BYD hat kein Interesse an Maserati: «Das ist eine sehr schöne Marke. Aber…»

Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme von Maserati durch BYD scheinen beendet zu sein. Stella Li, geschäftsführende Vizepräsidentin des chinesischen Automobilherstellers, hat deutlich gemacht, dass der Konzern keine Gespräche mit Stellantis bezüglich der Marke mit dem Dreizack führe. Dagegen treibt BYD seine Strategie zum Aufbau einer industriellen Präsenz in Europa aktiv voran, wobei ein zweiter Produktionsstandort weiterhin geprüft wird.

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Maserati, eine bewunderte Marke, die jedoch nicht zur Identität von BYD passt

Auf die Gerüchte über eine mögliche Annäherung an Maserati, Stella Li machte keinen Hehl aus ihrer Bewunderung für die italienische Marke.

«Das ist eine sehr schöne Marke. Aber würde uns das nicht zu sehr von unserem eigenen Weg abbringen?»

Diese Antwort wirft ein neues Licht auf die Sache. Die Geschäftsführerin gibt nicht nur eine einfache Dementierung ab, sondern lässt auch durchblicken, dass eine Übernahme nicht zur aktuellen Positionierung von BYD passen würde, das sich mittlerweile eher als Technologieunternehmen denn als traditioneller Automobilhersteller präsentiert. Sie fügt zudem hinzu, dass die Beziehungen zu den Führungskräften von Stellantis ausgezeichnet seien, betont jedoch gleichzeitig, dass es keine Gespräche über Maserati gebe.

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Diese Haltung deckt sich mit der von Antonio Filosa. Der Generaldirektor von Stellantis hatte kürzlich vor dem italienischen Parlament bekräftigt, dass Maserati «nicht zum Verkauf steht», bestätigte jedoch gleichzeitig, dass im Rahmen des Sanierungsplans für die Marke Verhandlungen mit zwei potenziellen Partnern im Gange sind. Diese Gespräche würden sich auf technologische und industrielle Kooperationen beziehen, deren erste Details noch vor Jahresende anlässlich des Maserati-Investor-Days bekannt gegeben werden könnten.

Ein zweites Werk in Europa wird noch geprüft

Auch wenn Maserati nicht zu den Projekten von BYD gehört, steht Europa weiterhin im Mittelpunkt seiner Ambitionen. Nach seinem Werk in Ungarn, dessen Hochlauf länger dauert als erwartet, bereitet der chinesische Hersteller die Eröffnung eines zweiten Produktionsstandorts auf dem Kontinent vor.

Noch vor wenigen Tagen gehörte Italien zu den Ländern, die als Standort für dieses künftige Werk im Gespräch waren. BYD sucht nach einem bestehenden Industriestandort, der groß genug ist und derzeit nicht voll ausgelastet ist, um seine Expansion in Europa voranzutreiben.

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Die neuesten Informationen zeigen jedoch, dass sich die Lage weiterentwickelt. Mehreren italienischen Quellen zufolge gelten Frankreich und Spanien nun als die aussichtsreichsten Kandidaten, während auch Deutschland weiterhin im Rennen bleibt. Italien soll nicht mehr an der Spitze der in Betracht gezogenen Optionen stehen, auch wenn noch keine endgültige Entscheidung offiziell bekannt gegeben wurde.

BYD will ein europäischer Automobilhersteller werden…

Das Ziel des chinesischen Konzerns geht über die reine lokale Produktion hinaus. Stella Li betont, dass sie die Wahrnehmung der Marke in Europa verändern möchte.

«Vielleicht werden die Menschen in zehn Jahren den Eindruck haben, dass BYD eine europäische Marke ist. Genau diese Wahrnehmung wollen wir erreichen.»

Um dies zu erreichen, setzt BYD auf lokale Produktion, ein Netzwerk europäischer Zulieferer und neue Investitionen in die Industrie. Die Geschäftsführerin bestätigt zudem, dass der Konzern weiterhin an einem Projekt für ein Batteriewerk in Europa arbeitet. Diese Investition hängt jedoch von mehreren Kriterien ab, darunter politische Stabilität, ein unternehmensfreundliches Umfeld und eine Politik, die chinesische Investitionen willkommen heißt.

Diese Strategie verdeutlicht den Willen von BYD, sich dauerhaft auf dem europäischen Markt zu etablieren. Während die Zukunft von Maserati weiterhin von Stellantis und seinen künftigen Industriepartnern geprägt wird, verfolgt der chinesische Hersteller seinerseits einen ganz anderen Kurs: Er will seine industrielle Präsenz auf dem alten Kontinent ausbauen und sich dort als vollwertiger lokaler Akteur etablieren.

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