
Das war schon gewagt. Dabei Lamborghini hat das Kapitel der Huracán Sterrato (aber Ein „Temerario Sterrato“ soll offenbar in Planung sein), beschließt der amerikanische Tuner Rezvani, das Konzept noch viel weiter voranzutreiben. Mit dem neuen Dune, verwandelt das kalifornische Unternehmen den italienischen Supersportwagen in eine Maschine, die aussieht, als käme sie direkt aus Mad Max, der den Asphalt hinter sich lassen kann, um Dünen, felsige Pisten oder Schlamm zu bezwingen – und dabei den charakteristischen Klang des V10 beibehält.
Das Ergebnis ist spektakulär. Diese Kreation lässt sich unmöglich mit einem klassischen Huracán verwechseln, so stark wurde die Karosserie verändert. Sie besteht vollständig aus Carbon und verfügt über überdimensionierte Kotflügel, eine deutlich erhöhte Bodenfreiheit, verstärkte Stoßfänger, zusätzliche LED-Scheinwerfer und riesige Geländereifen. Das Gesamtbild erinnert eher an ein Rennfahrzeug der Baja 1000 als an einen italienischen Supersportwagen.

Ein grundlegend überarbeiteter Huracán
Hinter dieser radikalen Silhouette verbirgt sich jedoch durchaus ein Lamborghini Huracán. Der Innenraum behält zudem die Architektur des italienischen Sportwagens bei, auch wenn die Lamborghini-Logos zugunsten der Rezvani-Logos verschwinden und die Sitze speziell angefertigt sind.


Die Umgestaltung beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Design. In Zusammenarbeit mit VF Engineering, einem anerkannten Spezialisten für die Tuning-Maßnahmen an Lamborghini-Modellen, hat Rezvani ein neues Fahrwerk entwickelt, das eine Höherlegung um 4,5 Zoll ermöglicht. Zusammen mit den 31-Zoll-Geländereifen erhöht sich die Bodenfreiheit im Vergleich zu einem serienmäßigen Huracán um insgesamt etwa 15 cm auf 28 cm. Das Fahrwerk wurde ebenfalls überarbeitet, um dieser neuen Geometrie und den Belastungen beim Einsatz abseits der befestigten Straßen gerecht zu werden.
V10-Motor mit 800 PS
Die Technik bleibt einem der schönsten Motoren der jüngeren Vergangenheit treu. Der 5,2-Liter-V10-Saugmotor wird diesmal mit einem volumetrischen Kompressor ausgestattet, der erneut gemeinsam mit VF Engineering entwickelt wurde. Die Leistung steigt damit auf 800 PS, bei einem angegebenen Drehmoment von rund 1.065 Nm.

Diese Leistung wird über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und den Allradantrieb auf alle vier Räder übertragen. Rezvani fügt zudem ein Geländemanagementsystem hinzu, das verschiedene Modi für Sand, Schnee, Schlamm, felsiges Gelände oder auch für eine Fahrweise im Baja-Stil bietet – ein Beweis dafür, dass der Dune sich nicht nur mit einem abenteuerlichen Aussehen begnügt.

Absolut exklusiv
Die von Ferris Rezvani mit dem Ziel gegründete amerikanische Marke, Autos zu entwickeln, die ein Fahrgefühl vermitteln, das dem eines Kampfjets nahekommt, hat sich durch ihre im Militärstil gestalteten Modelle wie den „Tank“ oder den „Vengeance“ einen Namen gemacht. Mit dem Dune überträgt sie ihre Philosophie auf einen italienischen Supersportwagen und präsentiert damit zweifellos ihr erstaunlichstes Projekt.
Die Produktion wird weltweit auf sieben Exemplare begrenzt sein. Vorbestellungen sind bereits gegen eine rückerstattbare Anzahlung von 1.500 Dollar möglich, während der Endpreis noch nicht bekannt gegeben wurde. Angesichts der bisherigen Modelle von Rezvani dürfte er jedoch deutlich über sechsstellig liegen.
