Ferrari: In wenigen Tagen wird die Marke einen neuen V12-Wagen vorstellen, der das genaue Gegenteil des Luce sein wird

Erst vor wenigen Wochen, Ferrari führte seine Geschichte mit der Ferrari Luce, sein erstes reines Elektroauto. Ein strategisches Modell, das mit Spannung erwartet wurde, aber auch einen Teil der Fans gespalten hat. Doch in Maranello scheint sich die Aufmerksamkeit bereits auf eine weitere Neuheit zu richten. Ein Ferrari, der die Elektro-Limousine schon bei seiner Vorstellung in den Schatten stellen könnte. Mehreren übereinstimmenden Quellen zufolge könnte der 4. Juli die Rückkehr eines Symbols markieren, das man für endgültig verschwunden hielt: den Ferrari V12 mit Schaltgetriebe.

Werbung

Ein Ferrari für Puristen

Seit mehreren Monaten häufen sich die Gerüchte um einen ganz besonderen Ferrari 12Cilindri. Im Gegensatz zum Ferrari Luce, der darauf ausgelegt ist, die Marke für eine neue Kundschaft zu öffnen, soll dieses neue Modell Sammler und Liebhaber ansprechen, denen die Geschichte von Ferrari besonders am Herzen liegt. Die neuesten Informationen deuten nun auf zwei unterschiedliche Projekte hin. Zum einen einen sehr exklusiven Ferrari 12Cilindri als Teil der Icona-Reihe, ausgestattet mit einem modernen Schaltgetriebe. Auf der anderen Seite eine radikale F167VS-Version, potenzieller Nachfolger des 812 Competizione, der möglicherweise die Bezeichnung GTO übernehmen könnte. Das erstgenannte Modell soll in wenigen Tagen vorgestellt werden.

Eine Hommage an den Ferrari 275?

Das Modell, das manchmal unter dem Codenamen F167MM bezeichnet wird, soll eine Hommage an den legendären Ferrari 275 sein. Es ist vielleicht kein Zufall, dass Ferrari kürzlich erneut darauf hingewiesen hat, der 275 von Horacio Pagani in seinen sozialen Netzwerken… Optisch soll dieser neue Ferrari auf dem aktuellen 12Cilindri basieren, mit einigen stilistischen Änderungen, die von den GTs der 1960er Jahre inspiriert sind. Das Ziel sei nicht, mehr Leistung zu bieten, sondern mehr Emotionen zu wecken. Der 6,5-Liter-V12-Saugmotor würde seine 830 ch und seine Drehzahl von bis zu 9.500 U/min beibehalten. Die wahre Revolution läge woanders.

Werbung

Die Rückkehr des H-förmigen Gitters

Ferrari soll kein herkömmliches Schaltgetriebe entwickelt haben. Gerüchten zufolge handelt es sich vielmehr um eine Technologie, die vom System inspiriert ist, das Koenigsegg beim CC850 einsetzt. Der Fahrer würde über ein echtes H-Schaltmuster und ein Kupplungspedal verfügen, während die Elektronik das gesamte System steuern würde. Das Getriebe könnte somit einen manuellen Sechsgang-Modus und einen automatischen Neungang-Modus bieten und damit das Beste aus beiden Welten vereinen. Ferrari hat übrigens ein Patent für ein elektronisches Kupplungspedal angemeldet, das das Gefühl einer mechanischen Betätigung originalgetreu nachbilden kann. Alle Anzeichen deuten also auf diese Lösung hin.

Der erste Ferrari mit Schaltgetriebe seit 2012

Sollte sich diese Vorstellung bestätigen, wäre dies der erste Ferrari mit drei Pedalen seit 2012. Der 599 GTB Fiorano ist bis heute der letzte Ferrari mit V12-Motor, der mit einem Schaltgetriebe angeboten wurde; von ihm wurden nur etwa dreißig Exemplare produziert. Zuvor waren bereits die F430, der 612 Scaglietti oder auch die äußerst seltenen California-Modelle mit Schaltgetriebe bei Sammlern zu echten Wertsteigerern geworden.

In einer Zeit, in der die „Luce“ das Elektro-Kapitel bei Ferrari einläutet, könnte dieser neue V12 mit Schaltgetriebe genau das Gegenteil symbolisieren: die Rückkehr zu mechanischen Eindrücken, zum Metallschalthebel und zum Fahrspaß. Eine Möglichkeit für Maranello, daran zu erinnern, dass die Marke beim Schritt in die Zukunft ihre Vergangenheit vielleicht doch nicht vergessen hat.

Werbung
Werbung

Gefällt dir dieser Beitrag? Teile es!

Eine Bewertung hinterlassen