
Fernando Alonso ist offiziell Aston-Martin-Fahrer in der Formel 1. Doch wenn er das Fahrerlager verlässt und in die Straßen von Monaco einbiegt, scheinen ihn vor allem die Farben des italienischen Automobilherstellers zu begleiten. Ferrari, Lamborghini, Pagani, Lancia Die meisten Menschen, die in den letzten Monaten ein neues Auto gefahren sind, haben die sozialen Netzwerke mit ihren Auftritten belastet.
Die Videos und Fotos aus dem Fürstentum zeigen, dass die Garage des zweifachen Weltmeisters immer mehr zu einer Ausstellung der schönsten italienischen Autos der letzten vierzig Jahre wird. Aber ist Fernando Alonso hinter dieser spektakulären Sammlung einfach nur ein Liebhaber italienischer Autos oder ein besonders kluger Investor?
Eine Garage, die die Geschichte des italienischen Automobils erzählt
Was an Alonsos Sammlung auffällt, ist nicht nur der Wert der Autos. Es ist vor allem ihre Kohärenz. Der Spanier scheint die derzeit teuersten Autos nicht wahllos zu sammeln. Jedes einzelne steht für eine bestimmte Epoche, eine Philosophie oder einen wichtigen Moment in der italienischen Automobilgeschichte.
Die symbolträchtigste bleibt wohl die Ferrari F40. Als letzter Ferrari, den Enzo Ferrari vor seinem Tod persönlich genehmigt hatte, ist er für viele der reinste Supersportwagen aus Maranello. Als Alonso in den Straßen von Monaco am Steuer des Wagens fotografiert wurde, gingen die Bilder schnell um die Welt.

An ihrer Seite steht eine weitere Legende: die Ferrari 512 TR. Erbin der Testarossa, Dieser Wagen repräsentiert die ganze Üppigkeit der V12-Ferraris der 1990er Jahre, die viele heute als das goldene Zeitalter der Marke betrachten.

Moderner, seine Ferrari LaFerrari ist der Höhepunkt der Technologie, die der italienische Hersteller entwickelt hat. Mit fast 1.000 PS, die durch das Hybridsystem kombiniert wurden, wurde er zu einem der begehrtesten Ferraris auf dem Markt und sein Wert hat seinen ursprünglichen Preis weit übertroffen.

Autos, die manchmal mehr wert sind als eine Immobilieninvestition
Während die Leidenschaft offensichtlich scheint, ist der finanzielle Aspekt schwer zu ignorieren. Viele der Modelle, die mit Fernando Alonso gesichtet wurden, gehören heute zu den begehrtesten Automobilen der Welt.
Der Ferrari LaFerrari, der auf rund 4 Millionen Dollar geschätzt wird, ist ein perfektes Beispiel dafür. Sein Preis steigt auch noch Jahre nach der Einstellung seiner Produktion. Dasselbe gilt für den Ferrari F40, dessen schönste Exemplare nun regelmäßig mehr als 3 Millionen Euro kosten.
Und das ist nichts im Vergleich zu einigen noch exklusiveren Stücken aus seiner Garage. Die Lamborghini Sián FKP 37, Der erste serienmäßige Lamborghini mit Hybridantrieb, von dem nur 63 Exemplare hergestellt wurden, kostet auf dem Markt fast 3 Millionen Euro. Eine bereits beeindruckende Bewertung für ein relativ neues Modell.

Das spektakulärste Stück ist jedoch zweifellos seine Pagani Zonda Diamante Verde Roadster. Dieses Hypercar mit dem berühmten AMG V12 mit 760 PS ist in dieser Konfiguration weltweit einzigartig und wird auf etwa 10 Millionen Euro geschätzt. Damit steht er in einer Reihe mit einigen außergewöhnlichen Kunstwerken oder Uhrensammlungen. Unter diesen Umständen ist es schwierig, diese Autos nicht als Vermögenswerte zu betrachten, die mit der Zeit an Wert gewinnen können.

Sogar sein Lancia wurde zum Sammlerstück
Was Alonsos Sammlung besonders interessant macht, ist, dass sie sich nicht auf die neuesten oder leistungsstärksten Hypercars beschränkt. Sein jüngster Auftritt am Steuer eines Lancia Delta HF Integrale Martini Racing hat viele Beobachter überrascht. Im Vergleich zu einem 10 Millionen Euro teuren Pagani oder einem ultra-limitierten Lamborghini könnte dieser ehemalige Kompaktwagen aus den 1990er Jahren fast bescheiden wirken.

Dennoch ist er vielleicht eines der symbolträchtigsten Autos in seiner Garage. Der Delta Integrale ist ein Symbol für Lancias goldenes Zeitalter in der Rallye-Weltmeisterschaft. Mit seinen sechs aufeinanderfolgenden Herstellertiteln zwischen 1987 und 1992 wurde er zu einer echten italienischen Autolegende. Und auch hier gibt ihr der Markt recht. Die seltensten Exemplare kosten mittlerweile mehr als 300.000 €, wobei einige Sonderserien sogar Beträge erreichen, die früher klassischen Ferraris vorbehalten waren.
Fan von italienischen Autos oder Investor?
Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Seit einigen Jahren sammelt Fernando Alonso Modelle an, deren Preise immer weiter steigen. Sein alter Ferrari Enzo, der 2023 in Monaco für 5,4 Millionen Euro versteigert werden soll, ist ein gutes Beispiel für diese Fähigkeit, Autos auszuwählen, die mittlerweile extrem begehrt sind.
Seine Sammlung auf eine reine Anlagestrategie zu reduzieren, wäre jedoch zweifellos ungerecht. Nur wenige Besitzer nutzen ihre exklusivsten Autos noch regelmäßig im täglichen Straßenverkehr. Alonso hingegen wird weiterhin mit seinen Ferraris, Lamborghinis, Paganis oder sogar Lancias in den Straßen von Monaco gesichtet.
Fernando Alonso, der heute für Aston Martin in der Formel 1 fährt, hat weiterhin eine ganz besondere Beziehung zu italienischen Autos. Und wenn man sich die jüngsten Entwicklungen in seiner Sammlung ansieht, ist die Geschichte wahrscheinlich noch lange nicht zu Ende.