Ferrari nutzt das Luce-Chaos, um die 10 Marken für zukünftige Modelle anzumelden

Illustration Italpassion

Während die gesamte Aufmerksamkeit der Medien von der neuen Ferrari Luce, die erste Ferrari 100 % Elektroauto, das am 25. Mai 2026 offiziell enthüllt werden soll, treibt die italienische Marke hinter den Kulissen diskret ihre Schritte voran. Und während sich die sozialen Netzwerke über das Design und die Positionierung dieses umstrittenen Elektroautos aufregen, hat Maranello gerade nicht weniger als zehn neue Markenzeichen angemeldet, die einen sehr interessanten Einblick in die zukünftigen Ferrari-Modelle geben. Eine geschickte Art, die Aufmerksamkeit abzulenken? Vielleicht. Denn während die Enthusiasten heftig über den Luce debattieren, bereitet Ferrari bereits die Zeit danach vor.

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Der Ferrari Luce löst einen Sturm unter den Enthusiasten aus

Selten hat ein Ferrari schon bei seiner Vorstellung eine derartige Reaktion ausgelöst. Der Luce, über 5 Meter lang, mit vier Elektromotoren für über 1000 PS und als ultraluxuriöser Technologie-GT gedacht, spaltet die Automobilwelt zutiefst.

In den Foren der Ferrari-Besitzer und in den sozialen Netzwerken häufen sich die kritischen Stimmen. Viele prangern ein Design an, das ihrer Meinung nach zu weit von den historischen Codes der Marke entfernt ist. Einige sprechen von einem «seelenlosen» Ferrari, andere von einem «iPhone auf Rädern», in Anspielung auf die Arbeit von Jony Ives Studio LoveFrom, das an dem Projekt beteiligt ist. Bei einigen historischen Sammlern geht die Ablehnung sogar noch weiter. Mehrere Besitzer geben an, dass sie den Kauf eines elektrischen Ferraris niemals in Betracht ziehen würden, selbst wenn dieser eine beeindruckende Leistung hätte. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h kann der Luce mit den besten Supersportwagen aus Maranello mithalten. Doch das scheint nicht mehr auszureichen. Bei Ferrari steht die Emotion nach wie vor im Mittelpunkt. Und für einen Teil der Kunden verliert ein Ferrari ohne V8- oder V12-Saugmotor einen großen Teil seiner Identität.

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Während alle das Luce anschauen, plant Ferrari bereits die Zukunft

Genau vor diesem explosiven Hintergrund tauchte in Italien ein anderer, weitaus diskreterer Fall auf. Wie aus Anmeldungen beim italienischen Patent- und Markenamt hervorgeht, hat Ferrari gerade zehn neue Handelsnamen registrieren lassen. Diese Namen kommen nicht von ungefähr.

Die spektakulärste betrifft wahrscheinlich den zukünftigen Ferrari F80. Ferrari soll die Namen F80 Targa, F80 Roadster, F80XX und FXX80 registriert haben. Damit könnte man sich eine ganze Familie vorstellen, die von dem kürzlich vorgestellten Hypercar abstammt. Die Namen Targa und Roadster lassen natürlich an offene Versionen denken, die an die legendären Ferrari Aperta erinnern. Die Namen F80XX und FXX80 erinnern an die exklusiven FXX- und FXX-K-Programme, die nur ausgewählten Kunden vorbehalten waren und nur auf der Rennstrecke eingesetzt wurden.

Ein zukünftiger 12Cilindri GTO lässt bereits träumen

Die Einreichungen betrafen auch den Ferrari 12Cilindri. Ferrari soll die Namen 12Cilindri MM, 12Cilindri MM Aperta und vor allem 12Cilindri GTO reserviert haben. Und die letztgenannte Bezeichnung ist wahrscheinlich die unglaublichste.

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Das GTO-Badge ist nach wie vor eines der legendärsten in der Geschichte von Ferrari. Es erinnert sofort an den legendären 250 GTO, aber auch an die neueren 599 GTOs. Die Vorstellung eines 12Cilindri GTO mit einem noch extremeren V12-Saugmotor reicht bereits aus, um einen Teil der Tifosi zu beruhigen, die angesichts der mit dem Luce eingeleiteten elektrischen Wende beunruhigt sind.

Ferrari bereitet auch radikale Versionen des 296 vor

Selbst der Ferrari 296 bleibt von dieser Registrierungswelle nicht verschont. Ferrari hat die Namen 296 Challenge Stradale, 296 CS und 296 Challenge Evo registriert.

Die Rückkehr des Namens Challenge Stradale ist besonders symbolträchtig. Das Kult-Badge, das Anfang der 2000er Jahre auf dem Ferrari 360 Challenge Stradale erschien, wurde später durch die Modelle 430 Scuderia, 458 Speciale und 488 Pista ersetzt. Seine Rückkehr deutet darauf hin, dass Ferrari bei seiner V6-Hybrid-Limousine zu einer noch radikaleren Philosophie zurückkehren könnte, mit einem leichteren, aggressiveren und mehr auf die Rennstrecke ausgerichteten Modell. Der zukünftige 296 Challenge Evo scheint für den Rennsport bestimmt zu sein.

Versucht Ferrari bereits, seine Kunden zu beruhigen?

Das Timing dieser Einreichungen ist zwangsläufig faszinierend. Denn sie kommen genau zu dem Zeitpunkt, an dem Ferrari wahrscheinlich eine der heftigsten Kontroversen seiner jüngeren Geschichte durchmacht.

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Auf der einen Seite symbolisiert der Luce die von der Marke angestrebte elektrische Zukunft. Auf der anderen Seite erinnern diese neuen Namen fast alle an leidenschaftliche, exklusive, radikale Ferraris, die oft mit dem V12-Motor oder der Rennstrecke verbunden sind. Als ob Ferrari bereits versuchen würde, eine klare Botschaft an seine historischen Kunden zu senden: Ja, der Elektroantrieb kommt, aber die Ferrari-DNA wird nicht aufgegeben.

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