
Es gibt Szenen, die nur Autofans wirklich genießen können! Auf einer italienischen Autobahn tauchen inmitten des alltäglichen Verkehrs, der aus Stadtautos und LKWs besteht, zwei ungewöhnliche Silhouetten auf: eine Ferrari F80 und eine Daytona SP3. Zwei Monster aus Maranello, zwei radikal unterschiedliche Auffassungen von Leistung ... und mehr als 10 Millionen Euro, die ruhig zwischen zwei Lastwagen hin und her rollen.
Eine fast unwirkliche Begegnung auf der Autobahn
Die Vorstellung, einem Hypercar auf der Autobahn zu begegnen, ist schon selten genug. Zwei davon nebeneinander zu sehen, ist fast schon unwirklich. Und doch kam es in Italien zu einer solchen Szene, die in einigen viral gegangenen Bildern festgehalten wurde. Die beiden in Mailand zugelassenen Autos sind nicht einfach nur irgendwelche Autos. Auf der einen Seite steht ein neuer Ferrari F80, der im März 2026 erstmals zugelassen wurde. Auf der anderen Seite ein Daytona SP3, der seit Mai 2024 registriert ist. Zwei Modelle, die in sehr begrenzter Auflage produziert wurden und für eine ultra-exklusive Kundschaft bestimmt waren.





Daytona SP3: Der Kult des V12-Saugmotors
Die Daytona SP3 gehört zur prestigeträchtigen Icona-Serie. Sie wird 2021 vorgestellt und ist eine Hommage an die Prototypen Ferrari der 1967 bei den 24 Stunden von Daytona siegreich war. Sein Design erinnert sofort an die 60er Jahre, mit Linien, die vom 330 P3/4 und 412 P inspiriert sind. Unter seiner Karosserie gibt es keine modernen Kompromisse: ein 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 840 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 2,85 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h. Eine rohe, emotionale Maschine, die für Puristen gedacht ist. Der SP3 wurde in einer Auflage von nur 599 Stück produziert und hatte einen Startpreis von rund 2 Millionen Euro. Auf dem Markt sieht die Realität jedoch ganz anders aus: Einige Exemplare haben bei Auktionen im Jahr 2025 bereits einen Preis von über 5 Millionen Euro erzielt (nicht mitgerechnet die Version 499+1 für 26 Millionen Euro).


Ferrari F80: Die neue Ära der Leistung
Der Ferrari F80 verkörpert das genaue Gegenteil. Er ist der letzte zugelassene Supersportwagen der Marke und tritt die Nachfolge von Legenden wie dem F40, F50 oder LaFerrari an. Hier ändert Ferrari seine Philosophie komplett. Weg mit dem V12-Saugmotor, hin zu einem 3-Liter-V6-Biturbo, der aus dem Hypercar 499P stammt und mit drei Elektromotoren kombiniert wird. Das Ergebnis: eine Gesamtleistung von 1200 PS. Die Leistung entspricht diesem beeindruckenden Datenblatt: 0 auf 100 km/h in 2,15 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Der F80 wird in einer Auflage von 799 Exemplaren produziert und kostet ab 3,6 Millionen Euro... vor jeglicher Individualisierung.


Zwei gegensätzliche Visionen, eine gemeinsame DNA
Diese beiden Modelle zusammen zu sehen, ist faszinierend. Auf der einen Seite blickt der Daytona SP3 in die Vergangenheit, feiert das goldene Zeitalter von Ferrari und die mechanische Reinheit. Auf der anderen Seite wirft der F80 die Marke in die Zukunft, mit einer bis zum Äußersten getriebenen Hybridisierung, um die Grenzen der Leistung zu verschieben. Zwei Philosophien, zwei Epochen, aber eine gemeinsame DNA: die von Maranello.
Während einige von 13 Millionen Euro für dieses Duo sprechen, liegt eine realistischere Schätzung bei etwas mehr als 10 Millionen Euro. Berücksichtigt man einen Daytona SP3, der heute etwa 5 Millionen Euro wert ist, und einen Ferrari F80, der auf 3,5 bis 4 Millionen Euro geschätzt wird, erreicht man leicht diese schwindelerregende Zahl.
Das Unglaublichste ist jedoch der Hintergrund. Keine Rennstrecke, keine private Veranstaltung, kein Eleganzwettbewerb. Nur eine Autobahn, gewöhnliche Autos ... und zwei der exklusivsten Ferraris, die je produziert wurden, fahren herum, als wäre nichts geschehen.