Stellantis wird 24 Modelle mit neuen Hybridmotoren produzieren... und verspricht seinen Kunden endlich Wahlfreiheit

Bei Stellantis, Der Hybridantrieb ist zu einem heiklen Thema geworden. Während die Gruppe immer mehr Ankündigungen rund um das Thema Elektroantrieb macht, springt eine Tatsache dennoch ins Auge: Es fehlt noch eine echte HEV-Technologie, die mit den Referenzen des Marktes wie Toyota oder Renault E-Tech konkurrieren kann.

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Heute beruht das Angebot des Herstellers hauptsächlich auf zwei Lösungen. Auf der einen Seite steht der Mikro-Hybrid (MHEV), der bereits aus mehreren Modellen wie dem Fiat 500 bekannt ist. Auf der anderen Seite stehen die Plug-in-Hybride (PHEV), wie der Alfa Romeo Tonale mit 280 PS oder der Peugeot 3008 Hybrid 225. Dazwischen gibt es jedoch kaum echte nicht aufladbare Hybride, die lange Zeit ohne Anschluss elektrisch fahren können.

Zwar verfügt Stellantis bereits über den 1.2L Hybrid eDCT mit 145 PS. Ein interessanter Motor, um den Verbrauch in der Stadt zu senken, aber er ist noch weit von der Leistung eines Toyota Hybrid- oder Renault E-Tech-Systems entfernt. Diese Technologien ermöglichen es heute, mehr als 50 % der Zeit elektrisch zu fahren, auch bei Geschwindigkeiten, die je nach Bedingungen 100 oder sogar 130 km/h erreichen können. Und genau das ist ein Detail, das auf dem Investorentag von Stellantis gesichtet wurde und eine wichtige Wende einläuten könnte.

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Stellantis bereitet eine Hybridoffensive vor

In seiner Strategiepräsentation bestätigte der Konzern, bis 2030 60 neue Modelle auf den Markt bringen zu wollen. Davon werden 24 mit HEV-Hybridantrieben in den Segmenten B, C und D ausgestattet sein.

Eine keineswegs unbedeutende Angabe. Denn Stellantis unterscheidet diese zukünftigen Modelle klar von einfachen Mikro-Hybriden und Plug-in-Hybriden. Parallel dazu plant der Konzern auch 29 elektrische 100 %-Modelle, 15 PHEV- oder REEV-Modelle sowie 39 Modelle mit Verbrennungsmotor oder Mikrohybrid.

Der Hersteller erklärt, dass er die «Wahlfreiheit» mit einer Multi-Energie-Strategie stärken möchte. Laut Stellantis werden bis 2030 rund 50 % des weltweiten Absatzvolumens überregionale Antriebe nutzen, die sich an mehrere Märkte und Vorschriften anpassen können. Hinter dieser sehr corporate communication verbirgt sich vielleicht endlich die Antwort auf ein offensichtlich gewordenes Problem: eine echte, effiziente Hybridtechnologie anzubieten, die in der Lage ist, Kunden zu begeistern, die noch nicht auf vollelektrische Fahrzeuge umsteigen wollen.

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Könnte der amerikanische 1.6L HEV nach Europa kommen?

Es bleibt nun abzuwarten, welche Technologie sich hinter diesen 24 zukünftigen Hybridmodellen verbirgt. Es ist schwer, nicht an den neuen 1.6L HEV-Motor mit 210 PS zu denken. kürzlich in den USA auf dem Jeep Cherokee eingeführt. Ein besonders interessanter Motor, da die ersten amerikanischen Tests gerade seine Effizienz hervorheben.

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Diese Motorisierung kombiniert den 1.6L EP6-Motor von PSA mit einem japanischen Hybridantrieb, der von Blue Nexus, einem mit Toyota verbundenen Unternehmen, geliefert wird. Das Ergebnis ähnelt stark der Funktionsweise von Toyota-Hybriden: die Möglichkeit, häufig elektrisch zu fahren, das eCVT-Getriebe und ein sehr geringer Verbrauch.

Ersten Rückmeldungen zufolge könnte der Cherokee Hybrid mit einer Tankfüllung eine Reichweite von über 800 km haben und gleichzeitig mit einem elektrischen 100 % bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h fahren. Stellantis bietet endlich eine HEV-Technologie an, die gegenüber den Marktreferenzen wirklich wettbewerbsfähig ist.

Die Frage ist also ganz einfach: Gehört dieser neue 1.6L HEV zu den 24 zukünftigen Starts, die Stellantis angekündigt hat? Im Moment ist es unmöglich, dies zu wissen. Der Konzern hat keine technischen Details zu diesen zukünftigen Hybridmodellen oder zum genauen Zeitplan genannt.

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