Stellantis steigert die Leistung seiner Plug-in-Hybride auf bis zu 240 PS ... ohne ein einziges mechanisches Teil zu verändern

Vor knapp einem Jahr, Stellantis hatte bereits eine unauffällige, aber symbolische Änderung an seinen Mildhybridantrieben vorgenommen. Auf dem Papier legte der 1,2-Liter-MHEV-Motor um einige PS zu, von 100 auf 110 PS und von 136 auf 145 PS. Eine bescheidene Steigerung, die jedoch auf eine klare Strategie hindeutet: Leistungsoptimierung ohne technische Revolution. Jetzt geht das Unternehmen einen Schritt weiter, diesmal mit seinen Plug-in-Hybriden.

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Eine Leistungssteigerung... ohne mechanische Veränderungen

Mit der Einführung der Euro-7-Normen musste Stellantis die Art und Weise anpassen, wie es die Leistung seiner Plug-in-Hybridmodelle kommuniziert. Im Fokus: das neue Zulassungsprotokoll GTR21, das die Berechnung der kombinierten Leistung von Verbrennungs- und Elektromotor neu definiert.

Das Ergebnis ist, dass sich bei Modellen wie dem Peugeot 3008, Peugeot 5008 oder auch dem Peugeot 408 die offizielle Leistung ändert. Der 1.6L EP6 PHEV-Motor wird von 195 PS auf 225 PS und von 225 PS auf 240 PS angehoben.

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Aber Vorsicht: Es handelt sich nicht um einen echten Leistungszuwachs. Weder der Verbrennungsmotor noch die Elektromotoren wurden verändert. Was sich ändert, ist lediglich die Art und Weise, wie die Leistung gemessen und bekannt gegeben wird. Im Klartext heißt das, dass die Zahlen repräsentativer für die tatsächlichen Nutzungsbedingungen werden, wo früher die kombinierte Leistung zu Verwirrung führen konnte.

Eine Logik, die wir schon beim 1.2L MHEV gesehen haben

Diese Entwicklung erinnert stark an das, was mit dem 1.2L-Mildhybridmotor geschehen war. Beim Alfa Romeo Junior, insbesondere in der Version Q4, die angekündigte Leistung wurde von 136 auf 145 PS erhöht, Die meisten Menschen können ohne eine tief greifende Veränderung des Systems nicht überleben.

Schon damals sollte diese Erhöhung die tatsächliche Nutzung besser widerspiegeln, insbesondere bei Hybridkonfigurationen, bei denen die Motoren nicht immer gleichzeitig ihre maximale Leistung abgeben. Der Junior Q4, der ursprünglich mit 136 PS angekündigt worden war, wurde schließlich auf 145 PS angehoben, ebenso wie sein technischer Cousin, der Jeep Avenger 4xe. Ein Update, das auf dem Papier die Reaktionsfähigkeit und die Leistung verbesserte, aber keine wirkliche technische Revolution darstellte. Seitdem hat fast die gesamte Stellantis-Reihe mit dieser Motorisierung 145 PS.

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Mehr Transparenz mit Euro 7

Hinter diesen Entwicklungen steht der europäische Wille, die technischen Daten zu harmonisieren und zu verdeutlichen. Die Euro-7-Norm beschränkt sich nicht nur auf die Emissionen, sondern schreibt auch eine bessere Transparenz für die Verbraucher vor.

Bei Plug-in-Hybriden hängt die Leistung von vielen Faktoren ab: dem Ladezustand der Batterie, der Temperatur, der elektronischen Steuerung oder auch der Verbindung zwischen den Motoren. Daher ist es in der Praxis unmöglich, die thermische und elektrische Leistung einfach zu addieren. Das neue Protokoll korrigiert diese Unklarheit, indem es einen Wert liefert, der besser mit der tatsächlichen Nutzung übereinstimmt.

Welche Auswirkungen hat das auf italienische Marken?

Vorerst bleibt diese Entwicklung vor allem bei Peugeot sichtbar. Die italienischen Marken des Konzerns, wie Alfa Romeo, Lancia oder Fiat, bieten diesen 1.6L EP6 PHEV-Motor noch nicht in ihrer aktuellen Modellpalette an.

Dies könnte sich jedoch schnell ändern. Die zukünftigen Modelle sind bereits in aller Munde, darunter der zukünftige Lancia Gamma oder auch der SUV Alfa Romeo A4U, der manchmal auch als Brera bezeichnet wird. Diese Modelle könnten genau diesen Plug-in-Hybridantrieb enthalten, der nun mit bis zu 240 PS angegeben wird. Wenn dies der Fall ist, würden sie sofort von der neuen Leistungsangabe profitieren, die auf dem Papier schmeichelhafter aussieht, aber vor allem der Realität entspricht.

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Letztendlich hat Stellantis die Leistung seiner Motoren nicht im mechanischen Sinne des Wortes erhöht. Aber indem die Gruppe ihre Zahlen an eine neue Norm anpasst, verbessert sie die Lesbarkeit ihres Angebots und stärkt die Kohärenz zwischen ihren Modellen.

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