
Wir dachten, wir wüssten, welche Leidenschaft Lewis Hamilton für die Ferrari F40. Seit seiner Ankunft in Maranello hat der siebenfache Weltmeister seine Vorliebe für den unter Enzo Ferrari entwickelten Supersportwagen nie wirklich verheimlicht. Doch was der Rennfahrer vor wenigen Stunden enthüllte, verleiht dieser Geschichte eine ganz neue Dimension: Lewis Hamilton ist nun Besitzer eines F40, der mehr als drei Jahrzehnte lang in den Tiefen der Zeit schlummerte, bevor er nach Maranello zurückgebracht wurde, um dort in den Händen von Ferrari. Eine Geschichte, die schon lange vor seiner Ankunft im roten Trikot begann.
Der F40 – Lewis Hamiltons Kindheitstraum
«Mein ganz persönlicher F40». Mit diesen Worten hat Lewis Hamilton soeben sein Auto vorgestellt. Er erklärt, dass der F40 seit seiner Kindheit der Ferrari seiner Träume ist. Eine Leidenschaft, die so stark ist, dass er im Januar 2025, an seinem allerersten offiziellen Tag bei Ferrari, darum bat, dass ein F40 neben ihm vor dem Haus von Enzo Ferrari stehen solle.

Dieses Foto galt damals als eindrucksvolles Symbol für seine Ankunft in Maranello. Heute wird deutlich, dass es eine weitaus persönlichere Bedeutung hatte.
Seitdem hat der F40 Hamilton stets begleitet. Man sah ihn in Japan am Steuer dieses Wagens, insbesondere auf das berühmte Parkhaus von Daikoku, wobei er auch seinen Wunsch äußerte, einen hypothetischen «F44» zu entwickeln – einen modernen Ferrari, der vom F40 inspiriert ist und über ein Schaltgetriebe verfügt. Die Zahl 44 ist natürlich kein Zufall: Seine Startnummer in der Formel 1 leitet sich von der Startnummer F44 des Wagens seines Vaters ab, den dieser benutzte, als er als Kind Kart fuhr.
Ein «neuwertiger» Ferrari F40, der seit 1991 in Vergessenheit geraten war
Doch Hamilton hat schließlich etwas Besseres als einen modernen F40 gefunden: einen echten F40, der in der Zeit stehen geblieben ist. Das betreffende Exemplar soll 1991 neu nach Modena geliefert worden sein, bevor es wenige Tage später in einer Garage abgestellt wurde. Dort soll er über 30 Jahre lang gestanden haben. Die Fotos von seiner Entdeckung sind beeindruckend: eine rote Karosserie, die vollständig mit Staub bedeckt ist, undurchsichtige Scheiben, das Auto, umhüllt von Planen…


Laut Azimut AHE, das Ende 2025 den Fund und Anfang 2026 den Erwerb bekanntgab, wies das Auto noch immer den Kilometerstand bei der Auslieferung auf. Das Unternehmen beschrieb es als eine echte Zeitkapsel: keine Restaurierung, kein ausgebautes Teil und – unglaublich – die Beifahrertür soll vor 2026 noch nicht einmal geöffnet worden sein. Lewis Hamilton erzählt, er habe diesen staubbedeckten F40 entdeckt und sofort gewusst, dass er ihn «nach Hause holen» müsse.
Auf nach Maranello – für einen Neuanfang
Und mit «Zuhause» meint Hamilton natürlich Maranello. Nach dem Erwerb im Jahr 2026 wurde der F40 direkt an Ferrari übergeben.
Die neuen Bilder geben Einblick in eine besonders gründliche mechanische Restaurierung: Die Karosserie wurde abmontiert, die Fahrwerke sind zugänglich, der Motor wurde ausgebaut … Hamilton hat die Teams im Laufe des Jahres mehrmals persönlich besucht, um den Fortschritt der Arbeiten zu beobachten.









Seit mehreren Wochen sind die Ingenieure und Mechaniker von Ferrari damit beschäftigt, diesen F40, der drei Jahrzehnte lang stillgestanden hat, wieder zum Leben zu erwecken. Eine besonders symbolträchtige Wiedergeburt: Vor 35 Jahren in Maranello gebaut und fast sofort in Vergessenheit geraten, kehrte er nun dank eines der berühmtesten Ferrari-Piloten der Welt dorthin zurück. Und die Geschichte ist offensichtlich noch nicht zu Ende. Lewis Hamilton begleitet seine Enthüllung mit einem Versprechen: «More to come. Stay tuned…»

Nach dem F40 auf seinem ersten Foto bei Ferrari, dem japanischen F40 und dem geheimnisvollen Projekt F44 besitzt Lewis Hamilton nun den, der ihm wahrscheinlich am meisten bedeutet: seinen eigenen F40, der nach mehr als 30 Jahren im Verborgenen gerettet wurde.