
Ein Jahr, nachdem sie bereits einen Rekord zu Fall gebracht hat, hat die Maserati MC12 macht es noch einmal. Und dieses Mal wird der erzielte Betrag fast unwirklich. Bei der Indy 2026-Auktion in Indianapolis wurde ein Exemplar aus dem Jahr 2005 für 9,46 Millionen Dollar verkauft. Ja, fast 10 Millionen Dollar für eine Maserati modern.
Im August 2025 hatte bereits eine andere MC12 mit ein Zuschlag bei 5,2 Millionen Dollar. Damals reichte das bereits aus, um ihn zum teuersten modernen Maserati zu machen, der je auf einer Auktion verkauft wurde. Doch innerhalb von nur wenigen Monaten explodierten die Preise für das Modell förmlich.
Dieser Maserati wird zum ultimativen Sammlerstück
Man muss sagen, dass der MC12 kein gewöhnlicher italienischer Supersportwagen ist. Er wurde zwischen 2004 und 2005 in nur 50 Exemplaren produziert und steht für eines der verrücktesten Projekte in der jüngeren Geschichte von Maserati: die Rückkehr an die Spitze des internationalen Motorsports nach mehreren Jahrzehnten der Abwesenheit.

Um dies zu erreichen, stützte sich Maserati auf eine bereits legendäre Basis: den Ferrari Enzo. Unter der riesigen Kohlefaserkarosserie verbirgt sich das gleiche mechanische Herz, ein 6,0-Liter-V12-Saugmotor, der aus dem Ferrari-Maserati M144A-Block stammt. Ein außergewöhnliches Triebwerk mit 630 PS, das mit einem automatisierten Cambiocorsa-Schaltgetriebe kombiniert ist. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 345 km/h war der MC12 schlichtweg der schnellste Serien-Maserati, der je gebaut wurde. Und selbst mehr als zwanzig Jahre nach seiner Vorstellung auf dem Genfer Salon 2004 sind seine Zahlen immer noch beeindruckend.
Fast neues Exemplar
Das auf der Indy 2026-Auktion verkaufte Exemplar war ein echter Hingucker für jeden Sammler. Es handelte sich um ein Modell aus dem Jahr 2005, das Teil der zweiten Serie von 25 Einheiten war, die nach der Änderung der FIA-Regeln, die ein etwas kürzeres Auto vorschrieben, produziert wurden.

In der berühmten Kombination aus Bianco Fuji und Blu Victory, der wohl kultigsten Konfiguration des MC12, hatte dieses Auto nur 515 Kilometer auf dem Tacho. Mit anderen Worten: Es war fast neu.




Die Innenausstattung aus blauem Leder und grauem und silbernem Brightex schien ebenfalls in der Zeit stehen geblieben zu sein. Dasselbe gilt für die Karosserie, wo das vom Ferrari Enzo abgeleitete Monocoque-Chassis aus Kohlefaser und Nomex-Struktur sowie die Doppelquerlenkeraufhängung und die riesigen innenbelüfteten Brembo-Bremsen zum Einsatz kommen.
Eine Quote, die in nur einem Jahr explodiert
Was am meisten beeindruckt, ist die Geschwindigkeit, mit der der Wert des MC12 steigt. Der Anstieg von 5,2 Millionen auf 9,46 Millionen US-Dollar in weniger als einem Jahr ist ein gutes Beispiel für den Statuswechsel des Modells.
Lange Zeit stand der MC12 im Schatten des Ferrari Enzo, doch jetzt scheint er einen neuen Blick zu bekommen. Einige Sammler halten ihn nun für noch exklusiver und radikaler als seinen Cousin aus Maranello. Mit nur 50 produzierten Exemplaren im Vergleich zu etwa 400 Ferrari Enzo ist die Seltenheit ein klarer Vorteil. Auch seine Erfolgsbilanz im Rennsport trägt zu diesem Höhenflug bei. Der MC12 diente nicht nur als technologisches Aushängeschild, sondern dominierte Mitte der 2000er Jahre die FIA GT-Meisterschaft mit mehreren Hersteller- und Teamtiteln und wurde zu einem der erfolgreichsten Maserati-Rennwagen der Neuzeit.
Während Maserati derzeit eine komplizierte geschäftliche Phase durchläuft, erinnert der MC12 weiterhin an das, was die italienische Marke am spektakulärsten produzieren konnte. Er ist mehr als nur ein Supersportwagen, er ist zu einem Symbol geworden. Mit seinem V12-Motor, den er sich mit dem Ferrari Enzo teilt, seiner extrem limitierten Produktion, seiner Geschichte im Rennsport und seinem außergewöhnlichen Design erfüllt der MC12 alle Voraussetzungen für eine perfekte Autoplatzierung. Und bei einem Preis von fast 10 Millionen Dollar wird klar, dass die Legende gerade erst begonnen hat.


