90 Besitzer von Ferrari, Lamborghini, Porsche … wurden von der Polizei wegen «asozialen Fahrverhaltens» angehalten: Der Polizist fährt mit dem «sehr coolen» Auto davon

Eine Ferrari Monza SP2 Ein mehrere Millionen Euro schwerer Transport, der von der Polizei durch die Straßen Londons eskortiert wurde: Die ersten Bilder weckten Neugier. Doch hinter dieser, gelinde gesagt, ungewöhnlichen Szene verbarg sich in Wirklichkeit ein Polizeieinsatz von weitaus größerem Ausmaß. Ferrari, Lamborghini, Rolls-Royce oder auch Porsche: Insgesamt wurden im Zentrum der britischen Hauptstadt 90 Fahrzeuge beschlagnahmt.

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Die Aktion mit dem Namen «Noisy Car» fand vom 7. bis 9. August in mehreren vornehmen Stadtvierteln Londons statt. Die Metropolitan Police hatte es vor allem auf Fahrer ohne Versicherung, gefährliches Fahrverhalten und das, was die britischen Behörden als «antisoziales Fahrverhalten» bezeichnen, abgesehen.

Ein Ferrari Monza SP2 wurde nach weniger als 30 Minuten angehalten

Die spektakulärste Beschlagnahmung war zweifellos ein Ferrari Monza SP2, eines der exklusivsten Modelle aus Maranello. Der in Dubai zugelassene Supersportwagen befand sich erst seit einem Tag in Großbritannien, als er die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog. Nach Angaben der Behörden soll der Fahrer weniger als eine halbe Stunde am Steuer gesessen haben, bevor er kontrolliert wurde.

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Das Problem war jedoch nicht die Seltenheit seines Fahrzeugs. Der Fahrer besaß offenbar nur einen vorläufigen Führerschein, und der Ferrari war nicht versichert. Ziemlich surreale Umstände, wenn man bedenkt, dass ein Exemplar des Monza SP2 kürzlich bei einer Auktion für über 4 Millionen Euro verkauft wurde. Die Bilder des von Polizeifahrzeugen eskortierten Ferraris verbreiteten sich schnell in den sozialen Netzwerken.

Und anders als der Anschein vermuten ließ, hatte die Londoner Polizei keinen Monza SP2 in ihren Fuhrpark aufgenommen. Ein Beamter hatte sich lediglich ans Steuer gesetzt, um den wertvollen Speedster zu dem Ort zu fahren, an dem er abgeholt werden sollte. Im folgenden Video hört man den Polizeibeamten am Steuer des Ferraris sagen: «Das ist echt cool, das gefällt mir sehr.».

Ferrari, Lamborghini, Porsche und Rolls-Royce in den Fängen der Polizei

Der Monza SP2 war nur der sichtbarste Teil einer beeindruckenden Razzia. Unter den 90 beschlagnahmten Fahrzeugen befand sich auch ein Ferrari Purosangueeine Lamborghini Revueltoeine Lamborghini Urus, einen Rolls-Royce Cullinan, einen Porsche 911 GT3, einen Bentley Continental sowie mehrere Range Rover, BMW und Mercedes.

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Der Gesamtwert der beschlagnahmten Fahrzeuge beläuft sich auf über 8 Millionen Pfund Sterling, was mehr als 9 Millionen Euro entspricht. Ein Rekord für diese Aktion, die seit fünf Jahren von den Londoner Ordnungskräften durchgeführt wird. Die Kontrollen beschränkten sich jedoch nicht nur auf Verkehrsverstöße. Es kam auch zu mehreren Festnahmen. Insbesondere wurde ein Mann festgenommen, nachdem 19 Bankkarten, die anderen Personen gehörten, sowie mehr als 2.500 Pfund in bar bei ihm gefunden wurden. Ein weiterer Fahrer ohne Versicherung wurde im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Drogenhandel festgenommen.

«Ob Supersportwagen oder nicht – die Regeln gelten für alle»

Mit dieser spektakulären Aktion will die Metropolitan Police vor allem auf die Beschwerden der Anwohner reagieren, die in den zentralen Stadtteilen Londons mit Raserei, Lärmbelästigung und gefährlichem Fahrverhalten einiger Autofahrer konfrontiert sind. Die Polizei fasste ihre Botschaft übrigens mit einem Satz zusammen, der besonders gut zu den Bildern dieses mehrere Millionen Euro teuren Ferraris unter Polizeibegleitung passt: «Ob Supersportwagen oder nicht – die Regeln gelten für alle.»

In London kann man sich also auch mit mehreren hundert PS unter der Motorhaube nicht über die Straßenverkehrsordnung hinwegsetzen. Und wenn es um den Ferrari Monza SP2, den Lamborghini Revuelto und andere außergewöhnliche Fahrzeuge geht, nimmt der Polizeieinsatz zwangsläufig spektakuläre Ausmaße an.

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