61 Exemplare, 2.040 PS, 1,96 Millionen Euro: dieses italienische Elektro-Hypercar, das niemand kennt

Während Ferrari mit dem Ferrari Luce, seinem ersten elektrischen GT 100 % mit über 1.000 ch, hegt ein anderer italienischer Hersteller noch radikalere Ambitionen. In der breiten Öffentlichkeit weitaus weniger bekannt, bereitet Automobili Estrema derzeit die Fulminea vor, ein elektrisches Hypercar mit 2.040 ch, das von Gianfranco Pizzuto, einem italienischen Unternehmer und ehemaligen Mitarbeiter von Fisker Automotive, entworfen wurde – mit dem erklärten Ziel, mit den Maßstäben des Segments wie dem Rimac Nevera und dem Pininfarina Battista zu konkurrieren.

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Die Fulminea, die 2021 erstmals als Prototyp vorgestellt wurde, soll nun im Jahr 2026 in einer extrem limitierten Auflage auf den Markt kommen.

Die andere italienische Vision vom elektrischen Hypercar

Während Ferrari beim Luce einen Grand-Tourismo-Ansatz gewählt hat, der Platz für vier Insassen in einem geräumigen Innenraum bietet, schlägt der Estrema den Weg eines reinen Hypercars ein. Die Fulminea basiert auf einem Monocoque-Chassis aus Kohlefaser, wiegt nur etwa 1.500 kg und setzt vor allem auf außergewöhnliche Fahrleistungen.

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Vier Elektromotoren – einer pro Rad – entwickeln eine Gesamtleistung von 1.500 kW, also 2.040 PS, und sind mit einem Allradantrieb mit Drehmomentverteilung ausgestattet. Der Hersteller gibt eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 1,95 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h an. Noch beeindruckender ist, dass der Fulminea angeblich in weniger als zehn Sekunden 320 km/h erreichen kann.

Die eigentliche Besonderheit des Projekts liegt in seiner Batterie. Bereits 2021 kündigte Automobili Estrema an, eine Hybridarchitektur einsetzen zu wollen, die von der ABEE Group entwickelte Festelektrolyt-Zellen mit Ultrakondensatoren kombiniert. Das Ziel war es, eine Energiedichte von 500 Wh/kg zu erreichen und gleichzeitig das Gewicht der Batterie auf etwa 300 kg zu begrenzen. Theoretisch würde diese Technologie eine WLTP-Reichweite von über 520 km und eine Schnellladung von 10 auf 80 % in weniger als fünfzehn Minuten ermöglichen. Auch wenn diese Zahlen nach wie vor sehr ehrgeizig sind, zeugen sie doch vom Bestreben von Estrema, sich sowohl durch Innovation als auch durch Leistung von der Konkurrenz abzuheben.

Design von italienischen Spezialisten

Auch die Fulminea besticht durch ein sehr italienisches Design. Die in Zusammenarbeit mit dem Studio EPTA Design entwickelte Gestaltung verbindet fließende Oberflächen, die von den Sportwagen der 1960er Jahre inspiriert sind, mit hochmodernen aerodynamischen Elementen. Die Flügeltüren, der aktive Heckflügel, die markant geformten Lufteinlässe sowie die OZ Racing-Felgen unterstreichen ihre spektakuläre Identität. Der Hersteller erklärt, dass er den Geist der ersten Skizze bis hin zum Serienmodell bewahren wollte, ganz im Sinne der Tradition des italienischen Automobildesigns.

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Ein unauffälliges Projekt, das jedoch von seriösen Partnern unterstützt wird

Um sein Projekt zu verwirklichen, hat sich Automobili Estrema ein Netzwerk aus spezialisierten Partnern aufgebaut. IMECAR übernimmt die Integration des Batteriesystems, McLaren Applied ist für die Elektromotoren zuständig, Bridgestone liefert die Reifen, OZ Racing die Felgen, während NablaFlow an der aerodynamischen Entwicklung mitwirkt. Upstream Security ist für die Cybersicherheit des Fahrzeugs verantwortlich.

Mit einer geplanten Auflage von nur 61 Exemplaren und einem angekündigten Preis von rund 1,96 Millionen Euro (ohne Steuern) wird der Fulminea ein außergewöhnliches Objekt bleiben, das einer Handvoll Sammler vorbehalten ist. Nun bleibt abzuwarten, ob dieses ambitionierte italienische Hypercar endgültig den Sprung vom technologischen Versprechen zu einem echten Konkurrenten der besten Elektro-Supersportwagen auf dem Markt schaffen wird. Die ersten Modelle wurden zunächst für 2023, dann für 2024 und schließlich für 2025 erwartet … Derzeit sind noch Bestellungen möglich.

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