteres Element fasziniert die Beobachter. Ferrari hat kürzlich die Namen «12Cilindri MM» und «12Cilindri GTO» hinterlegt hat». Während das zweite natürlich für eine zukünftige, radikalere, rennstreckenorientierte Version gedacht zu sein scheint, könnte das erste eine ganz besondere Bedeutung haben. Die Initialen MM könnten sich auf die legendäre Mille Miglia beziehen, eines der berühmtesten Straßenrennen in der italienischen Geschichte.
Das Augenzwinkern wäre logisch. Zur Zeit der Mille Miglia waren die Rennwagen fast alle mit Handschaltungen ausgestattet. Einen modernen Ferrari mit dieser Tradition zu verbinden, würde den Neo-Retro-Charakter des Projekts noch verstärken.
V12-Saugmotor und ein echtes H-Gitter
Die verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass der Motor nicht verändert werden sollte. Der spektakuläre 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 830 PS und einer Drehzahl von bis zu 9500 Umdrehungen pro Minute würde weiterhin verwendet werden. Die eigentliche Neuerung würde natürlich das Getriebe betreffen.
Bisher weiß niemand genau, welche technische Lösung Ferrari gewählt hätte. Einige erwähnen die Adaption eines modernen Schaltgetriebes, das mehr als 1000 PS verkraften kann, während andere sich eine ausgefeiltere Technologie vorstellen, die sich am System des Koenigsegg CC850 orientiert.

Diese ermöglicht es, das Erlebnis eines traditionellen Schaltgetriebes mit H-Gitter und Kupplungspedal nachzuempfinden, wobei sie sich auf eine extrem fortschrittliche elektronische Steuerung stützt. Der Fahrer hat das Gefühl, einen Oldtimer zu fahren, aber die Technologie im Hintergrund ist ausgesprochen modern.
Das Ferrari-Patent, das die Spekulationen neu entfacht
Die Hypothese einer Hybridlösung aus Mechanik und Elektronik ist umso glaubwürdiger, als ein kürzlich entdecktes Ferrari-Patent genau in diese Richtung geht.

Das Dokument beschreibt ein elektronisches Kupplungspedalsystem, das in der Lage ist, das Gefühl einer echten mechanischen Kupplung originalgetreu zu reproduzieren. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Verbindung zwischen Pedal und Getriebe betätigt der Fahrer eine Vorrichtung, die mit Federn, Sensoren und einem speziell entwickelten mechanischen Profil ausgestattet ist, um die Kraft und das Gefühl einer herkömmlichen Kupplung nachzuahmen.
Ultrabegrenzte Produktion
Sollte dieser handgeschaltete 12Cilindri tatsächlich das Licht der Welt erblicken, dürfte er äußerst selten bleiben. Die jüngste Geschichte von Ferrari zeigt, dass Versionen mit Schaltgetriebe heute zu den von Sammlern am meisten gesuchten Modellen gehören. Beispielsweise wurden nur 30 Exemplare des Ferrari 599 GTB Fiorano mit Handschaltgetriebe produziert, was zum Teil ihren außergewöhnlichen Wert auf dem heutigen Markt erklärt. Ein 12Cilindri mit Handschaltung, der in einer sehr kleinen Serie hergestellt wurde, hätte alle Merkmale eines zukünftigen Sammlerstücks: einen V12-Saugmotor, ein Getriebe mit drei Pedalen und eine extrem begrenzte Verbreitung.
Ein falscher Elektro-Ferrari, ein falsches Schaltgetriebe... Ferrari macht eine schlechte Figur...