Ferrari kündigt mit dem neuen «12Cilindri Manual» das große Comeback der Dreipedal-Schaltung an

Nur wenige Wochen, nachdem das Unternehmen mit der Ferrari Luce Was die Elektromobilität angeht, überrascht die Marke aus Maranello alle. Nach monatelangen Gerüchten, eingereichten Patenten und Spekulationen über die Rückkehr eines Ferrari mit Schaltgetriebe – endlich ist die Antwort da: die Ferrari 12Cilindri Handbuch. Und damit bringt Ferrari etwas wieder in Mode, das viele für endgültig verschwunden hielten: drei Pedale.

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Das absolute Gegenteil von Luce

Als wir über dieses Projekt sprachen vor ein paar Tagen, deuteten bereits mehrere Anzeichen darauf hin, dass Ferrari ein Auto vorbereitete, das in erster Linie für Puristen bestimmt war. Die offizielle Präsentation bestätigt nun diese Ausrichtung. Der 12Cilindri Manual will weder Leistungsrekorde brechen noch die Elektrifizierung revolutionieren. Sein Ziel ist viel einfacher: dem Fahrer wieder eine zentrale Rolle zu geben. Ferrari spricht übrigens von einer Rückkehr der «körperlichen Intensität» ins Herz des V12-Erlebnisses. Eine Philosophie, die in krassem Gegensatz zum Streben nach absoluter Effizienz moderner Antriebe steht.

Ein H-förmiges Gitter, ein Metallhebel und drei Pedale

Das Element, das sofort ins Auge fällt, befindet sich in der Mitte des Innenraums. Der Mitteltunnel beherbergt ein echtes H-förmiges Sechsgang-Schaltgestell, ergänzt durch einen runden Schaltknauf aus Aluminium, der direkt von den klassischen Ferraris inspiriert ist. Die drei Pedale sind vorhanden, ebenso wie jene Geste, von der mehrere Generationen von Liebhabern glaubten, sie in einem neuen Ferrari nie wieder vorzufinden.

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Foto: Matt Latimore
Foto: Matt Latimore
Foto: Matt Latimore

Der Hersteller spricht von einem «Manuale By-Wire»-System, das einen mechanischen Schalthebel, ein elektronisches Kupplungspedal und ein elektronisch gesteuertes Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Konkret erlebt der Fahrer das Fahrgefühl eines herkömmlichen Schaltgetriebes, während die Elektronik den gesamten Antriebsstrang steuert. Ferrari erklärt, ein spezielles Modul entwickelt zu haben, das die beim Schalten, bei der Synchronisation und beim Gangwechsel spürbaren Kräfte präzise nachbilden kann. Der auf das Kupplungspedal ausgeübte Druck wird somit millimetergenau digital erfasst.

Der V12-Saugmotor als idealer Partner

Unter der langen Motorhaube gibt es keine bahnbrechenden Neuerungen. Der 12Cilindri Manual behält den 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 830 ch bei. Der Motor dreht weiterhin bis zu 9.500 U/min hoch, was ihn zweifellos zum idealen Kandidaten für diese Rückkehr zu mechanischen Fahrgefühlen macht. Ferrari ist der Ansicht, dass diese Kombination aus einem hochdrehenden Saugmotor und einer manuellen Schaltung eine viel direktere Verbindung zwischen dem Auto und seinem Fahrer ermöglicht. Für den Alltag steht jedoch weiterhin ein Automatikmodus zur Verfügung.

Foto: Matt Latimore

Der erste Ferrari mit drei Pedalen seit 2012

Diese Markteinführung markiert einen historischen Wendepunkt für Maranello. Der letzte Ferrari mit Schaltgetriebe stammt aus dem Jahr 2012, als die letzten Exemplare des 599 GTB Fiorano vom Band liefen. Seitdem hatten zunächst automatisierte Getriebe und später Doppelkupplungsgetriebe die drei Pedale endgültig abgelöst. Die wenigen modernen Ferrari-Modelle mit Schaltgetriebe, wie der 599, der F430 oder der California, haben bei Sammlern einen enormen Wertanstieg erlebt.

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Mit dem 12Cilindri Manual begnügt sich Ferrari also nicht damit, seinem Programm einfach nur eine neue Version hinzuzufügen. Nur wenige Wochen nach der Vorstellung seines ersten Elektroautos erinnert die italienische Marke daran, dass sie nicht vergessen hat, worauf ihre Legende beruht: ein V12-Saugmotor, ein Schalthebel aus Metall, ein H-förmiger Kühlergrill … und drei Pedale.

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