
Von einem Porsche 911 GT2 RS zu einem Alfa Romeo 33 Stradale Das ist kein Autowechsel. Das ist ein Wechsel der Welt.
Auf Instagram hat ein unter dem Pseudonym Stradalou bekannter Liebhaber gerade eines der exklusivsten Exemplare der modernen italienischen Automobilgeschichte enthüllt. Seinen Beiträgen zufolge ist er nun Besitzer des 33 Stradale mit der Nummer 10. Sein Auto soll am 20. April 2026 an den Besitzer übergeben worden sein, also etwas mehr als ein Jahr nach der Auslieferung des allerersten Exemplars am 17. Dezember 2024.
Was diese Geschichte interessant macht, ist das Profil des Besitzers. Wenn man seinen Instagram-Account durchblättert, entdeckt man einen echten Porsche-Enthusiasten. Ein 911 GT2 RS, ein 911 Carrera 4S Typ 992 oder auch ein Mini John Cooper Works GP3 tauchen regelmäßig in seinen früheren Beiträgen auf. Radikale, leistungsstarke Autos, die für ihre Effizienz bekannt sind. Und doch ist es tatsächlich ein Alfa Romeo das heute offenbar den wichtigsten Platz in seiner Garage einnimmt.




Die Geschichte zwischen Stradalou und seinem 33 Stradale reicht übrigens schon lange zurück. Bereits im Frühjahr 2025 teilte er Bilder des Autos, das gerade in den Werkstätten von Touring Superleggera gebaut wurde. Darauf waren insbesondere das noch unverkleidete Fahrgestell, die Karosserieteile aus Carbon sowie einige Montageschritte dieses in Turin handgefertigten Supersportwagens zu sehen.


Diese Bilder vermitteln einen Eindruck vom besonders exklusiven Herstellungsprozess des 33 Stradale. Jedes Exemplar wird von der Carrozzeria Touring Superleggera von Hand zusammengebaut und verfügt über eine Monocoque-Karosserie aus Carbon, eine Karosserie aus Verbundwerkstoffen sowie eine aufwendige Individualisierung, die in der «Bottega Alfa Romeo» in Arese vorgenommen wird.
Das Ergebnis ist ein außergewöhnliches Auto. Mit einer Länge von 4,63 Metern und einer Höhe von nur 1,22 Metern greift der 33 Stradale die Linienführung des legendären Tipo 33 aus den 1960er Jahren auf und vereint diese mit moderner Technologie. Sein 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motor leistet 620 ch und 730 Nm, die auf die Hinterräder übertragen werden. Alfa Romeo gibt eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 333 km/h an.
In den jüngsten Beiträgen des Besitzers fällt auf, dass er seinen 33 Stradale offenbar nicht nur als reines Sammlerstück betrachtet. Die Fotos zeigen das Auto auf Bergstraßen oder vor einem französischen Anwesen mit geöffneten Flügeltüren.



Und es kommt noch besser: Stradalou hat kürzlich angekündigt, dass er in den nächsten Tagen zur Le Mans Classic aufbrechen werde. Eine Entscheidung, die im krassen Gegensatz zum üblichen Bild von Hyperautos im Wert von mehreren Millionen Euro steht, die in klimatisierten Garagen untergebracht sind.
Mit einer Auflage von nur 33 Exemplaren und einem Verkaufspreis ab etwa 3 Millionen Euro bleibt der Alfa Romeo 33 Stradale eines der seltensten Automobile des Jahrzehnts. Ein Exemplar auf europäischen Straßen fahren zu sehen, anstatt unter einer Schutzplane zu stehen, ist letztendlich vielleicht die beste Werbung, die Alfa Romeo sich wünschen kann.