
Vor einigen Monaten haben wir euch berichtet, Die völlig verrückte Geschichte von Connor, dieser Amerikaner, der seinen Job gekündigt, sein Haus verkauft und ein Lamborghini Urus mit einem Ziel: einmal um die Welt zu reisen. Mehr als zwei Jahre nach seiner Abreise und nachdem er Dutzende von Ländern durchquert hat, ist sein italienischer SUV immer noch sein Auto, seine Küche, sein Schlafzimmer … und nun auch sein Fortbewegungsmittel, um Russland zu entdecken.

Ein Reiseziel, das für einen Amerikaner alles andere als unbedeutend ist … Als er sich auf den Weg zur russischen Grenze macht, gibt Connor selbst zu, nicht wirklich zu wissen, was ihn erwartet. Und um das Abenteuer noch spannender zu gestalten, stellt er sich neun Herausforderungen: ein Foto auf dem Roten Platz, ein Date mit einem russischen Model, einen Besuch in einer russischen Sauna, ein Treffen mit der Influencerin «Bentley Girl», einen Auftritt im nationalen Fernsehen, eine Wartung seines Lamborghini, die Organisation eines amerikanischen Barbecues und ein Treffen mit Putin.

Ein Amerikaner, ein Lamborghini und die russische Grenze
Ein paar Kilometer vor der Grenze ändert sich die Stimmung. Connor schließt eine lokale Versicherung für seinen Urus ab – etwa 60 Dollar für einen Monat – und fährt dann mit seinem Lamborghini in den Vereinigten Staaten zugelassen.

Und im Gegensatz zu den einheimischen Autofahrern darf er nicht einfach durchfahren. Er wird in ein Büro geführt, seine Fingerabdrücke werden abgenommen und Fotos von ihm gemacht. Die russischen Sicherheitsbehörden wollen anschließend wissen, wer er ist, warum er nach Russland kommt und – eine zwangsläufig ungewöhnliche Frage – warum er in einem Lamborghini lebt. Die Beamten überprüfen zudem sein Handy und befragen ihn zur russischen Politik und zur Ukraine. Connor erklärt ihnen, dass seine Reise weder mit Regierungen noch mit Politik zu tun habe: Sein Vorhaben sei lediglich, die Welt zu bereisen. Schließlich wird sein Reisepass abgestempelt. Connor und sein unglaublicher Lamborghini dürfen nach Russland einreisen.

Kaum hat er die Grenze überquert, nimmt das Abenteuer fast sofort wieder seinen unwahrscheinlichen Verlauf. Connor erledigt noch ein paar Besorgungen, bevor er sich nach einem Übernachtungsort umsieht. Kein luxuriöses Hotel, das zu dem italienischen SUV passen würde: Er fährt tief in einen Wald hinein und schlägt dort sein Lager auf.

Man muss bedenken, dass sein Urus nicht mehr viel mit einem gewöhnlichen Lamborghini-SUV gemein hat. Im Laufe seiner Weltreise hat Connor ihn in ein Mini-Wohnmobil umgebaut: Schlafplatz im Heck, Kühlschrank, Küchenbereich, gefiltertes Wasser, Batterien und Solarmodule. Das Fahrzeug verfügt zudem über Geländereifen, Unterfahrschutz und eine Seilwinde. Am nächsten Morgen wird jedoch deutlich, dass eine Reise durch Russland in einem umgebauten Lamborghini nicht gerade einem Fünf-Sterne-Campingurlaub gleicht. Und schon ist er wieder unterwegs in Richtung Moskau.

Die Fahrt wird schnell kompliziert. Für einen Ausländer erweist es sich als schwierig, eine lokale SIM-Karte zu besorgen, und Connor berichtet, dass er ernsthafte Probleme mit seinem Navigationsgerät hat. Schließlich fragt er die Einheimischen direkt nach dem Weg, um weiter nach Moskau zu fahren. Ein weiteres Problem: Seine amerikanischen Kreditkarten funktionieren nicht. Trotz der Schwierigkeiten löst der Lamborghini überall die gleiche Reaktion aus. Einheimische kommen herbei, um Fotos zu machen, manche erkennen Connor dank seiner Videos wieder, und in Gagarin versammeln sich schließlich sogar etwa fünfzehn Menschen um ihn herum.


Dann taucht endlich Moskau auf. Connor fährt an einigen der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbei, bis er den Kreml erblickt. Aber die Geschichte konnte natürlich nicht so ruhig enden: Wenige Augenblicke später winkt ihm die Polizei an, anzuhalten – direkt neben dem Kreml … und dort endet das Video! Doch das ist erst Folge 1. Nach mehr als zwei Jahren, in denen er in seinem Lamborghini gelebt hat, hat Connor nun also Russland zu seinem unglaublichen Reisetagebuch hinzugefügt. Ein Erlebnis (über das sich jeder seine eigene Meinung bilden kann), das Sie sich unten ansehen können.
