Lancia kehrt ohne die Martini Racing-Lackierung in den Rallyesport zurück... Kimera tut dies mit einem 4-Zylinder-Sammler, der dank Ethanol 640 PS leistet.

Das Timing ist fast schon ironisch. Während Lancia nach über 30 Jahren Abwesenheit ein bemerkenswertes Comeback im Rallyesport feiert, lässt ein anderer italienischer Akteur eines der mythischsten Symbole seiner Geschichte wieder aufleben: die berühmten Martini Racing-Farben. Aber es ist nicht Lancia, der sie wieder in Szene setzt... es ist Martini. Kimera Automobili. Zwei Visionen der Rallye, zwei Herangehensweisen an das Kulturerbe und ein Kontrast, der nicht unbedeutend ist.

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Eine erfolgreiche Rückkehr ... aber ohne visuelles Erbe

Nur wenige Wochen nach seiner offiziellen Rückkehr hat Lancia keine halben Sachen gemacht. Nach nationalen Siegen in Italien und Frankreich holte die Marke zum großen Schlag aus mit einem Sieg in der WRC2-Klasse bei der Rallye Kroatien. Am Steuer des neuen Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale dominierte Yohan Rossel die Veranstaltung mit Autorität und verzeichnete einen klaren Sieg. Mehr noch, die Gesamtleistung beeindruckte: vierter Platz in der Gesamtwertung. Sportlich gesehen ist die Botschaft klar: Lancia ist zurück ... und bereits konkurrenzfähig. Aber optisch fehlt etwas.

Martini Racing, eine noch immer lebende Legende

Es ist schwer, über Rallyes zu sprechen, ohne Martini Racing zu erwähnen. Seine blauen und roten Streifen haben die Jahrzehnte überdauert und wurden mit einigen der legendärsten Autos der Geschichte in Verbindung gebracht, insbesondere bei Lancia. Es war nicht nur eine Lackierung. Es war eine visuelle Signatur, eine starke Identität, die fast untrennbar mit dem goldenen Zeitalter des Rallyesports verbunden war. Und auch heute noch ist diese Aura ungebrochen.

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Kimera belebt die Flamme... mit Ethanol

Während Lancia in die Zukunft blickt, taucht Kimera mit fast zwanghafter Treue in die Vergangenheit ein. Anlässlich der Rally Costa Smeralda Storico - Trofeo Martini 2026 enthüllte der italienische Hersteller eine ganz besondere Version seines Restomods: den Kimera EVO38 Collezione Martini.

Und dieses Mal ist es unmöglich, daran vorbeizugehen. Die Martini-Lackierung ist allgegenwärtig und wird in verschiedenen Interpretationen wie Pearl White, Vermouth Red oder Dry Green angeboten. Jedes Modell ist eine rollende Hommage an die Gruppe-B-Ära, mit sichtbarer Kohlefaser, Felgen mit Zentralmuttern und Zusatzscheinwerfern im Rallyestil. Aber der EVO38 sieht nicht nur gut aus.

Unter der Haube steckt ein stark überarbeiteter 2.1L Italtecnica-Vierzylinder mit doppelter Aufladung. Das Ergebnis: 640 PS, ein deutlich gesteigertes Drehmoment und eine Drehzahlerhöhung bis zu 8.200 U/min. All das in einem Auto mit einem Gewicht von etwa 1100 kg, das auf ein explosives Leistungsgewicht ausgelegt ist. Eine radikale Maschine, analog im Geist, aber modernisiert in der Ausführung, die dank eines Flex Fuel-Systems mit Bioethanol E85 betrieben werden kann.

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Diese Wahl ist alles andere als anekdotisch. Mit diesem Kraftstoff steigt das Drehmoment um ca. 22 % auf fast 700 Nm, während der Motor bis zu 8.200 U/min ansteigt und noch unmittelbarer auf das Gaspedal reagiert. Bei einem Gewicht von rund 1.100 kg ist das Leistungsgewicht einfach explosiv.

Aber wie so oft bei dieser Art von Kreationen ist die Exklusivität absolut gegeben. Die Produktion ist extrem limitiert, nur wenige Exemplare sind noch erhältlich. Der Preis wurde nicht bekannt gegeben, dürfte aber weit über eine Million Euro betragen, was die Maßarbeit und die bis zum Äußersten gehende Technik widerspiegelt. Und Kimera hat nicht vor, es dabei zu belassen. Die Marke spricht bereits über ihr nächstes Projekt, den K-39, der auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este am Comer See vorgestellt werden soll.

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