Er kauft diesen Alfa Romeo Giulia V6 mit 510 PS für 24.000 € bei einem Kilometerstand von 193.000 km und findet schnell heraus, warum er so günstig war.

Kaufen Sie eine Alfa Romeo Giulia Ein Quadrifoglio mit 510 ch zum Preis eines gut ausgestatteten Fiat Grande Panda – das ist ein Angebot, das man kaum ignorieren kann. Genau das hat jedoch ein Brite getan, der nur 21.000 £, also etwa 24.000 €, für ein Exemplar mit fast 120.000 Meilen (193.000 km) auf dem Tacho bezahlt hat. Ein Schnäppchen, das fast zu schön schien, um wahr zu sein … und das tatsächlich einige Überraschungen bereithielt.

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Quadrifoglio zum Schnäppchenpreis

Als dieser Giulia Quadrifoglio aus dem Jahr 2018 zum Verkauf angeboten wurde, gehörte er zu den günstigsten Modellen in Großbritannien. Man muss dazu sagen, dass er mit seinem 510 ch starken V6-Biturbo und einem Neupreis von über 80.000 € in einer ganz anderen Liga spielte. Auch heute noch werden Exemplare mit einer überschaubaren Laufleistung oft für deutlich über 30.000 € gehandelt.

Warum dieser Preis? Es gibt zwei Hauptgründe für diesen Preisnachlass. Der erste springt sofort ins Auge: eine sehr hohe Kilometerleistung. Der zweite ist besorgniserregender: Der Verkäufer hat ein Problem mit der Hinterradaufhängung gemeldet, das mit einem klackernden Geräusch einhergeht.

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Ein Auto, das fast wie neu aussieht

Entgegen allen Erwartungen hält die Begutachtung eine hervorragende Überraschung bereit. Trotz der 193.000 km ist die Karosserie bemerkenswert gut erhalten. Die Karosserieteile sind perfekt ausgerichtet, die Scheinwerfer befinden sich in ausgezeichnetem Zustand und der Innenraum weist überraschend geringe Gebrauchsspuren auf. Die Sitze, das Lenkrad und die Bedienelemente vermitteln eher den Eindruck eines Autos, das 50.000 km zurückgelegt hat, als eines mit fast 200.000 km auf dem Tacho. Auch die Wartungshistorie ist beruhigend. Alle Wartungsarbeiten wurden fast jährlich durchgeführt, manchmal sogar in kürzeren Abständen aufgrund der hohen jährlichen Laufleistung. Der Nebenantriebsriemen, dessen Austausch bei diesem Motor bekanntermaßen kostspielig ist, wurde bereits gewechselt, ebenso wie die Ölwechsel gewissenhaft eingehalten wurden.

Doch schon bald treten die ersten Mängel auf

Die Euphorie der ersten Kilometer weicht jedoch einigen Bedenken. Das Auto ist mit kurzen Federn ausgestattet, die die Bodenfreiheit deutlich verringern. Der Besitzer plant bereits, wieder auf die Originalfederung umzurüsten, um den aktiven Frontsplitter zu schonen, der auf Fahrbahnschwellen besonders stark beansprucht wird.

Das eigentliche Thema bleibt jedoch die Hinterradaufhängung. Ein anhaltendes Geräusch lässt vermuten, dass ein adaptiver Stoßdämpfer das Ende seiner Lebensdauer erreicht haben könnte. Es leuchtete sogar kurz eine Warnleuchte für die Federung auf, die jedoch nach dem Wiederanschließen eines Kabelbaums wieder erlosch. Sollte ein Stoßdämpfer ausgetauscht werden müssen, könnte die Rechnung schnell in die Höhe schnellen, zumal empfohlen wird, beide gleichzeitig zu wechseln.

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Am Steuer: Ein Auto, das daran erinnert, warum es zum Maßstab geworden ist

Trotzdem sind die ersten Eindrücke hinter dem Steuer hervorragend. Der V6 zieht nach wie vor kräftig durch, die Lenkung gehört weiterhin zu den Maßstäben in dieser Klasse, und das Fahrverhalten beeindruckt selbst bei fast 200.000 km auf dem Tacho. Als Liebhaber von Sportwagen erzählt er, dass er zuvor einen Alfa Romeo 159, einen BMW 3er E46 und sogar einen Alpine A110 besessen habe.

Der Vergleich fällt zugunsten des italienischen Modells aus. Seiner Meinung nach bietet die Giulia Quadrifoglio eine außergewöhnlich präzise Lenkung – wahrscheinlich eine der besten, die er je erlebt hat. Der 510 ch starke V6-Biturbo liefert beeindruckende Fahrleistungen, und trotz seiner hohen Kilometerleistung behält das Auto ein besonders solides Fahrverhalten bei. Er ist sogar der Meinung, dass dieser Alfa Romeo in manchen Punkten mehr Fahrspaß bietet als sein Alpine A110, der doch oft als Maßstab für Fahrspaß gilt.

Allerdings ist nicht alles perfekt. Er bedauert, dass der Klang für einen V6 dieses Kalibers etwas zu zurückhaltend ist, und meint, eine sportlichere Auspuffanlage würde dem Fahrzeug sehr gut tun. Außerdem kritisiert er den Gangwahlhebel, den er als wenig ansprechend empfindet. Der neue Besitzer fährt also zufrieden davon … plant aber gleichzeitig eine umfassende Inspektion bei einem Fachmann, um zu prüfen, ob dieses unglaubliche Schnäppchen tatsächlich der Coup des Jahrhunderts ist oder lediglich der Beginn eines kostspieligen mechanischen Abenteuers.

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