Er hatte seinen Gumball 3000 als Lamborghini LM002 wegen unauffindbarer Reifen aufgegeben... Pirelli hat das Problem nun zum vollen Preis gelöst

Teilnahme am Gumball 3000 mit einer Lamborghini LM002 schien eine perfekte Idee zu sein. Ein V12 von Lamborghini Countach, Es ist schwer, ein extravaganteres Fahrzeug zu finden, mit dem man um die Welt fahren kann. Dennoch wurde das Projekt aus einem fast absurden Grund eingestellt: Es war unmöglich, Reifen zu finden.

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Zwanzig Jahre später brachte Pirelli endlich wieder die berühmten Reifen des LM002 auf den Markt. Eine tolle Nachricht für die Besitzer des legendären «Rambo Lambo»... vorausgesetzt, sie akzeptieren einen sehr hohen Preis.

Lamborghini SUV vor dem Urus

Lange vor der Lamborghini Urus, Lamborghini hatte sich bereits 1986 mit dem LM002 an einem ultra-sportlichen SUV versucht. Damals erschien das Modell fast unwirklich: ein riesiger Luxus-Geländewagen, angetrieben von einem V12 5.2 aus dem Lamborghini Countach, der die Wüste mit sehr hoher Geschwindigkeit bewältigen konnte. Der LM002, der ursprünglich für militärische Zwecke gedacht war und später zu einem Fahrzeug für wohlhabende Kunden im Nahen Osten wurde, hatte ungewöhnliche Abmessungen, einen gigantischen Verbrauch und eine erstaunliche Leistung für einen Koloss von fast 3,5 Tonnen. Vor allem aber benötigte er ganz besondere Reifen.

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Der Gumball 3000 von 2006 sollte sein Spielplatz sein

In einem kürzlich auf dem Vinwiki-Kanal veröffentlichten Video erzählt Dustin Worles, wie er 2006 mit einem eigens für die Veranstaltung gekauften LM002 an der Gumball 3000 teilnehmen sollte. Diese Veranstaltung ist bis heute eine der verrücktesten in der Geschichte des Rallyesports. Der Gumball, der in nur acht Tagen auf drei Kontinenten und in zehn Ländern stattfand, erforderte eine wahnwitzige Logistik: drei Flugzeuge für den Transport von etwa 120 Autos sowie eine Boeing 757, die für die Teilnehmer und das Personal reserviert war. Die Gesamtkosten der Veranstaltung sollen sich auf 45 Millionen US-Dollar belaufen haben.

Der Besitzer des LM002 wollte ein Fahrzeug, das sich von den üblichen Ferraris und Lamborghinis im Rallyesport unterschied. Seine Wahl fiel daher auf diesen legendären SUV mit dem Spitznamen «Rambo Lambo». Nachdem die beiden das Fahrzeug in South Carolina abgeholt hatten, entdeckten sie eine ebenso faszinierende wie einschüchternde Maschine: ein riesiger Kühler, ein Countach-Motor, eine typische Innenausstattung der 80er Jahre und ein beeindruckendes Verhalten im Regen bei hohen Geschwindigkeiten. Doch schon bald taucht ein großes Problem auf.

Reifen, die fast unmöglich zu finden sind

Schon vor dem Kauf des Fahrzeugs hatte der Händler den Besitzer gewarnt: Die Suche nach Reifen für einen LM002 war zu einem Albtraum geworden. Der Grund dafür war einfach: Die Reifen des LM002 waren weltweit einzigartig. Die berühmten Scorpion BK waren in den 1980er Jahren von Pirelli speziell entwickelt worden, um den extremen Temperaturen der Wüste standzuhalten und gleichzeitig die Kraft des V12 Lamborghini zu unterstützen.

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Die spektakulärste Besonderheit waren die seitlichen Lamellen, die als «Ohren» bezeichnet wurden und dem Fahrzeug ein besseres Aufschwimmen im Sand ermöglichten. Pirelli erklärte außerdem, dass diese Reifen mit Technologien aus dem Rallyesport ausgestattet waren, darunter Aramid-Verstärkungen, die Stöße bei hohen Geschwindigkeiten absorbieren konnten. Das Problem war, dass die Produktion Anfang der 1990er Jahre eingestellt wurde, kurz nachdem der LM002 seine Karriere beendet hatte.

In dem Video erklären die Teilnehmer, dass sie nur zwei Wochen Zeit hatten, um das Fahrzeug vor dem Start des Gumballs nach London zu verschiffen. Es war unmöglich, innerhalb dieser Zeit Reifen zu finden. Einige Monate später gelang es ihnen schließlich, einen kompletten Satz in die Hände zu bekommen - für damals rund 10 000 Dollar. Zu spät: Der LM002 hatte seine Verabredung mit dem Gumball 3000 verpasst.

Pirelli bringt endlich wieder Reifen auf den Markt... aber zu einem wahnwitzigen Preis

Für 2023 kündigte Pirelli schließlich die Rückkehr des Scorpion BK in seine «Pirelli Collezione»-Reihe an, die ikonischen klassischen Automobilen gewidmet ist, die zwischen 1930 und 2000 hergestellt wurden. Der italienische Reifenhersteller erklärt, dass er diese Reifen nahezu identisch nachgebaut hat, um die ursprünglichen Eigenschaften des LM002 zu erhalten. Die berühmten Seitenrippen sind noch immer vorhanden, ebenso wie die Technologien, die den Einsatz auf Sand und Straße ermöglichen.

Diese Rückkehr löst endlich das Hauptproblem der LM002-Besitzer: Sie können ihr Fahrzeug nutzen, ohne jahrelang nach einem alten Reifenbestand suchen zu müssen. Doch diese Wiedergeburt hat ihren Preis.

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Heute wird ein kompletter Satz von fünf Pirelli Scorpion BK-Reifen in der Größe 345/60 R17 bei einigen Spezialisten mit über 30.000 € (inkl. MwSt.) angegeben. Ein Betrag, der den Preis eines neuen Kompaktwagens bei weitem übersteigt - nur für die Reifen. Eine wahnwitzige Summe, die aber für ein so extremes Fahrzeug fast logisch ist. Denn der LM002 war nie ein normaler Lamborghini. Und selbst fast vierzig Jahre nach seiner Einführung verschiebt dieser «Rambo Lambo» immer noch die Grenzen des absurden italienischen Automobilbaus.

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