Die GT2-Meisterschaft wird zum Showdown zwischen Maserati und Mercedes

Die Saison 2026 des GT2 European Series hätte nicht aufschlussreicher beginnen können. Die ersten beiden Rennen des Jahres auf der Rennstrecke von Monza zeichneten schnell die Konturen eines Kampfes ab, der die gesamte Meisterschaft bestimmen könnte: der Kampf zwischen Maserati und Mercedes-AMG.

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Mit fünf Maserati GT2 und fünf Mercedes-AMG GT2 in der italienischen Startaufstellung waren die beiden Hersteller nicht nur bei den Topmodellen am stärksten vertreten, sondern belegten auch das ganze Wochenende über die vorderen Plätze. Dahinter schienen der KTM X-BOW GT2, Ginetta G56 GT2, Lamborghini Huracan Super Trofeo EVO2 GT2, Porsche 992 GT3 Cup und sogar der einzigartige Ferrari 296 Challenge in einer anderen Liga zu spielen.

Maserati schlägt gleich im ersten Lauf zu

Am Samstag sendete Maserati eine klare Botschaft an die gesamte Konkurrenz. Antoine Potty, der den von I4Race eingesetzten Maserati GT2 fuhr, gewann das erste Rennen nach einer von Anfang bis Ende soliden Leistung. Hinter ihm sorgten Stefan Rosina und Gerhard Tweraser mit dem Auto von LP Racing für einen Doppelsieg der Marke mit dem Dreizack.

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Über weite Strecken des Rennens kontrollierten die Maserati das Geschehen. Zwar blieb der Mercedes-AMG GT2 von David Thilenius und Jay Mo Härtling im Windschatten der Führenden, musste sich aber mit nur 6,4 Sekunden Rückstand auf den Sieger mit dem dritten Platz begnügen. Die Dominanz der beiden Marken war bereits eklatant. In den finalen Top-7 befanden sich vier Maserati und drei Mercedes-AMG. Die anderen Hersteller waren mit fast dreißig oder mehr Sekunden Rückstand auf die Spitze zurückgefallen.

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Mercedes antwortet schon am nächsten Tag

Die Reaktion von Mercedes-AMG ließ nicht lange auf sich warten. Bereits im zweiten Rennen am Sonntag revanchierte sich die deutsche Marke auf eindrucksvolle Weise. David Thilenius und Jay Mo Härtling gewannen mit ihrem Mercedes-AMG GT2 vom Team SR Motorsport by Schnitzelalm. Noch besser lief es für Alberto De Martin und Nil Montserrat, die einen Mercedes-Doppelsieg perfekt machten und nur 3,9 Sekunden hinter den Siegern ins Ziel kamen.

Diesmal war es Maserati, das sich mit den Ehrenplätzen begnügen musste. Philippe Prette wurde nach einer bemerkenswerten Aufholjagd vom Ende des Feldes Fünfter in der Gesamtwertung, während Roberto Pampanini und Mauro Calamia den sechsten Platz belegten. Thomas Yu Lee und Niccolò Pirri landeten direkt dahinter. Das Ergebnis hätte jedoch anders ausfallen können, wenn nicht zwei der wichtigsten Waffen von Maserati frühzeitig ausgefallen wären. Der Wagen Nr. 18 von Rosina und Tweraser, der am Vortag den zweiten Platz belegt hatte, gab nach nur zwei Runden auf. Auch Antoine Potty, der Sieger des ersten Rennens, sah das Ziel nicht.

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Ein Duell, das sich bereits in der Meisterschaft abzeichnet

Neben den Siegen, die sich die beiden Hersteller teilten, war es vor allem die Gesamtleistung, die die Aufmerksamkeit auf sich zog. In den beiden Rennen zusammengenommen belegten Maserati und Mercedes-AMG acht der ersten zehn Plätze im ersten Rennen und sieben der ersten neun Plätze im zweiten Rennen. Die Ginetta-Fahrzeuge zeigten mit einem Podiumsplatz im zweiten Rennen ein interessantes Potenzial, während KTM regelmäßig in den Top-10 landete. Lamborghini, Porsche und Ferrari waren im italienischen Speedway-Tempel eher selten anzutreffen.

Für Maserati Corse hatte das Wochenende in Monza einen besonderen Reiz. Die Marke feiert in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum ihres Engagements im Motorsport und hätte sich keinen besseren Start in die Saison wünschen können. Der italienische Automobilhersteller startete mit einem Gesamtsieg, einem Doppelsieg im ersten Rennen, zwei Erfolgen in der Masters-Kategorie durch Philippe Prette und mehreren Podiumsplätzen in der Pro-Am-Klasse. Vincent Biard, der Leiter von Maserati Corse, betonte die Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Maserati GT2 angesichts der immer stärker werdenden Konkurrenz.

Der weitere Verlauf der Meisterschaft wird zeigen, ob sich dieser Trend fortsetzt, aber nach dem ersten Rennen in Monza scheint eines bereits klar zu sein: Die GT2 European Series 2026 könnte auf einen Kampf zwischen Maserati und Mercedes-AMG hinauslaufen. Diese Konfrontation verspricht, die nächsten Läufe in Spa-Francorchamps, Misano, Zandvoort und Portimão zu beleben.

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