Ein neuer Ferrari-V6-Motor für 17.000 €? Es gibt einen kleinen Haken

Auf den ersten Blick lässt die Anzeige Träume wahr werden. Ein brandneuer Ferrari-V6-Motor mit 0 Kilometern, angeboten für rund 17.000 Euro. Da schon der kleinste Supercar-Motor wahnsinnige Summen erreichen kann, scheint das Angebot fast zu gut, um wahr zu sein … Und tatsächlich gibt es da ein entscheidendes Detail: Dieser Ferrari-V6 wird niemals anspringen.

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Der Motor des siegreichen Ferrari in Le Mans

Seit seiner Rückkehr in die Königsklasse des Langstreckenrennsports hat sich der Ferrari 499P zu einem der bedeutendsten Rennwagen in der jüngeren Geschichte der italienischen Marke entwickelt. Nachdem er Ferrari 2023 den Wiedereinstieg an die Spitze der 24 Stunden von Le Mans beschert hatte, gewann das Hypercar auch die Ausgaben 2024 und 2025 (jedoch nicht 2026…).

V6-Motor des Ferrari 499P

Das Herzstück dieses Fahrzeugs bildet ein 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motor mit einem Winkel von 120 Grad, der vom Motor des Ferrari 296 abgeleitet, jedoch für den Rennsport grundlegend überarbeitet wurde. Auch dieser Motor ist zu einer echten technischen Ikone geworden. Und genau diesen Motor hat ein spezialisiertes britisches Unternehmen nun zum Verkauf angeboten.

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Ferrari-V6-Motor für 16.995 €

Das Unternehmen Amalgam Collection, bekannt für seine Reproduktionen der allerhöchsten Qualitätsstufe, bietet nun eine Nachbildung des Motors und des Getriebes des Ferrari 499P an. Der angegebene Preis beträgt 16.995 Euro.

Bei diesem Preis könnten manche auf die Idee kommen, einen echten Rennmotor zu kaufen. Dabei handelt es sich jedoch um ein Modell im Maßstab 1:4 mit einer Länge von etwa 35 Zentimetern, das den V6 des in Le Mans siegreichen Hypercars äußerst präzise nachbildet. Jedes Exemplar wird von einem kleinen Team aus Handwerkern von Hand zusammengebaut. Laut Amalgam waren mehr als 3.500 Stunden für die Entwicklung des Modells erforderlich, und für die Herstellung jedes einzelnen Teils werden mehr als 325 Stunden aufgewendet. Das britische Unternehmen arbeitet seit über zwanzig Jahren mit Ferrari zusammen. Diese Zusammenarbeit verschafft ihm Zugang zu CAD-Daten, technischen Referenzen und Spezifikationen, die von den Ingenieuren in Maranello verwendet werden. Das Ergebnis: Der Detaillierungsgrad ist spektakulär.

Die Turbolader, die Bauteile des sequenziellen Getriebes, die verschiedenen Leitungen und die zahlreichen bearbeiteten Metallteile sind beeindruckend originalgetreu nachgebildet. Auf manchen Fotos ist es sogar schwer, das Modell vom echten Motor zu unterscheiden. Amalgam vergleicht diese Kreation übrigens mit einer mechanischen Uhr der Haute Horlogerie, bei der die Schönheit sowohl in der Komplexität des Objekts als auch in seiner Funktionsweise liegt.

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Für Sammler

Diese Nachbildung des Ferrari 499P V6 wird weltweit auf nur 499 Exemplare limitiert sein. Diese Zahl wurde natürlich in Anlehnung an das italienische Hypercar gewählt. Mit fast 17.000 Euro mag der Preis für einen Motor, der genau … 0 PS leistet, extravagant erscheinen. Dennoch ist dieser Betrag im Vergleich zu den Modellautos der Marke, von denen einige bereits mehr als 25.000 Euro kosten, fast noch angemessen.

Der Haken an diesem Ferrari-V6 mit 0 km steht also letztendlich ganz einfach darin, dass er niemals in einem Auto zum Einsatz kommen wird. Für die wohlhabendsten Liebhaber könnte er jedoch dennoch seinen Platz in einer Sammlung finden.

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