Ferrari sollte eigentlich 70 Exemplare bauen, doch für einen besonderen Kunden fertigen sie ein 71. Exemplar an – als Hommage an dessen Ferrari aus dem Jahr 1964.

Wir haben euch kürzlich von David Lee berichtet, dem berühmten amerikanischen Sammler, dessen Ferrari-Garage nun auf über 200 Millionen Dollar geschätzt. Nach seinen Ferrari 250 GTO für 38,5 Millionen Dollar Neben seinem vollzeitbeschäftigten Ferrari-Mechaniker verdient ein weiteres Auto aus seiner Sammlung besondere Beachtung. Denn dieses hätte gewissermaßen gar nicht existieren dürfen.

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Die Geschichte reicht bis ins Jahr 2017 zurück, als Ferrari feiert sein 70-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass hat sich die italienische Marke ein besonders ehrgeiziges Programm ausgedacht: 70 legendäre historische Ferrari-Modelle auszuwählen und ebenso viele moderne Varianten zu entwickeln, die ihnen Tribut zollen. Siebzig Autos für siebzig Jahre. David Lee wird es jedoch schaffen, noch eines mehr zu ergattern. Eine Art 71. Hommage, die speziell auf der Grundlage eines seiner eigenen Ferraris entworfen wurde.

Alles beginnt mit seinem Ferrari aus dem Jahr 1964

Zu dieser Zeit unterbreitete Ferrari David Lee ein F12tdf, die radikale und limitierte Version der F12berlinetta. Der Sammler hätte einfach eine Konfiguration aus den von Maranello angebotenen Möglichkeiten auswählen können. Doch er hat etwas anderes im Sinn.

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In seiner Garage steht ein Ferrari 250 Ein Lusso Competizione von 1964 – ein besonders seltenes Fahrzeug. Ursprünglich war der 250 GT Lusso eher als eleganter Tourenwagen konzipiert. Einige Exemplare wurden später für den Rennsport umgebaut, unter anderem mit mechanischen Modifikationen, rennsporttauglichen Rädern und Federungen, speziellen Sitzen oder sogar einem Überrollbügel. Laut David Lee sollen heute nur noch vier dieser Fahrzeuge existieren. Seins ist gelb, und er nutzt es noch immer, um an Oldtimer-Rennen teilzunehmen. Er schätzt, dass ein Exemplar heute mehr als 10 Millionen Dollar wert sein könnte.

Als Ferrari ihm seinen F12tdf anbot, stellte David Lee daher eine eher ungewöhnliche Frage: Warum nicht eine Hommage an den 250 Lusso Competizione schaffen, genau wie Ferrari es gerade mit den 70 historischen Modellen getan hat, die anlässlich seines Jubiläums ausgewählt wurden? In Maranello kam die Idee gut an.

Etwa 1.000 Fotos an Ferrari geschickt

Das Projekt nimmt dann ziemlich verrückte Ausmaße an. David Lee berichtet, dass er etwa 1.000 Fotos seines Ferrari aus dem Jahr 1964 geschickt habe, damit die Teams das Auto studieren und dessen Charakter im F12tdf nachbilden konnten. Das Ergebnis ist eine einzigartige Konfiguration, die darauf ausgelegt ist, den modernen Ferrari an seinen Vorläufer anzupassen. Doch Ferrari geht noch einen Schritt weiter und individualisiert Details, die normalerweise der Identität des Modells selbst vorbehalten sind.

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An der Türschwelle, wo normalerweise der Name «Ferrari» steht, ist „F12TDF DSKL“ zu lesen – die Initialen von David Lee. Eine im Innenraum angebrachte Plakette weist zudem darauf hin, dass dieses Fahrzeug eine Hommage ist, die ausschließlich dem 250 Lusso Competizione von 1964 aus dem Besitz von David Lee gewidmet ist.

Dieser 71. Ferrari-Jubiläumswagen zeigt vor allem, wie sehr sich seine Beziehung zu Ferrari weiterentwickelt hat. David Lee räumte selbst ein, dass er früher bei der Marke nicht hoch genug in der Gunst stand, um einen LaFerrari direkt in Auftrag zu geben. Einige Jahre später erklärte sich Ferrari bereit, seinem eigenen historischen Fahrzeug einen einzigartigen F12tdf zu widmen.

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