
Nach der Ferrari SC40, und dann die spektakuläre Der von Venuum entworfene V40, die legendäre Ferrari F40 inspiriert weiterhin. Diesmal ist es eine brandneue Marke, Silvestri Automobili, die den MN-40 Tributo vorstellt – einen handgefertigten Supersportwagen, der sich nicht damit begnügt, einige Designmerkmale der Legende aus Maranello aufzugreifen, sondern vor allem deren Philosophie wiederbeleben will.
Hinter diesem Projekt verbirgt sich eine Hommage an Nicola Materazzi, den Ingenieur, der die Geschichte des italienischen Automobilbaus geprägt hat, indem er unter anderem den Ferrari F40, aber auch den Ferrari 288 GTO, der Bugatti EB110 oder auch der B Engineering Edonis. Der Name MN-40 verbindet somit die Initialen von Materazzi mit dem berühmten F40.
Ein Superauto, das gegen den Strom schwimmt
In einer Zeit, in der fast alle Hypercars auf Hybridantriebe und allgegenwärtige Elektronik setzen, verfolgt Silvestri Automobili einen radikal anderen Ansatz. Das junge Unternehmen mit Sitz in Sant’Agata Bolognese, im Herzen des «Motor Valley», möchte den Fahrer wieder in den Mittelpunkt des Fahrerlebnisses rücken. Der MN-40 basiert auf einem Aluminiumchassis, das mit einer Karosserie aus Kohlefaser verkleidet ist. Unter seiner Heckhaube verbirgt sich ein 6,8-Liter-V12-Saugmotor, der von einem italienischen Hersteller stammt, dessen Name nicht bekannt gegeben wurde (es könnte sich um den V12 von Italtecnica handeln, allerdings ohne Turbolader). Er leistet 900 ch und 800 Nm Drehmoment und dreht bis zu 9.500 U/min. Auch beim Getriebe steht der Fahrspaß im Vordergrund: Ein vom italienischen Spezialisten CIMA geliefertes Siebengang-Schaltgetriebe ist mit dem Hinterradantrieb kombiniert. Ein sequentielles Schaltgetriebe mit Schaltwippen wird optional angeboten, doch der Geist des Projekts bleibt entschieden „Old School“.



Das Design ist vom F40 inspiriert, ohne ihn jedoch zu kopieren
Der vom italienischen Designer Francesco Rocco entworfene MN-40 weist zahlreiche Anlehnungen an den Ferrari F40 auf und behält dabei dennoch seine eigene Persönlichkeit bei. Der große feste Heckflügel sowie die drei mittig angeordneten Auspuffrohre erinnern sofort an den Supersportwagen aus den 1980er Jahren.



Der Rest der Karosserie präsentiert sich jedoch in einer zeitgemäßeren Formensprache mit einer imposanten Frontschürze, großzügigen Lufteinlässen und einem stark modellierten Heck. Francesco Rocco, der selbst in seinen sozialen Netzwerken bekannt gegeben hat, dass er bei diesem Projekt mit Silvestri Automobili zusammengearbeitet hat, präsentiert hier eher eine moderne Interpretation des von Materazzi entworfenen Konzepts als eine bloße Nachbildung.
Ultra-vertrauliche Produktion
Silvestri Automobili plant, über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren lediglich 15 Exemplare des MN-40 Tributo zu produzieren. Dreizehn Fahrzeuge werden an Kunden verkauft, während zwei in der Sammlung des Herstellers verbleiben. Derzeit existiert das Modell noch lediglich als statischer Prototyp in Originalgröße, auch wenn bereits Bestellungen entgegengenommen werden.
Ein Preis wurde noch nicht bekannt gegeben, doch angesichts seiner weitgehend handwerklichen Fertigung, seiner Karbonkarosserie, seines Saug-V12-Motors und seines in diesem Segment mittlerweile äußerst seltenen Schaltgetriebes verspricht der MN-40 Tributo bereits jetzt, ein Sammlerstück zu werden.